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Ehrengabe zum BdV-Kulturpreis 2017 für Dr. Michael Kroner

Bürgermeisterin Birgit Huber, Dr. Michael Kroner, BdV-Landesvorstand Christian Knauer

Vier von 29 Büchern von Dr. Michael Kroner

Am 18. Oktober 2017 wurde der siebenbürgischen Historiker und Publizist Dr. Michael Kroner im Oberasbacher Rathaus von Christian Knauer, Bayerischer Landesvorsitzender Bund der Vertriebenen, mit einer Ehrengabe zum BdV-Kulturpreis ausgezeichnet.

Der fast 83jährige Dr. Kroner, der in Weißkirch bei Schäßburg geboren wurde und seit Ende der 70er Jahre in Oberasbach lebt, hat stolze 29 Bücher zu Geschichte und Kultur der Siebenbürger Sachsen und der Deutschen in Rumänien sowie über die Geschichte Mittelfrankens veröffentlicht.

"Es ist mir eine Freude und Ehre, Sie, lieber Herr Dr. Kroner, mit der Ehrengabe zum BdV-Kulturpreis 2017 auszeichnen zu dürfen. Sie haben als Historiker und durch Ihr journalistisch-publizistisches Wirken zur Erhaltung, Pflege und Verbreitung siebenbürgisch-sächsischer Kultur ebenso beigetragen wie zum Selbstverständnis und zum Zusammenhalt der Gemeinschaft der Siebenbürger-Sachsen", so Knauer.

Der BdV-Kulturpreis 2017 wurde am 17. September am Zentralen Tag der Heimat des BdV-Landesverbandes Bayern in der Stadthalle Grafing vergeben. Der Hauptpreis ging an den Russlanddeutschen Chor "Heimatmelodie" aus Augsburg. Die Ehrengabe zum Kulturpreis erhielt neben Dr. Michael Kroner auch der Künstler und Bildhauer Fritz Brosig. Da Dr. Kroner bei der Verleihung am 17. September kurzfristig verhindert war, wurde sie im Oberasbacher Rathaus nachgeholt.

Aus der Laudatio von BdV-Landesvorstand Christian Knauer:

"Dr. Kroner wurde 1934 in Weißkirch bei Schäßburg geboren. 1945 wurden seine Eltern in die Sowjetunion deportiert. In den 1950er Jahren absolvierte er eine Lehrerausbildung und studierte Geschichte in Bukarest. 1972 promovierte er zum Doktor der Philosophie.

Nach Anstellungen als Lehrer im Kreis Bistritz in Siebenbürgen übernahm er 1968 eine Stelle als Kulturredakteur bei der in Kronstadt erscheinenden „Karpatenrundschau“ und arbeitete für einige Zeit am Kreismuseum dieser Stadt. Nach der Aussiedlung in die Bundesrepublik Deutschland Ende der 1970er Jahre fand Herr Dr. Kroner eine Beschäftigung beim Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Bis 1995 war er hauptamtlicher Archivpfleger des Landkreises Fürth. In Mittelfranken hat der Historiker seither eine zweite Heimat gefunden.

Der stets engagierte siebenbürgische Landsmann brachte sich auch aktiv in die kulturelle Bildung und in die Vertriebenenarbeit ein. Seit Jahrzehnten organisiert er Studienreisen nach Rumänien und trägt so wesentlich dazu bei, die Kultur und Geschichte seiner Landsleute lebendig und nachhaltig zu vermitteln. In seiner Laufbahn hat Dr. Kroner rund 1.800 Titel veröffentlicht – wissenschaftliche Artikel, Zeitungsberichte, Bücher und Essays.

Insgesamt hat er 29 Monografien zu Geschichte und Kultur der Siebenbürger Sachsen und der Deutschen in Rumänien sowie über die Geschichte Mittelfrankens veröffentlicht. Erst im vergangenen Jahr erschien eine Arbeit über den siebenbürgisch-sächsischen Pfarrer, Lehrer, Schulreformer, Schriftsteller und Politiker, Stephan Ludwig Roth, der sich in den Wirren der Nationalitätenkämpfe Mitte des 19. Jahrhunderts für die Rechte der Volksgruppen in Siebenbürgen eingesetzt hatte und deswegen hingerichtet wurde. Einige der von Dr. Kroner veröffentlichten Werke werden im Eingangsbereich der Stadthalle präsentiert. Sie sind herzlich eingeladen sich dort umzuschauen.

Stets hat Kroner versucht, die zahllosen Beziehungen und Verstrickungen der verschiedenen Völker in der Region aufzuzeigen. Hierfür erhielt er bereits einige hochkarätige Auszeichnungen. So wurde ihm unlängst die höchste kulturelle Ehrung des Verbandes der Siebenbürger Sachsen sowie die Carl-Wolff-Medaille verliehen. Heute kommt eine weitere hinzu – ich denke zu Recht."

Weitere Informationen zu Dr. Michael Kroner finden Sie beispielsweise hier.

Hintergrund:

Der Kulturpreis des Bundes der Vertriebenen, Vereinigte Landsmannschaften, Landesverband Bayern e.V. wird seit 2013 vergeben für künstlerische, literarische oder wissenschaftliche Beiträge oder für solche aus dem Bereich der Brauchtumspflege, die
- in den letzten drei Jahren in Bayern erstellt oder veröffentlicht wurden,
- Themen der Vertriebenen oder Spätaussiedler in Deutschland, des deutschen Ostens oder der deutschen Siedlungsgebiete in Ost- und Südosteuropa behandelten,
- das Verhältnis zwischen den Deutschen und den Völkern und Staaten Ost- und Südosteuropas in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zum Gegenstand hatten.












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