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Nochmalige Bürgerbeteiligung zur Gestaltungssatzung für den Altort Oberasbach

Im Stadtteil Oberasbach und dort ganz speziell im Altort stehen die ältesten Gebäude der Stadt mit einem typischen regionalen Baustil und einem unverwechselbaren Erscheinungsbild sowie der St.-Lorenz-Kirche als alles überragender Mittelpunkt. Verschiedene umfangreichere Bauabsichten ließen befürchten, dass dieses prägende Ortsbild verloren gehen könnte. Da Stadtrat und viele Bürgerinnen und Bürger das Gebiet als besonders erhaltenswert einstuften, reiften bereits vor einiger Zeit die Überlegungen die Gestaltung in gewisse Bahnen zu lenken.

Das Architekturbüro Sesselmann aus Nürnberg wurde daher bereits 2007 mit Gebäudeaufnahmen und einer Grobanalyse beauftragt. Neben der Behandlung in den Gremien fand eine umfangreiche Bürgerbeteiligung statt. Im Herbst 2008 informierte eine Ausstellung im Heimatmuseum über das Thema "Grobanalyse und Gestaltungsfibel". Aus einer dabei erfolgten Umfrage und einem Informationsabend entstandene Anregungen und Wünsche flossen in die Planungen ein.

Im Umwelt-, Bau- und Grundstücksausschuss sowie im Stadtrat war das Thema Gestaltungssatzung mehrmals Gegenstand der Beratungen. Zuletzt befasste man sich damit in der Sitzung am 19. Juli 2011. Das Gremium wollte jedoch die Gestaltungssatzung nach dieser relativ langen Verfahrensdauer nicht ohne nochmalige Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern verabschieden.

Zunächst ist nun zur Zielfindung für die Entwicklung und Gestaltung des Altortes Oberasbach am 9. Dezember im Rathaus ein „Workshop“ terminiert. Eingeladen dazu werden Bürgerinnen und Bürger, die sich bereits bei der Fragebogenaktion im Jahr 2008 zu einer aktiven Mitarbeit bereit erklärt hatten. Jederzeit können sich aber auch weitere Interessenten zu dieser Veranstaltung anmelden. Weitere Auskünfte dazu erteilt Frau Wiegel vom Bauamt unter der Telefonnummer 9691-164.

Die allgemeine Bürgerinformation startet dann mit einer Wiederholung der früheren Ausstellung im Foyer des Rathauses vom 10. bis zum 31. Januar 2012. Anhand von Plänen, Zeichnungen und Modellen werden die Entwicklung der Gestaltungssatzung und mögliche Inhalte aufgezeigt. Am Ende lädt die Stadtverwaltung dann für den 30. Januar 2012 um 19.30 Uhr zu einer Ortsteil-Bürgerversammlung in das Feuerwehrgerätehaus Oberasbach, Roßtaler Straße 10, ein. Thema ist dabei ausschließlich die Ortsentwicklung und speziell die Gestaltungssatzung. Deren Ziele und mögliche Festlegungen werden dabei vorgestellt und die begleitende Gestaltungsfibel erläutert bzw. erklärt. Die federführende Architektin Brigitte Sesselmann und die Stadtverwaltung werden dabei natürlich auf spezielle Fragen der Anwesenden direkt eingehen.

Eine Gestaltungssatzung regelt insbesondere die äußere Form der Bauvorhaben. Sie erfasst dabei auch eventuell genehmigungsfreie Bauabsichten, hat jedoch nicht die Qualität eines Bebauungsplanes.

Dass das „alte Oberasbach“ angesichts seines Ortsbildes und der gebauten Tradition zu bewahren ist, darüber herrscht überwiegend Einigkeit. Die gestalterischen Merkmale sind Ausdruck von Individualität und Zusammengehörigkeit zugleich. Die St.-Lorenz-Kirche, als älteste Kirche im gesamten Stadtgebiet, soll auch künftig durch die Beschränkung der Gebäudehöhen in ihrem Umfeld beim Blick auf Oberasbach den sichtbaren Mittelpunkt bilden. Durch die sog. „Raumkanten“ der Gebäude zum Straßenraum unterscheidet sich der Altort Oberasbach von den neueren Siedlungsbereichen. Deren Erhalt garantiert den individuellen Charme der Straßenräume.

Im Altort ist das bauliche Erbe vergangener Generationen noch in einem größeren räumlichen Zusammenhang spürbar. Um dieses Ortsbild zu erhalten, reichen Baurecht und Bebauungsplanung allein nicht aus, es bleibt nur die Möglichkeit einer Gestaltungssatzung.

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