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30 Jahre Orgelbau Friedrich: Werkstattbesuch bei einem klangvollen Familienunternehmen

Am 20. Oktober 2017 besuchte Oberasbachs Erste Bürgermeisterin mit dem Stadtrat anlässlich des 30jährigen Firmenjubiläums Orgelbau Friedrich. „Ich war bei Ihrem Tag der offenen Tür im September so beeindruckt von Ihrer Firma, dass ich meinen Kolleginnen und Kollegen auch zeigen wollte, welcher Schatz sich hier verbirgt“, freute sich Birgit Huber über die Einladung von Dominik Friedrich. „Denn ähnlich wie bei den international erfolgreichen BioKosmetik-Pionieren von Doctor Eckstein liegt Ihre Werkstatt mitten in einem Wohngebiet!“

Die komplexe Handwerkskunst des Orgelbaus hat in der Unterasbacher Jahnstraße eine lange Tradition: Bereits seit 1955 bestand hier eine Orgelbauwerkstatt, die in der Vergangenheit bis zu 22 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigte. 1987 übernahm der Orgelbaumeister und Restaurator Benedikt Friedrich mit 26 Jahren den Betrieb und leitete ihn bis zu seinem viel zu frühen Tod Anfang Juni 2009 mit großer Fachkompetenz und viel Engagement – 44 Instrumente hatte er mit bis zu zehn Mitarbeitern bis dahin neu gebaut. Sein Sohn Dominik, der seit  seiner Jugend begeistert in der väterlichen Werkstatt mitgearbeitet und  im Jahr 2008 als bester Orgelbau-Geselle Deutschlands seine Ausbildung beim Orgelbaumeister Georg Weishaupt in der Nähe von Augsburg absolviert hatte, übernahm daher schon mit 22 Jahren die fachliche Leitung des Unternehmens. Während er parallel die vierteilige Meisterprüfung ablegte. Seit August 2011 führt Dominik Friedrich das Unternehmen als Inhaber und beschäftigt zwei feste und zwei freie Mitarbeiter sowie seit 2016 einen Lehrling.

Der junge Unternehmer, der meist 60-Stunden-Wochen hat, kann sich über einen Mangel an Aufträgen nicht beklagen: Er ist für die nächsten 1,5 Jahre ausgebucht. Da kaum noch neue Kirchen entstehen, wird auch der Orgelneubau in den letzten Jahren immer weniger nachgefragt – zum Kerngeschäft des Spezialisten Friedrich gehören daher heute die Überarbeitung und liebevolle Restaurierung von historischen Orgeln, Reinigungen, Umbauten, Stimmungen und Pflegearbeiten.

In erster Linie arbeitet die Firma hier für Kirchengemeinden in Nürnberg – wie z.B. St. Lorenz und St. Sebald – und Umgebung, aber auch für städtische Einrichtungen wie die Meistersingerhalle und das Opernhaus. Bereits knapp 400 Stammkunden schenken dem Orgel-Fachmann aus Oberasbach ihr Vertrauen. Zudem verleiht Orgelbau Friedrich auch eine Auswahl an Truhenorgeln und Harmonien, z.B. für den Bayerischen Rundfunk, den Fränkischen Sommer, die Internationale Orgelwoche Nürnberg oder das Staatstheater Nürnberg.  

Die Stadtratsmitglieder waren bei der Führung durch die rund 150 Quadratmeter große Werkstatt sehr beeindruckt von dem jungen Handwerksmeister und seinem Metier – beispielsweise gilt es bei einer Komplettmontage mehrere 10.000 Einzelteile zusammenzusetzen. Auch viel Fingerspitzengefühl, ein gutes Ohr und viel Musikalität, aber auch ein Verständnis physikalischer Zusammenhänge sind für diesen Beruf nötig.  „Meine Arbeit ist irrsinnig abwechslungsreich. Jedes Projekt ist einzigartig, mit immer wechselnden Schwerpunkten. Meine Stärke liegt darin, in der Momentaufnahme zu sehen, was eine Orgel braucht – wie ein Doktor“, erzählt Dominik Friedrich.

Ab Anfang Januar hat der 31jährige, der für seine Arbeit in ganz Bayern unterwegs ist, ein Projekt direkt vor Ort: Denn dann kümmert er sich um die aufwendige Überarbeitung der Orgel von St. Johannes in Kreutles. In der Paul-Gerhardt-Kirche in Stein steht übrigens ein von Benedikt Friedrich geschaffenes Instrument: Über ein halbes Jahr intensiver Arbeit steckt in der Orgel, die auch heute noch regelmäßig von Sohn Dominik gewartet und gestimmt wird.

Weiterhin viel Erfolg, lieber Herr Friedrich!


(Autor: sm)

 
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