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Eine Pelzmärtelfigur aus fair gehandeltem Kakao?

Firmenchef Hans Riegelein

Rund  zwanzig Personen haben am 22. September 2016 mit dem Oberasbacher AK Fairtrade einen Blick hinter die Kulissen der Cadolzburger Schokoladenfirma Riegelein geworfen. Trotz der anfänglichen kleinen Enttäuschung, dass die Produktionsräume aus hygienischen Gründen nicht betreten werden dürfen, wurde es doch ein sehr interessanter Nachmittag.

Die Confiserie Riegelein stellt derzeit ihre gesamte Produktion auf fair gehandelten Kakao um und nimmt hierbei bereits seit 2011 eine Vorreiterrolle ein. Am 15. Januar gewann der Marktführer im Schokoladen-Saisongeschäft die Online-Abstimmung um den Fairtrade-Publikumsaward 2016.
Eine große Fensterfront ermöglicht den Blick in einen Manufakturraum, wo Mitarbeiterinnen von Hand Schokoladenformen vorbereiten. Hans Riegelein persönlich informierte uns darüber, dass er mittlerweile an drei Standorten mit ca. 900 Mitarbeitern produziert. 90 Prozent des Umsatzes machen saisonalen Schokoladenfiguren aus, die zeitweise mit bis zu 50 Lastern pro Tag die Fabrik verlassen und in der ganzen Welt Abnehmer finden. Ein Film bot uns einen Einblick in den Kakaoanbau und das schwere Leben der Kakaobauern. Anschließend legte Hans Riegelein persönlich seine Gründe dafür dar, in seiner Schokoladenfabrikation nur noch fairen Kakao zu verwenden. Ein Besuch in Peru hatte ihn sehr beeindruckt; insbesondere die Tatsache, dass die Menschen, die dort den Kakao anbauen, noch nie Schokolade probiert hatten.

Durch den fairen Handel erhalten die Menschen eine bessere Lebensgrundlage und Bildung, so dass sie ihrem Lebensraum und ihrer Arbeit auf dem Land treu bleiben. Auch die Biodiversität wird gefördert, da die Bauern lernen, dass ihre Kakaopflanzen  besser gedeihen, wenn sie von verschiedenen anderen Bäumen  Schatten erhalten.

Man merkt Hans Riegelein, dessen Eltern eine Bäckerei betrieben, die Leidenschaft für die Erzeugung der Schokoladenfiguren an, die er als kleine Nettigkeiten bezeichnet. So berichtete er auch über die Tatsache, dass das gleiche Symbol in verschiedenen Ländern unterschiedliche Bedeutung haben kann. Und der von den protestantischen Franken an ihn herangetragene Wunsch nach einer Pelzmärtelfigur bringt ihn zum Grübeln, denn: „Wie sieht er denn eigentlich aus, der ‚Bulzermärtel‘?“Wer das weiß, darf sich gerne bei der Firma Riegelein melden!

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(Autor: Christa Bartsch)





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