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Asbachrenaturierung Sattlerwiese

Als zweiter Bauabschnitt im Rahmen des langfristigen Projektes zur naturnahen Umgestaltung des Asbachgrundes wird 2014 der Asbach im Bereich der "Sattlerwiese" renaturiert. Die Bauarbeiten starten im Mai dieses Jahres.

Geplant ist die naturnahe Umgestaltung eines ca. 320 m langen Abschnitts des Asbach und der angrenzenden Aueflächen östlich von Oberasbach-Rehdorf. In erster Linie sollen die geplanten Maßnahmen zu einer Verzögerung des Wasserabflusses und Verbesserung der Standortbedingungen für Flora und Fauna beitragen.

Der begradigte Bachlauf wird in einen naturnahen Gewässerlaufs umgewandelt. Ausgehend vom bestehenden geradlinigen Verlauf des Asbachs wird ein neuer geschwungener Bachlauf geformt, der innerhalb der bestehenden Flurstücksgrenzen bleibt. Die Sohl- und Uferbefestigungen mit Wasserbausteinen werden entfernt. Ca. 30% der verbauten Natursteine werden wieder verwendet und als Störsteine im Gewässerbett eingebracht. Grundsätzlich werden die notwendigen Eingriffe auf das Minimum beschränkt. Das Gewässer soll sich, wo es möglich ist, durch Eigendynamik frei entwickeln. Die durchschnittliche Breite des Asbachs von ca. 3m von Böschungsoberkante zu Böschungsoberkante wird daher auf ca. 7m - 9m ausgedehnt. Die Böschungen werden mit wechselnden Neigungen gestaltet.

Durch die naturnahe Umgestaltung des Asbach und seiner Aue im Bereich der Sattlerwiese können die Vorgaben der EG-WRRL umgesetzt werden. Das Ziel, den Zustand des Asbachs von dem derzeitigen Zustand des "unbefriedigenden Potenzials" in den Zustand des "gutes Potentials" anzuheben wird für diesen Gewässerabschnitt erreicht.

Die Flurstücke der Sattlerwiese, die aufgrund des hohen Grundwasserstandes nur noch eingeschränkt nutzbar sind, werden eigendynamisch zu Feucht- und Nasswiesen umgewandelt. Die vielgestaltige Ausbildung von Uferbereichen und der Bau von Seitenarmen am Asbach schaffen gute Voraussetzungen für eine Artenvielfalt der Flora und Fauna. Aus Gründen des Artenschutzes wie auch des Landschaftsbildes erfolgt eine Bepflanzung mit standortgerechten heimischen Laubgehölzen und Uferstauden.

Die Aufweitung des Gewässerquerschnitts auf mehr als das Dreifache gegenüber dem jetzigen Querschnitt bietet zusätzliches Volumen zur Aufnahme großer Wassermengen im Hochwasserfall. Damit wird ein Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz geleistet. Seitenarme am neuen Bachlauf bieten zusätzliche Einstauvolumina.

In naturnahen Gewässern wird vermehrt Sohlmaterial verlagert. In sensiblen Bereichen, z. B. vor Brücken kann das zu Problemen führen. Daher werden zwei naturnahe Sandfänge am Anfang und am Ende des Renaturierungsabschnitts gebaut, um die Durchlässigkeit sicherzustellen. In der beruhigten Wasserzone des Sandfangs setzen sich die Feinmaterialien ab und können regelmäßig entnommen werden.

Um die Interessen der beteiligten Landwirte zu wahren, werden die landwirtschaftlichen Drainagen die in den Asbach münden erhalten. Die Drainagen werden gekürzt, so dass die Drainrohre frei in das Gewässerbett auslaufen können. Die Auslaufbereiche werden durch einen Steinsatz dauerhaft gesichert. Um ein Einwachsen von Wurzeln zu verhindern wird ein 6 m breiter Korridor beidseits der Drainagen dauerhaft von Gehölzbewuchs frei gehalten.

Auf der Südseite des Asbachs wird eine neuer Fuß- und Radweg angelegt. Dieser "Asbachweg" verläuft in der Aue stets nahe am Asbach ohne große Höhenunterschiede. Der Asbach wird damit für Spaziergänger erlebbar und knüpft an das bestehende Wegenetz am "Biotop" westlich von Rehdorf an. Der Fuß- und Radweg wird in einer Breite von 3,0 m gebaut. Der gesamte Weg liegt ca. 30 cm über dem angrenzenden Gelände, um bei kleineren Hochwasserereignissen die Benutzbarkeit zu gewährleisten.

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