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Diamantene Hochzeit der Heimatforscher Anne und Herbert Salomon

Anne und Herbert Salomon mit Bürgermeisterin Birgit Huber

Die Salomons haben viele Jahre lang aufwändige Ausstellungen für den Heimatverein realisiert, etwa zum Thema "Flachs".

Am 31. August 2016 konnten die Oberasbacher Anne und Herbert Salomon ihren 60. Hochzeitstag feiern. Für die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber holte das Diamantene Paar sogar ein großformatiges Foto von seinem Hochzeitsfest anno 1956 hervor und erzählte aus seinem Leben.

Die beiden gebürtigen Zirndorfer kannten sich schon als Jugendliche, da er zur Clique ihres Bruders gehörte, auch einen Tanzkurs haben sie später gemeinsam absolviert. „Ich habe sie immer beim Milchholen von meinem Fenster aus gesehen“, erinnert sich Herbert Salomon. Und seine Frau ergänzt lachend: „Er hatte so schöne weiße Zähne in seinem dreckigen Gesicht.“ Um in den 50er Jahren als unverheiratetes Paar ungestört Zeit miteinander verbringen zu können, musste man sich schon einiges einfallen lassen: Und so fuhren Anne Streng und Herbert Salomon 1954 als „Scheinverlobte“ mit geliehenen Ringen mit einer Wandergruppe nach Berchtesgaden – die wirkliche Verlobung folgte dann im Winter dieses Jahres.

Drei Jahre nach der Hochzeit bauten Annes Eltern in Oberasbach ein Haus, in das das junge Paar mit einzog und das noch heute das gemeinsame Zuhause ist. 1962 wurde schließlich die Tochter geboren, die heute in Langenzenn lebt und zu der sie ein ausgezeichnetes Verhältnis haben. Zu dieser Zeit war der Werkzeugmacher Herbert Salomon bereits seit mehreren Jahren Siemensianer, und er sollte es bis zu seiner Pensionierung bleiben. Seine Frau Anne spricht durch ihre langjährige Tätigkeit im Exportgeschäft sogar ein bißchen Portugiesisch.

„Was ist das Geheimnis einer so langen und glücklichen Ehe?“, wollte Bürgermeisterin Birgit Huber bei ihrem Besuch wissen. „Wir konnten uns von Anfang an gut und lange miteinander unterhalten. Wir sind keine neidischen Menschen, waren immer mit allem zufrieden. Wir haben viele gemeinsame Interessen, früher gehörten auch Wandern und Reisen dazu. Und wir haben immer viel gelesen“, so die Salomons übereinstimmend.

Engagierte Heimatforscher

Apropos Bücher: Ihr Interesse für Geschichte und ihr Wissen brachten die Salomons ab 1989 mit viel Engagement in den Oberasbacher Heimatverein ein. So lieferten sie regelmäßig Beiträge zum Vereinsheft mit den Themen Heimatforschung, Volks- und Naturkunde und fränkische Geschichte: „Unser täglich Brot gib uns heute – Not und Teuerung der Jahre 1816/17“, „Erinnerungen an die Jugend“, „Von Menschen, Wegen – und dem Tod“ – so lauten einige der Titel der Salomon-Texte. Auch Interviews mit Zeitzeugen haben sie geführt und festgehalten. Ihr besonderes Steckenpferd aber war die jährliche Ausstellung zum Weihnachtsmarkt im Rathausfoyer. Ab 1993 konzipierten und realisierten die Salomons hierfür aufwändige Schauen zu Themen wie Flachs, Spielzeug, Porzellan, Uniformen oder über „Das Wiegen und Messen“ – oft arbeiteten sie jeweils das ganze Jahr über an diesen Ausstellungen!

Bürgermeisterin Birgit Huber dankte als aktuelle 1. Vorsitzende des Heimatvereins herzlich für die vielen Jahre als begeisterte Heimatforscher.

Und heute? Die 80jährige Anne Salomon spielt gerne Klavier, sie und ihr um drei Jahre älterer Mann teilen auch eine große Liebe zur klassischen Musik, der sie im Sommer gerne auf ihrer Terrasse lauschen. Auch ihr schöner Garten ist beiden noch sehr wichtig. So gehörten sie beispielsweise letztes Jahr zu den Preisträgern im Blumenschmuckwettbewerb der Stadt.

Herzliche Glückwünsche nochmals zur Diamantenen Hochzeit, liebes Ehepaar Salomon, und noch viele gute gemeinsame Jahre!

Eine Übersicht der Publikationen des Oberasbacher Heimatvereins, zu denen teilweise auch Anne und Herbert Salomon Beiträge geliefert haben, finden Sie hier.

(Autor: sm)

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