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Kulturverein-Buch: Chronik lebendiger Städtepartnerschaften in vier Sprachen

Arnold Lehmann, Erste Bürgermeisterin Birgit Huber, Manfred Frank, Gerd Holzammer (von links)

Die Kulturverein-Chronik ist in vier Sprachen verfasst.

Seit 2002 kümmert sich der Oberasbacher Kulturverein um die Städtepartnerschaften der Kommune. In fast zweieinhalb Jahren Arbeit und komplett in Eigenregie entstand nun eine Chronik der Jahre 2002 bis 2016 der intensiv gepflegten Beziehungen zu Sachsen, Polen, Frankreich und Italien. Unzählige Stunden haben Manfred Frank, Gerd Holzammer, Arnold Lehmann und der verstorbene Lothar Brünner in dieses Mammutprojekt investiert. Jetzt können alle Interessierten die reich bebilderte Dokumentation an der Rathauskasse kaufen, die den Titel „Oberasbach verbindet: Städtepartnerschaften im Herzen Europas“ trägt. Das Besondere: Sie ist in allen vier Sprachen der internationalen Freundschaften verfasst.

Die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber, zugleich Kulturverein-Vorsitzende, ist begeistert: „In dem neuen Buch des Kulturvereins steckt soviel Herzblut, Zeit und Energie der Projektverantwortlichen, das sucht seinesgleichen. Mein ganzer Dank an alle Beteiligten! Grundlage für die engagierte Arbeit des Kulturvereins ist die Herzlichkeit und Offenheit der Bevölkerung in Oberasbach und den Partnerkommunen. Nur so können die Verbindungen Bestand haben, wachsen und gedeihen.“ Altbürgermeister Bruno Allar, ehemaliger Vorsitzender und Initiator der Partnerschaften mit Polen, Frankreich und Italien, ergänzt: „Die enge Verbundenheit der Oberasbacher mit ihren Freunden in Europa wird hier anschaulich dokumentiert.“

„Vor über zwei Jahren entstand die Idee die Städtepartnerschaften Oberasbachs zu dokumentieren. Einfach aus der Erkenntnis, dass schon nach zehn Jahren manches in Vergessenheit gerät. Es fehlen jetzt schon viele Zeitzeugen. Und selbst ein Bruno Allar konnte sich nicht mehr an alles erinnern. Zwar haben wir zum zehnjährigen Jubiläum der Partnerschaft mit Frankreich ein kleines Büchlein zu den persönlichen Begegnungen herausgebracht. Aber wir hatten bisher keine richtig umfassende Chronik“, erzählt Kulturverein-Kassier Arnold Lehmann. „Es stand von Anfang an fest, das Buch muss in vier Sprachen erscheinen, man will es ja gemeinsam mit den europäischen Freunden lesen. Und es soll ohne professionelle Hilfe erstellt werden. Keinem der Beteiligten war allerdings klar, was das dann bedeutet. Und wie finanziert man ein solches Projekt? Dankenswerterweise wurden wir dabei von der Bürgerstiftung Oberasbach und dem Bezirk Mittelfranken unterstützt“, so der ehemalige Betriebsratsvorsitzende.

Gerd Holzammer, pensionierter Gymnasiallehrer für Französisch und Englisch und Oberasbacher Altstadtrat, erinnert sich: „Besonders das Einbinden der Partnerstädte, vor allem beim Thema Übersetzung, gestaltete sich sehr schwierig. Denn wie erklärt man in den drei anderen Sprachen regionale Besonderheiten oder Begriffe, die es in der anderen Sprache mit gleicher Bedeutung nicht gibt? 2016 als eigentlich geplantes Erscheinungsjahr war so nicht zu halten. Deshalb deckt die Chronik noch ein Jahr mehr ab.“

Man kann nur erahnen, welcher Aufwand in diesem Buchprojekt steckt. Anfangs wurde das dreiköpfige Redaktionsteam unterstützt durch den vor fast genau einem Jahr  plötzlich verstorbenen pensionierten Kunst- und Techniklehrer Lothar Brünner, einem lange Jahre sehr aktiven Mitglied des Kultur- und auch des Heimatvereins und kreativer Bühnenbildner für den Theaterverein der Freiwilligen Feuerwehr Rehdorf. Weitere Einblicke in den Arbeitsprozess kommen von Manfred Frank: „Die Recherche der Fakten und Fotos haben wir uns nach Jahren aufgeteilt. Parallel zur Arbeit an dem Buch haben wir auch gleich eine Datenbank angelegt. Ideen für Aufbau und Gestaltung haben wir u.a. von einem viersprachigen Buch über den Schwarzwald übernommen, das Arnold mal geschenkt bekommen hatte. Gesetzt haben wir die Publikation mit dem Freeware-Programm Scribus, das schon sehr gewöhnungsbedürftig ist. Nicht selten saß ich eine ganze Woche lang jeden Tag zwei Stunden pro Tag für dieses Projekt vor dem Rechner. Damit mehrere Leute gleichzeitig daran arbeiten konnten, haben wir das Programm auf einer externen Festplatte installiert und diese immer hin- und hertransportiert. Ich bin sehr zufrieden mit dem über 240 Seiten starken Ergebnis, aber auch froh es endlich vom Schreibtisch zu haben. Wir sind auf jeden Fall alle sehr stolz auf unser Baby“, kommentiert der Elektroingenieur und Stadtrat erleichtert.

So stolz, dass das Gemeinschaftswerk nun auch allen Freunden in Europa gezeigt werden soll. In Polen wurde es Mitte Juni beim Stadtfest präsentiert, im August soll Niederwürschnitz in Sachsen folgen, Anfang September beim 15jährigen Jubiläum Frankreich und zum Abschluss beim nächsten Besuch in Italien. Neue Mitglieder sind im Kulturverein übrigens immer herzlich willkommen!

Zum Preis von 15 Euro ist das Buch „Oberasbach verbindet: Städtepartnerschaften im Herzen Europas“ ab sofort im Oberasbacher Rathaus an der Kasse erhältlich. Ein Ansichtsexemplar liegt auch im Partnerschaftsregal in der Stadtbücherei aus.

Weitere Informationen auf www.kulturverein-oberasbach.de!

Herzlichen Dank allen Beteiligten für das enorme Engagement!

Hintergrundinformation:

Bereits 1991 schlossen Oberasbach und die sächsische Gemeinde Niederwürschnitz eine  Städtepartnerschaft. Zwischen 1999 und 2005 folgten die Partnerschaften mit der polnischen Stadt Olawa, der französischen Verwaltungsgemeinschaft L’Aurence Glane Développement und der italienischen Stadt Riolo Terme. 2002 wurde der Kulturverein Oberasbach gegründet, der seither die exzellenten Beziehungen zu den Partnerstädten pflegt. Jedes Jahr bietet der Kulturverein mehrere Begegnungsfahrten zu den Freunden in Sachsen und Europa an. Ebenso organisieren die Mitglieder des Vereins bei den regelmäßigen Besuchen aus den Partnerstädten ein gemeinsames Kultur- und Unterhaltungsprogramm und die Unterbringung der Gäste. Auch der Jugendaustausch auf internationaler Ebene und allgemein die Förderung von Kultur und Völkerverständigung sind Herzensangelegenheiten der rund hundert Mitglieder des gemeinnützigen und parteipolitisch unabhängigen Kulturvereins. Seit 2002 sind so viele internationale Freundschaften entstanden.

Ziele des Kulturvereins für die kommenden Jahre:

•    Ausbau und Pflege der vorhandenen Partnerschaften
•    Einbeziehung von möglichst vielen Mitbürgern, Vereinen und Gruppierungen in die Aktivitäten des Kulturvereins, kontinuierliche Erhöhung der Mitglieder und Gewinnung von mehr Gastgebern/-eltern
•    Weitertragen und Ausbauen des europäischen Gedankens
•    Austausch und Fortführung kultureller und ethnischer Werte
•    Intensive Einbeziehung der vhs in die Besuchsprogramme, um Lust auf das Erlernen von Fremdsprachen zu machen
•    Verstärkter Jugendaustausch, bei dem das Kennenlernen der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Partnerstädten im Fokus stehen soll

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