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Neuer Spazier- und Radweg: Asbach-Abschnitt an den Kreutleser Wiesen ist naturnah umgestaltet

Der Heimatverein Oberasbach informierte sich vor Ort über das Projekt.

Christoph Gräßle (rechts) erläutert den Masterplan der Walter-Weichlein-Stiftung (von links im Bild: Gero Siegle und Peter Fuchs)

Nächstes Jahr soll hier alles deutlich grüner sein!

Details zu EKT (links) und RÜB (rechts davon) von Gero Siegle

So sieht das aktuelle Stiftungsprojekt auf dem Papier aus.

Edith Klein vom Heimatverein (Mitte) ist begeistert.

Die Vision von Walter Weichlein wird immer mehr Wirklichkeit.

Es sieht alles noch ein wenig roh und unfertig aus, aber dennoch sind die Ende Februar gestarteten Asbach-Renaturierungsarbeiten an den Kreutleser Wiesen bereits abgeschlossen. Zwischen Gängle und Häsigweg wurde der Bach ein gutes Stück versetzt und naturnah umgestaltet, hier schlängelt sich der zuvor schnurgerade verlaufende Asbach auf einer Länge von rund 400 Metern nun wieder. Ein neuer Spazier- und Radweg mit einer Granitdeckschicht und drei Eichenholzstegen mit wuchtigen, 1,30 Meter hohen Geländern führt jetzt hier am Asbach entlang. Drei neue Sitzbänke sind noch geplant. Das aktuelle Projekt der Walter-Weichlein-Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes sowie der Neubau der benachbarten Abwasseranlagen sind im Zeit- und Kostenplan.

„Es wird hier in den nächsten Monaten erst einmal weiterhin so roh aussehen. Denn gemäß den Vorgaben der Unteren Naturschutzbehörde setzen wir hier auf den natürlichen Anflug von Samen, es gibt lediglich auf dem Oberboden eine Initialpflanzung an Ufergehölzen. Bereits jetzt wachsen aber im Bachbett und an den Böschungen u.a. Wasserminze, Bachbunge, Kamille, Amaranth und Klee. Auch die teilweise senkrechten Böschungen sind übrigens so gewollt. Sie können von allein erodieren und bieten z.B. Sandbienen einen Lebensraum“, erklärte der zuständige Experte Christoph Gräßle vom Fürther Planungsbüro für Landschaftsökologie + Planung bei einem Vor-Ort-Termin mit der Stiftung und dem Heimatverein am 15. Oktober. „Wir haben auch Kalksteine als Störsteine eingebracht, um z.B. Kleinfischen Rückzugsmöglichkeiten bieten. Ziel der Maßnahmen ist es, dem Asbach mehr Raum zu geben, so dass er sich seinen Verlauf selbst suchen kann.“

Der neue Abschnitt der Asbach-Renaturierung konnte so schnell realisiert werden, da in direkter Nachbarschaft an der Jahnstraße ein unterirdisches Regenüberlaufbecken (RÜB) und ein 4870 Kubikmeter fassender Entlastungswasser-Klärteich (EKT) gebaut werden mussten. Sie sollen den Asbach bei Starkregen von Niederschlagswasser entlasten. Die Stadt entspricht mit diesen neuen Anlagen den gestiegenen Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Bereich Gewässerschutz in Verbindung mit dem Wasserhaushaltsgesetz sowie den Auflagen des Landratsamtes. An Gesamtkosten für RÜB und EKT sind rund drei Millionen Euro geplant, davon etwa 2,4 Millionen für die reine Bautechnik. Die beiden Anlagen gehen nun planmäßig bis 31. Dezember in Betrieb, der Probelauf findet in KW 47 statt. „Noch ergänzt werden müssen ein paar Einrichtungen aus dem Bereich Elektro- und Maschinentechnik und ein Zaun, der die neuen Abwasseranlagen eingrenzt. Dieser wird nach Gemeindeunfallversicherung GUV 1,80 Meter hoch. Nächstes Jahr erfolgt dann eine Eingrünung mit Bäumen“, so der Nürnberger Ingenieur Gero Siegle, der mit seinem Büro den Bau der technischen Anlagen verantwortet.

Die Asbach-Renaturierung an den Kreutleser Wiesen ist nach der naturnahen Umgestaltung in Rehdorf zwischen Fröbelstraße und „Stürmersweg“ und dem im Frühjahr 2014 umgesetzten Teilbereich Sattlerwiese das dritte Projekt am Asbach und die zweite Maßnahme der Stiftung des ehemaligen Oberasbacher Stadtrates Walter Weichlein. Seine Vision: den Asbachgrund als „Grüne Mitte Oberasbachs“ zu entwickeln und dabei Naturschutz, Landwirtschaft, Stadtentwicklung und Erholung unter einen Hut zu bringen. Als nächstes soll 2017/2018 die Lohbauer Wiese umgestaltet werden, die die Lücke zwischen Sattlerwiese und den Kreutleser Wiesen schließt. „Die Stiftung nutzt jede Gelegenheit, um Grundstücke am Bach zu kaufen“, erinnerte Vorstandsmitglied Peter Fuchs.

Das letzte Wort hatte bei der Begehung die 2. Heimatverein-Vorsitzende Edith Klein: „Vielen Dank für diese großartige Führung! Wir finden die Arbeit der Walter-Weichlein-Stiftung super und werden auf jeden Fall als Multiplikatoren für dieses Projekt wirken. Schließlich muss man doch wissen, was hier bei uns so vor sich geht!“

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier. Zum ersten Abschnitt des Walter-Weichlein-Weges finden Sie hier unseren Bericht.

(Autor: sm)

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