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Ein Auto aber viele Fahrer...

...Arbeitskreis Klimaschutz startet ein „Car Sharing“-Projekt in Oberasbach

VON HARALD EHM
Sich ein Auto mit mehreren Menschen zu teilen – diese Idee steckt hinter dem Stichwort „Car-Sharing“. In Oberasbach will der „Arbeitskreis Klimaschutz“, ein Zusammenschluss von Bürgern, ein derartiges Projekt in die Tat umsetzen. Der Startschuss für eine dreimonatige Testphase soll am 1. Januar fallen.
OBERASBACH — Tim Parth besitzt ein Auto. Der selbstständige Programmierer arbeitet allerdings oft von daheim aus. Braucht es da die eigene Benzinkutsche überhaupt? Der 29Jährige grübelt derzeit noch darüber nach. Schließlich ist er der „Interessenvertreter Car Sharing“ im Arbeitskreis. Ende 2010 ist der Oberasbacher zu der Runde gestoßen, mit einer Reihe von Ideen, „weil ich etwas für den Klimaschutz tun wollte“. Darunter befand sich auch das Thema „Car Sharing“, das nun realisiert wird.

Die Idee für das Projekt ist simpel: Es wird ein Fahrzeug-Pool gegründet, auf den mehrere Leute zurückgreifen. In Oberasbach gibt es derzeit einen Interessentenkreis von zehn bis 20 Personen. In der Testphase, die vom 1. Januar bis 31. März 2013 dauern soll, steht zunächst ein Pkw zur Verfügung. Wer das Auto benötigt, muss sich bei Tim Parth einen Tag vorher telefonisch oder per Mail melden und den entsprechenden Zeitraum reservieren.
Der Wagen wird am Parkdeck vor dem Rathaus stehen, im Montana- Hotel, so ist es derzeit angedacht, kann der Schlüssel abgeholt werden.

Ursprünglich sollte der Pool sogar aus vier Fahrzeugen bestehen. Doch zwei Mitstreiter mussten aufgrund von Veränderungen im persönlichen beziehungsweise beruflichen Bereich ihre Zusage zurückziehen, weil sie jetzt selbst stärker auf ihren Pkw angewiesen sind. Das Unternehmen startet deshalb mit einem Auto, ein zweites steht parat, wenn die Nachfrage sich entsprechend gestaltet.

Quer durch den Landkreis

Tim Parth sieht die Einsatzmöglichkeiten insbesondere für Einkaufsfahrten gegeben. Auch wer quer durch den Landkreis muss und sich nicht auf stundenlange Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr – den Parth ansonsten unter dem Aspekt Klimaschutz für eine gute Sache hält – einlassen will, ist ein potenzieller Adressat. „Mit dem Auto ins Geschäft zu fahren und es acht Stunden vor dem Büro stehen zu lassen, das lohnt sich dagegen nicht“, sagt er.

Pro gefahrenem Kilometer berappen die Nutzer 40 Cent, dazu kommt eine Stundenpauschale von 1,10 Euro. Die zehn Interessenten, die schon jetzt fest in der Testphase mitmachen, zahlen für die drei Monate außerdem eine Einlage von 50 Euro. Davon werden Versicherung, eventuelle Unfallschäden und die Kosten für Service-Termine in der Werkstatt beglichen. Ist der Tank des Wagens zur Hälfte leer, muss der jeweilige Nutzer an die Zapfsäule und nachfüllen lassen, bekommt dies aber nachher wieder erstattet. Endgültig unter Dach und Fach gebracht werden sollen die Modalitäten am Donnerstag, 29. November, im Bürger- Info-Treff am Rathaus. Wer Interesse am Thema hat, kann bei der Sitzung ab 19.30 Uhr vorbeischauen.

Beraten lassen haben sich die Oberasbacher im Übrigen vom Bamberger Car Sharing Verein, der bereits seit einigen Jahren bei der Thematik praktische Erfahrungen sammelt. Aus diesen Gesprächen hat der Klimakreis auch eine weitere wichtige Zahl mitgenommen: Pro Auto im Pool braucht es 14 Nutzer, damit sich das Modell rechnet. Auch aus Zirndorf gab es bereits erste Anfragen, Parth könnte sich vorstellen – sollte die Testphase erfolgreich verlaufen – auch die Bibertstadt mit einzubeziehen. Generell gilt aber bereits jetzt: Mitmachen kann jeder.

Mit dem „Car Sharing“ schiebt der Arbeitskreis ein Projekt an, das eine gewisse Öffentlichkeitswirksamkeit entfalten könnte. Dabei waren die Klimaschützer in der Vergangenheit nicht untätig. Davon durften sich jüngst auch die Stadträte überzeugen, als AK-Vertreter Jörg Hofmann im Gremium einen Abriss über die Aktivitäten der vergangenen zwei Jahre gab. Zu nennen wären etwa der Klimaschutzpreis, den die Stadt seit 2010 an Bauherren vergibt, eine Vortragsreihe in Koopertion mit der VHS oder verschiedene Besichtigungsfahrten.

Anmeldung zum Car Sharing

Tim Parth - weitere Informationen auch unter carsharing-oberasbach.de

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    Copyright (c)2012 Verlag Nuernberger Presse, Ausgabe 23.11.2012

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