AAA
Kontrast
Aktuelles

AK Klimaschutz prämiert gute Ideen zur Plastikeinsparung

Vordere Reihe: Tilman Kißlinger, Nur Ben Aissi mit ihren beiden Söhnen, Franz X. Forman vom AK Klimaschutz, Hannelore Chaddock, Mutter von Preisträgerin Janice; hintere Reihe: Tim Parth und Jochen Riedl vom AK Klimaschutz, Christian Chaddock

Der fünfjährige Noah Mang Ben Aissi aus Oberasbach und sein kleiner Bruder Joël sind die vielleicht jüngsten aktiven Klimaschützer Deutschlands: Wenn sie beim Bäcker oder im Café einen in Plastik verpackten Keks bekommen, nehmen sie ihn nicht an. Gemeinsam mit ihrer Mutter Nur Ben Aissi haben die beiden Jungen an dem Ideenwettbewerb „Oberasbach spart Plastik“ des Arbeitskreises Klimaschutz teilgenommen und nun den zweiten Platz gemacht. Ebenfalls auf den mit 50 Euro dotierten Platz 2 wählte die Jury das Konzept von Janice Chaddock. Den Hauptpreis von 100 Euro sicherte sich der FAU-Student Tilman Kißlinger. Stadtrat Franz X. Forman vom AK Klimaschutz zeichnete die Gewinner am 13. April 2016 im Foyer des Oberasbacher Rathauses aus.

Die Familie Ben Aissi holt frische Milch in wiederverwendbaren Glasflaschen direkt beim Bauern, Obst und Gemüse kaufen sie mit einem mitgebrachten Korb auf dem Wochenmarkt, und die unvermeidlichen Tetra Paks trampeln Noah und Joël platzsparend platt, bevor sie in den Gelben Sack kommen. Mit diesen und anderen Ideen in ihrer liebevoll bebilderten Einreichung überzeugten sie die Wettbewerbsjury. Die ebenfalls zweitplatzierte Janice Chaddock setzt beim Thema Plastikmüll auf Aufklärung, Reduzierung und Wiederverwertung. Plastiktüten beim Einkauf sollten verboten werden, stattdessen wünscht sich die Oberasbacherin einen regelmäßigen, plastikfreien „Grünen Markt“ mit lokalen, ökologischen Produkten und selbstgemachten Plastikalternativen wie Weidenkörben, stabilen Einkaufstaschen aus Baumwolle oder Kleidungsresten und Glasflaschen zum Wiederauffüllen. Auch Supermärkte mit plastik- und konservenfreien Bereichen oder Regalen oder gänzlich verpackungsfreie wie etwa in Berlin listet sie in ihrer durchdachten Ideensammlung. Der Sieger Tilman Kißlinger schlägt beispielsweise die Stärkung von Direktvermarktung mit einer „Grünen Einkaufstasche“ mit Rabattsystem vor, auch aus Altkleidern genähte Einkaufstaschen hält er für sinnvoll. „Warum nicht den Schulwandertag künftig auch zum gemeinsamen Müllsammeln nutzen und so schon Kinder für das Thema sensibilisieren? Oder eine bestehende App für Foodsharing nutzen?“, fragt der FAU-Student. Auch eine Gelbe Tonne als Alternative zum Gelben Sack halten die Klimaschützer für eine gute Idee.

Wie kann die Menge von Kunststoffverpackungen verringert werden? Wo kann man auf Folien verzichten? Der „Arbeitskreis Klimaschutz“ hatte bereits Ende 2015 die Bürgerinnen und Bürger Oberasbachs um die Mitarbeit bei der generellen Einsparung von Plastik gebeten. Auch über den jetzt zu Ende gegangenen Wettbewerb hinaus wird das Schwerpunktthema Plastikvermeidung die Aktivitäten der Klimaschützer weiter bestimmen. Im Februar hatte der Arbeitskreis bereits das „Tütle“ der Firma Apomore vorgestellt, das aus 100 Prozent Altpapier besteht und sowohl für den Einkauf als auch für den Biomüll verwendet werden kann. Mit einem ab 18. Juni voraussichtlich regelmäßig stattfindenden Repair Café im Jugendhaus setzt Oberasbach überdies auch im Bereich Elektroschrott ein Zeichen.

Wer Interesse hat, sich mit Themen des Klimaschutzes in Oberasbach auseinanderzusetzen, ist jederzeit herzlich im Arbeitskreis Klimaschutz willkommen. Die Mitglieder treffen sich etwa alle zwei Monate, um gezielt Themen und Projekte mit der Stadt zu erarbeiten und in die Tat umzusetzen.

Kontakt: klimaschutz@oberasbach.de

Kommentar hinzufügen
Felder mit * sind Pflichtfelder
Keine Kommentare
Wir sind für Sie da
Stadt Oberasbach

Rathausplatz 1
90522 Oberasbach

Fon: (0911) 9691 - 0
Fax: (0911) 693 174
stadt@oberasbach.de

Öffnungszeiten:

MO bis FR 8 - 12 Uhr

MI zusätzlich 13 - 18 Uhr