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Kein antiquiertes Ritual: Volkstrauertag 2017

Auch 2017 gab es zum Volkstrauertag wieder eine von Stadt Oberasbach und Sozialverband VdK organisierte Gedenkveranstaltung. Am 19. November waren neben Oberasbacher Stadträtinnen und Stadträten auch Vertreter des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, ein Reservist der französischen Streitkräfte sowie je eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Altenberg, der BRK-Ortsbereitschaft und der Oberasbacher Schützengesellschaft zum Friedhof in Unterasbach gekommen. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Posaunenchor Algebrass und die Blaskapelle Oberasbach. Eine Stunde vor der Gedenkveranstaltung am Unterasbacher Friedhof hatte bereits eine ähnliche Zeremonie am Kriegerdenkmal bei St. Lorenz in Alt-Oberasbach stattgefunden.

Bürgermeisterin Birgit Huber dankte allen Teilnehmenden: „Im Gegensatz zu vielen anderen ist Ihnen bewusst, dass der Volkstrauertag kein Tag der Ewig-Gestrigen ist, kein antiquiertes oder rückwärtsgewandtes Ritual, keine Verherrlichung des Krieges, keine pauschale Heroisierung deutscher Soldaten – und keine geschlossene Veranstaltung! Sondern ein wichtiger Tag zur Erinnerung und Mahnung, der auch für Völkerverständigung und für die Hoffnung auf ein friedvolles Miteinander in Gegenwart und Zukunft steht.“

Birgit Huber weiter: „Seit September 1945 hat es nur 26 Tage ohne Krieg gegeben. Die Zahl der Opfer dieser Kriege übersteigt die des Zweiten Weltkrieges erheblich. Europa wird seit Monaten immer wieder von heimtückischen Terroranschlägen islamischer Extremisten erschüttert. Nicht nur die großen Metropolen sind betroffen, sondern z.B. auch das nahe Ansbach. In dieser Stunde sind wir in Gedanken auch bei den Opfern dieser Anschläge und ihren Familien. Auch diese Toten verpflichten uns Lebende, dem Hass zwischen Völkern und Religionen entgegenzutreten und uns aktiv für unsere Werte einzusetzen. Wir alle dürfen nie vergessen: Frieden und Freiheit sind nicht selbstverständlich. Unsere Aufgabe, den Frieden zu wahren und die Menschenrechte zu achten, darf daher nie als abgeschlossen und erledigt angesehen werden!“

Da am Volkstrauertag auch der Opfer von Flucht und Vertreibung gedacht wird, ging Bürgermeisterin Huber auch auf den im Oktober vorgestellten Zeitzeugen-Film des Oberasbacher Heimatvereins ein, der inzwischen in voller Länge auf dem YouTube-Kanal der Stadt zu sehen sei.

Stefan Erhardt, 1. Vorsitzender VdK Oberasbach, mahnte anschließend in seiner Ansprache: „Auch heute noch wird im Namen von Ideologien gemordet. Bereits heute werden die meisten Kriege um Ressourcen geführt, und dieser Trend wird sich in Zukunft sicherlich weiter fortsetzen. Zum Beispiel das Gut Wasser wird immer mehr an Bedeutung und Wert gewinnen und der Auslöser für weitere Konflikte sein. Solche absehbaren Gefahren und Gründe abzuwenden liegt in unser aller Verantwortung.“

Nach dem von der 2. VdK-Vorsitzenden Margit Fischer vorgetragenen traditionellen Totengedenken wurden am Ehrenmal Kränze der Stadt Oberasbach, des VdK und der Bundesverteidigungsministerin niedergelegt.

Vor der Verabschiedung durch die Bürgermeisterin fragte Pfarrer Grober von der Kirchengemeinde St. Stephanus in seiner Ansprache mit Blick auf den Bestseller „Wann wird es endlich wieder so wie es nie war“ von Joachim Meyerhoff: „Wann schaffen es die Menschen endlich, in Frieden miteinander zu leben?“

Herzlichen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern!

Einen Bericht zur Zentralen Gedenkveranstaltung im Deutschen Bundestag lesen Sie hier.

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