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„Die Geschenkezaubermühle“: Magische Weihnachtsdeko am Verkehrskreisel im Altort

Die Drei von der Deko-Baustelle: Ahmed Yildirim, Jürgen Rißler und Alexander Rißler (von links)

Eine Zaubermühle, die Sternenstaub in Geschenke verwandelt und über ein Förderband direkt zum von zwei Rentieren gezogenen Schlitten des Weihnachtsmannes bringt – das alles gibt es derzeit beim Verkehrskreisel im Altort von Oberasbach zu bestaunen. Wie oft kommt es vor, dass eine Stadtdekoration eine ganze Geschichte erzählt? Die Idee zu der fantasievollen und farbenfrohen „Installation mit Pflanzen“ hatte wieder Jürgen Rißler vom städtischen Bauhof.

Dreimal pro Jahr wechseln die Stadtdekorationen in Oberasbach, zu Ostern, im Sommer und zur Weihnachts- bzw. Winterzeit. Für viele sind sie ein echtes Highlight im Stadtbild und eine Besonderheit der Kommune. Ob Verkehrskreisel in der Bachstraße und in der Albrecht-Dürer-Straße oder die Grünfläche neben der Bahnhaltestelle am Bahnhof Unterasbach oder die Deko am Rathauseingang und am Bürger-Info-Treff B-I-T: Sie alle tragen die unverwechselbare Handschrift von Jürgen Rißler vom städtischen Bauhof.

„Ich versuche immer, Technik und Materialien wie Holz etwa in Form von Wurzeln, Obstkisten oder Europaletten sowie Stein oder Metall mit Pflanzen auf originelle Art zu verbinden. Dabei stehen die Pflanzen für mich tatsächlich eher im Hintergrund. Man könnte auch sagen, ich mache 'Installationen mit Pflanzen'.“ Der gelernte Landschaftsgärtner Jürgen Rißler ist eigentlich immer im Dienst, denn er sammelt oder organisiert die Requisiten für seine Projekte auch privat auf Flohmärkten, Baustellen, Schutthalden – oder im eigenen Keller oder bei Freunden: So hat er beispielsweise in die aktuelle Installation der „Geschenkezaubermühle“ die alte Getreidemühle eines Nachbarn und die alten Skier seiner Frau eingebaut. Das kleine Kinderfahrrad auf dem Laufband stammt vom Sperrmüll.

Ansonsten arbeitet das Mastermind hinter den Oberasbacher Stadtdekorationen gerne mit Leihgaben von lokalen Betrieben – das schräg nach oben ragende Förderband, über das die Geschenke in den Schlitten des Weihnachtsmannes transportiert werden, hat die Gärtnerei Ascher zur Verfügung gestellt, und der Schlitten gehört einem Landwirt aus Seckendorf. Die restlichen Bestandteile werden meist aus älteren Stadtdekorationen recycelt und mit Farbe aufgefrischt oder neu arrangiert und ergänzt. Auch Spenden gibt es, wie etwa diesmal Stroh vom Reiterhof Schofer.

Hilfe für den Weihnachtsmann

Seine Konzepte und die Anschaffung der nötigen Pflanzen bespricht der 59jährige Jürgen Rißler meist schon ein halbes Jahr im Voraus mit Bauhofleiter Hans-Jürgen Haumer und dem Technischen Leiter Herbert Daum. Ein bis zwei Monate Vorlauf müssen für die Besorgung der Materialien und die Planung von Maschinen und Arbeitskräften angesetzt werden. Allein bei der „Geschenkezaubermühle“ waren bis zu drei Mitarbeiter des städtischen Bauhofs inklusive der Vorarbeiten rund zwei Wochen beschäftigt, die Montage dauerte knapp zwei Tage. Die Grundidee zur farbenfrohen Weihnachtsdeko hatte er schon im Sommer, denn seitdem hat Rißler am Alt-Oberasbacher Verkehrskreisel das prominente Förderband im Einsatz. Im Herbst war es dann u.a. mit großen Kürbissen in leuchtendem Orange geschmückt. „Für den Winter haben wir uns überlegt, wie man den Weihnachtsmann ein wenig entlasten kann, so kamen wir auf diese Installation.“

Rißlers Bauhof-Kollege Ahmed Yildirim ist der Mann für Skulpturen aller Art: Er hat beispielsweise schon die im Frühjahr und zu Ostern immer wieder im öffentlichen Raum eingesetzten „Riesentulpen“ aus Styropor geschnitzt. Bei der aktuellen Dekoration stammen die selbstgebauten Rentiere, die den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen, aus seiner Hand. Gegen Wind und Wetter sind die aufwendigen Installationen bestens geschützt: „Wir sind Weltmeister im Festmachen“, lacht Ahmed Yildirim, während er mit Rißlers Sohn Alexander die Beine seiner Rentiere mit Verankerungen im Erdreich sichert.

„Gerade Kinder sind immer besonders angetan von unserer Arbeit. Sie haben auch einen großen Respekt davor. Es ist toll, immer so viel begeistertes Feedback zu bekommen. Ich finde diese Weihnachtsdeko auch selbst sehr gelungen, das könnte sogar mein neuer Favorit werden. Meine bisherigen Lieblingsprojekte waren vor ein paar Jahren die ‚Osterhasen im Karottenauto‘, die einige Bürger auch ‚Monsterhasen‘ nannten. Oder der ‚Flieger‘ für den Kreisel in der Bachstraße: Das war eine Karotte mit Flügeln und einem Windrad als Propeller und einem der Monsterhasen als Piloten, das Ganze auf einem Eisenpfosten in rund drei Metern Höhe. Oder die Feuerwehrkutsche mit Leiter und Feuerwehrmann zum 125jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Oberasbach“, erzählt Jürgen Rißler, der seit 1999 für die Stadt Oberasbach arbeitet.

„Grundsätzlich werden mit den Bauhof-Dekorationen alle Stadtteile bespielt. Sie sollen möglichst jeweils ein Thema aufgreifen, das aber auch variiert werden kann. Es gibt immer auch ein ungeplantes, überraschendes Element. Bei der Umsetzung mit meinen Kollegen verfeinert sich ein Konzept dann in Zusammenarbeit auch oft noch“, so der Nürnberger Jürgen Rißler. Auch für den Verkehrskreisel in der Hochstraße gibt es diesen Winter eine extravagante Idee, Stichwort „Fässerhebeanlage“: Über diese werden rote und goldene Kugeln zum Christbaum befördert, die Engelchen mit ihrer Sternenkraft aus roten und gelben Bändern formen. Und am Bahnhof Unterasbach steht ein eiserner Handwagen mit Sternen – hier holen die Engelchen die „Zutaten“ für die Installation am Verkehrskreisel im Altort, wo mit der Zaubermühle aus dem Sternenstaub auf magische Weise viele Geschenke entstehen. Ein kleines Weihnachtswunder, diese Stadtdekoration!

Herzlichen Dank allen Bauhof-Mitarbeitern für ihren Einsatz!

(Autor: sm)

Einige Kommentare zur "Geschenkezaubermühle" bei Facebook:

"Von Mal zu Mal immer wieder eine Steigerung, super Mann mit Spitzenideen!"

"Fahre jeden Tag vorbei und fahre ab und zu eine Runde mehr, weil es so schön ist. Es verzaubert uns wie jedes Jahr. Weiter so!!!!"

"Wir Oberasbacher können uns echt glücklich schätzen so einen Bauhof mit so kreativen Köpfen zu haben. Da sollten sich so manch andere Bauhöfe/Stadtverwaltungen mal eine große Scheibe von abschneiden ;-) Danke für eure Arbeit, sie macht das Leben in unserer Stadt noch schöner!"

"Hab' heute ein paar Kreisel extra gedreht, weil's einfach so schön ist!"

"Jedes Jahr immer wieder so schööööön!"

"Das ist echt schön – meine Kleine freut sich jedes Mal, wenn wir vorbeifahren."

"Ist wieder sehr schön geworden!! Großes Lob!"

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