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Bau eines Betoncurbs im Skatepark

Gewaltige Gewittertürme stehen am Horizont, der Asphalt glänzt nass vom letzten Schauer und der Wind zieht klebrig über die Haut. Es ist 13 Uhr, Samstag, Startzeit des Workshops zum Bau eines Betoncurbs. Der Oberasbacher Architekt und Skater Andreas Kölblinger und Matthias Zöllmer, Leiter der Jugendarbeit in Oberasbach, stehen am Skatepark beim Hans-Reif-Sportzentrum neben palettenweise Baumaterial und schließen Wetten ab, wie viele der angemeldeten Teilnehmer angesichts der scheinbar widrigen Wetterbedingungen kommen werden. Nicht ganz pünktlich und trotzdem höchst willkommen,  erscheinen letztendlich alle Angemeldeten, von denen jeder noch mindestens einen Kumpel mitbringt. 

Als mobile Untersätze dominieren die Scooter ganz klar, gefolgt von Dirtbikes und  einem Paar Inliner. Die 14 jungen Talente kommen aus Oberasbach, Stein, Zirndorf und Nürnberg. Motiviertes Personal zum Bau des Betoncurbs war also vorhanden.

Aber was ist eigentlich ein Betoncurb?  Das zu erklären ist viel zu kompliziert. Die Fotos verdeutlichen das am besten. Der Weg jedoch zu diesem eigentlich simplen Gebilde ist nicht so einfach. Eine Holzverschalung muss gebaut werden, das metallene Innenleben des Betoncurbs in mühsamer Handarbeit aus Drähten und Stahlmatten geflochten, die Metallkanten (Curbs) positioniert und ungezählte Säcke Zement und Eimer Wasser geschleppt, vermischt und vergossen werden.

Nach sieben Stunden Knochenarbeit, war es dann geschafft. Jetzt musste der Beton erstmal ein paar Tage aushärten. Der Bauhof wuchtete uns das ca. 1 Tonne schwere Monstrum mittels Bagger in die richtige Position auf dem Skateplatz, wo es dann am darauf folgenden Freitag mit einem Contest eingeweiht werden sollte.

Nachdem ein, zwei klitzekleine Stellen auf der Oberfläche ausgebessert und die Curbs mit Wachs poliert waren, hatten immer zwei Teilnehmer zwei Minuten Zeit ihre besten Tricks auszupacken. Die Jury, bestehend aus zwei unbestechlich-kritischen Scooterfahrern aus Oberasbach und Nürnberg, konnte sich erst nach zwei dynamischen Durchläufen einigen und kürten aufgrund des allgemein hohen könnerischen Niveaus zwei Sieger: Isi Ciftci wagte wirklich alles auf seinen Inlinern und überzeugte mit seinen Powerslides und Flips. Wohingegen Justin Kiesewalter mit dem Scooter erfolgreich auf Smith-Nose-Manis und Vibel-One-Eighties setzte. Abgerundet wurde der Tag am Grill im Jugendhaus.

Ein großes Dankeschön allen Teilnehmern und Betonbauern für Blut und Schweiß, der Firma SYS-Grip für die Griptapes und T-Shirts, dem städtischen Bauhof für Werkzeug und das Bewegen des Betoncurbs, sowie Andreas Kölblinger für sein unentgeltliches Engagement beim Workshop und dafür, dass er sich so unermüdlich und passioniert um alle Skateparkbelange kümmert.

Übrigens wird sich Andreas im Sommerferienprogramm um den Nachwuchs kümmern und einen Skatekurs bereits ab 6 Jahren anbieten. Und last but not least gilt unser Dank der Kommunalen Jugendarbeit Landkreis Fürth für die Unterstützung während der Kinder- und Jugendaktivwochen.


(Autor: Matthias Zöllmer, Leiter Jugendhaus OASIS)

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