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Eine "Stille Heldin" und sechs Ehrennadeln: Oberasbacher für Ehrenamt ausgezeichnet

Die Geehrten aus Oberasbach mit Landrat Matthias Dießl (3.v.l.): Uschi Hörig, Barbara Becker, Erika Heußinger, Ernst Rippel, Antje Müller, Ingrid Meister und Günter Kraus (von links)

"Junger Held" und "Stille Heldin": Sven Bissert aus Wilhermsdorf und Erika Heußinger aus Oberasbach

Der Landkreis Fürth hat am 30. Januar 2017 zum vierten Mal im Rahmen eines Ehrenabends Bürgerinnen und Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Landrat Matthias Dießl überreichte im Steiner Schloss Faber-Castell an über 40 Personen – darunter sechs Oberasbacherinnen und Oberasbacher – die Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold sowie die dazugehörigen Urkunden und ein kleines Präsent. Außerdem ehrte Dießl den “Jungen Helden 2016” und den “Stillen Helden 2016”, die zusätzlich jeweils einen Scheck von der Sparkasse Fürth in Höhe von 500 Euro erhielten. Das Geld dürfen sie für ihr ehrenamtliches Wirken einsetzen.

Mit einem Zitat des gerade verstorbenen ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eröffnete der Landrat den Ehrenabend: „Unsere Gesellschaft wäre ohne ehrenamtlich tätige Menschen nicht nur ärmer und kälter, sondern sie wäre auch weniger funktionsfähig.“ Ehrenamtliche Arbeit in all ihren Facetten und Tätigkeitsfeldern sei Ausdruck von Verantwortungsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, von Solidarität mit der Gemeinschaft. „Ehrenamt bedeutet, dass jemand etwas kostenlos tut, ohne Bezahlung, Vergütung, höchstens mit einer kleinen Aufwandsentschädigung einfach so – umsonst, nicht aber eben vergebens – eher unbezahlbar und äußerst wertvoll!“, so der Landrat.

Matthias Dießl bezog sich in seiner Ansprache auf eine im Jahr 2016 veröffentlichte Ehrenamts-Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), wonach insgesamt 40 Prozent der befragten 22.000 Menschen angaben, mindestens einmal im Monat anderen zu helfen. Davon gaben vier Prozent an, täglich oder annähernd täglich, 16 Prozent mindestens einmal wöchentlich und 20 Prozent mindestens einmal im Monat anderen zu helfen oder ehrenamtlich tätig zu sein. Auch jüngere Menschen engagieren sich ehrenamtlich: In der Altersgruppe der 15 bis 19-Jährigen geben bei der Umfrage neun Prozent an, täglich oder annähernd täglich zu helfen, 20 Prozent engagieren sich mindestens einmal in der Woche und 24 Prozent mindestens einmal im Monat. Ähnlich hoch sind die Prozentwerte bei den 20 bis 29-Jährigen.

Einer dieser jungen Menschen ist der 22 Jahre alte Sven Bissert aus Wilhermsdorf. Ihn zeichnete Matthias Dießl als “Junger Held 2016” aus. Sven Bisserts große Leidenschaft gilt der Jugendarbeit des TSV Wilhermsdorf. Er war Trainer der C-Jugend in der Saison 2013/2014 und 2014/2015. Weiterhin ist er Trainer der Mädchenmannschaft (B-Juniorinnen) seit April 2015. Sven Bissert ist aber nicht nur sportlich fit, er engagiert sich auch in der Funktionärsarbeit – “ohne die Vereine nicht funktionieren könnten”, wie Matthias Dießl sagte. Sven Bissert wurde von Wilhermsdorfs 1. Bürgermeister Uwe Emmert vorgeschlagen.

Es gibt auch viele Ehrenamtliche, deren Arbeit eher im Verborgenen abläuft, deren Arbeit aber dennoch unverzichtbar ist. Diese Beschreibung trifft auf Erika Heußinger aus Oberasbach zu. Sie wurde, initiiert durch den Seniorenrat Oberasbach auf Vorschlag von Oberasbachs Erster Bürgermeisterin Birgit Huber, als “Stiller Held 2016” geehrt. Erika Heußinger engagiert sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich beim Blutspende-Team des BRK und zugleich in der Cafeteria des Willy-Bühner-Heimes Oberasbach. So veranstaltet sie zweimal im Monat im Festsaal des BRK Willy-Bühner-Heimes einen „Filmnachmittag“. Auch ist sie stets zur Stelle, wenn Heimausflüge anstehen. Hier hilft sie den Heimbewohnern, die nicht mehr gut zu Fuß sind oder auch im Rollstuhl sitzen, um ihnen trotzdem eine Teilnahme an den Heimaktivitäten zu ermöglichen.

Wie der Landrat betonte, spielen Ehrenamtliche für den gesamten Staat eine äußert wichtige Rolle. Mit Blick auf den aktuellen Haushaltsentwurf sagte Matthias Dießl, dass 81 Prozent der Kreisumlage für soziale Leistungen verwendet werden. Je 1000 Euro seien das 810 Euro. „Doch man kann sich kaum ausmalen, wie diese Zahl aussehen würde, gäbe es nicht die vielen Ehrenamtlichen im sozialen Bereich”, betonte der Landrat. Das soziale Ehrenamt bezeichnete er als eine Stütze des Sozialstaats. Freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit beschränke sich aber nicht auf soziale Aufgaben, sondern umfasst nahezu alle Bereiche der Gesellschaft. „Die Demokratie lebt vom Ehrenamt“, zitierte der den ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss.

Die Ehrennadel in Bronze erhielten folgende Oberasbacher:

Günter Kraus war von September 1993 bis September 1998 Elternbeiratsvorsitzender der Pestalozzi-Hauptschule Oberasbach und seit der Gründung des Fördervereins der Pestalozzi-Mittelschule im Jahr 2000 ist er in der Funktion des 1. Vorsitzenden bis heute unermüdlich tätig.

Antje Müller engagiert sich seit 1991 im Willy-Bühner-Heim Oberasbach. Sie gibt den Bewohnern nahezu täglich Zuwendung. Außerdem ist sie bereits zum zweiten Mal in den Heimbeirat gewählt worden.

Die Ehrennadel in Bronze erhielt außerdem Barbara Scheuer. Die Fürtherin kommt seit Eröffnung des Willy-Bühner-Heimes im Jahr 1989 nahezu täglich in die Oberasbacher Einrichtung. Sie bedient Bewohner und Besucher, die zum Kaffee trinken kommen und schenkt den Senioren Aufmerksamkeit.


Die Ehrennadel in Silber erhielten folgende Oberasbacher:

Uschi Hörig war während ihrer Zeit als Sekretärin im Pfarramt St. Lorenz Oberasbach auf vielfältige Art und Weise ehrenamtlich in der Gemeinde tätig. Sie leitete in der Kirchengemeinde von 1979 bis Anfang 2016 ehrenamtlich den Frauenkreis. Darüber hinaus begleitete sie die alle zwei Monate stattfindenden Seniorennachmittage und -ausflüge über viele Jahre hinweg.

Ernst Rippel ist seit 34 Jahren aktives, ehrenamtliches Mitglied im Kreisverband Fürth des BRK. Derzeit nimmt er die Funktion des Bereitschaftsleiters der BRK-Bereitschaft Zirndorf wahr und ist somit verantwortlich für die Verwaltung und den Einsatz von deutlich über 100 ehrenamtlichen Mitgliedern. Seit Ende 2013 unterstützte er den Wiederaufbau der benachbarten BRK-Bereitschaft Oberasbach.

Die Ehrennadel in Gold erhielten folgende Oberasbacher:

Barbara Becker ist seit 40 Jahren aktives Mitglied im Frauenkreis St. Markus Altenberg, den sie mittlerweile schon seit Jahrzehnten leitet. Dort werden jede Woche verschiedene Handarbeiten ausgeführt – beispielsweise wird regelmäßig gestrickt. Die Waren werden auf dem Weihnachtsmarkt verkauft und der Erlös gespendet. Insgesamt ist auf diese Weise eine beträchtliche Summe an Spenden für wohltätige Zwecke zusammengekommen.

Ingrid Meister ist seit 1976 ehrenamtlich in der St. Markus Gemeinde Altenberg tätig. Sie gründete und leitete die Theatergruppe sowie verschiedene Jugendgruppen. Sie etablierte die Mädchenfreizeit, den Kindergottesdienst und die Kinderbibeltage. Außerdem ist sie Mitglied im Kirchenvorstand und dort als Vertrauensfrau in verschiedenen Ausschüssen.

Herzlichen Dank Ihnen allen, die Sie sich ehrenamtlich engagieren!

Eine Übersicht mit allen Geehrten finden Sie hier, weitere Fotos hier.

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