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Oberasbach fairbindet: Wir sind die 111. Fairtrade-Stadt in Bayern!

Zweiter Bürgermeister Norbert Schikora, Christa Bartsch vom AK Fairtrade, Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz (von links)

Schon 36 Akteure machen sich bei uns für fairen Handel stark.

Der Weltladen von St. Markus bot bei der Feier vielfältige faire Produkte zum Kauf an.

...ebenso Marion Schulz von KüchenTeam Schulz und Lunas Futterladen.

Die Ausstellung „Nach St(r)ich und Faden – Die Wahrheit über Mode-Mythen“ ist noch bis 17. März im Oberasbacher Rathaus-Foyer zu sehen.

Das neue Logo der Fairtrade-Stadt Oberasbach zeigt das markante achteckige Rathaus, „mobile Bäume“ als Symbol für den kommenden Multifunktionsplatz am Rathaus, die vier Kirchen der Stadt, ein Stück des renaturierten Asbachgrundes sowie das Naturschutzgebiet Hainberg mit der Blauflügeligen Ödlandschrecke.

Im Februar 2016 hatte sich Oberasbach unter Federführung des Aktionskreises Fairtrade um Christa Bartsch auf den Weg zur Fairtrade-Stadt gemacht, am 6. März 2017 war es dann soweit: Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz, Gründungs- und ehemaliges Vorstandsmitglied von TransFair e.V., übergab im Rathaus-Foyer dem Zweiten Bürgermeister Norbert Schikora offiziell die Urkunde. Oberasbach ist damit die 461. Kommune in Deutschland, die sich für fairen Handel stark macht, und die 111. in Bayern.

Norbert Schikora wies bei der Feierstunde mit rund 50 Gästen, darunter auch viele Oberasbacher Stadträtinnen und Stadträte, Landtagsabgeordnete Petra L. Guttenberger, Landrat Matthias Dießl  sowie weitere Politprominenz aus den ebenfalls fairen Nachbarkommunen Stein und Zirndorf, auf die globale Bedeutung des Themas Fairtrade hin: „Fairer Handel ist ein Friedensprojekt. Denn ohne Wohlstand und Perspektive für alle wird es kein Ende der Gewalt geben, weder weltweit noch bei uns. Freihandelsabkommen sind derzeit die große Diskussion – doch es muss mehr als nur der freie Marktzugang geregelt werden. Deswegen gilt: Aus dem freien Markt muss auch ein fairer Markt werden!“ Schikora dankte Christa Bartsch und den weiteren Mitgliedern des Aktionskreises Fairtrade herzlich für ihr großes Engagement im Rahmen der Bewerbung um die Auszeichnung als Fairtrade-Stadt. „Ich freue mich, dass wir dem Motto unserer Stadt, ‚Oberasbach verbindet‘, mit diesem Projekt eine weitere Facette hinzugefügt haben!“

„Wir alle wollen nicht 16 Stunden arbeiten oder unsere Kinder zur Arbeit schicken müssen, wir wollen nicht in Fabriken arbeiten, die über uns zusammenbrechen oder ohne Schutz mit giftigen Chemikalien hantieren müssen, wir wollen nicht rechtelos sein oder ausgebeutet werden – also müssen wir diese Rechte auch allen anderen Menschen zugestehen. Deshalb ist fairer Handel so wichtig!“, appellierte Christa Bartsch anschließend. In Oberasbach hat sich bereits ein breites Bündnis für dieses Thema gefunden: 15 Unterstützer aus Handel und Einzelhandel, zwei Dienstleister, fünf Restaurants und Hotels, drei Kirchengemeinden, vier Schulen und vier Vereine machen mit, ebenso die Stadtverwaltung, die vhs, der städtische Bauhof und das Jugendhaus „Ich bin sehr froh, dass so viele Akteure aus ganz unterschiedlichen Bereichen sich am fairen Handel beteiligen – sogar faire Särge haben wir in Oberasbach! Jetzt geht es darum, die Bürger zu informieren und sensibilisieren, damit dieses gute Angebot auch nachgefragt und eifrig genutzt wird. Alle können mithelfen!", ergänzte Christa Bartsch. Besonders dankte Frau Bartsch ihrer Mitstreiterin Heidi Eisner, die seit 1979 den Weltladen bei St. Markus betreue und somit eine Pionierin für fairen Handel in Oberasbach sei.

"Etwa 310 Firmen bieten bei uns über 3.000 faire Produkte an. Deutschland ist ein sehr dynamischer Fairtrade-Markt. Aber mit zwölf Euro pro Kopf und Jahr für fairen Konsum liegen wir noch weit hinter Österreich, Holland, Großbritannien und Spitzenreiter Schweiz!", wusste Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz, der für die Verleihung der Urkunde als Fairtrade-Stadt eigens aus Wuppertal angereist war. Das Gründungs- und ehemalige Vorstandsmitglied der Initiative TransFair e.V., die dieses Jahr ihr 25jähriges Bestehen feiert, verkündete, dass Oberasbach nun die 461. Fairtrade-Stadt in Deutschland und die 111. in Bayern sei. Außerdem erinnerte Holz daran, dass die Auszeichnung nach zwei Jahren rezertifiziert werden müsse: „Für die Titelerneuerung prüfen wir die fortwährende Erfüllung der fünf Kriterien, die Sie auch im ersten Bewerbungsprozess nachweisen mussten. Grundsätzlich wünschen wir uns natürlich, dass eine Auszeichnung nicht das Ziel, sondern der Startschuss für weiterführendes Engagement ist.“

Dafür sorgt in Oberasbach der AK Fairtrade: Während des Oberasbacher Trempelmarktes am 13. Mai werde der Aktionskreis beispielsweise wieder ein Faires Frühstück ausrichten, diesmal im Rathaus-Foyer, kündigte Frau Bartsch an.


Die Zertifizierungsfeier war zugleich die Eröffnung einer kleinen, von der Christlichen Initiative Romero (CIR) gestalteten Posterausstellung zum Thema faire Mode: „Nach St(r)ich und Faden – Die Wahrheit über Mode-Mythen“ ist im Oberasbacher Rathaus-Foyer noch bis 17. März zu den herkömmlichen Öffnungszeiten zu sehen.


Weitere Informationen zum AK Fairtrade und zur Fairtrade-Stadt Oberasbach finden Sie auf unserer neuen Unterseite fairtradestadt.oberasbach.de!

Als kleines Dankeschön an alle Gäste hatte Blumen Schlegel aus Unterasbach faire Rosen gestiftet, von Angie’s Café kam das Baguette für das faire Buffet. Der Posaunenchor St. Lorenz Oberasbach hatte die Feierstunde zudem schmissig untermalt.

Hier sehen Sie weitere Eindrücke von der Zertifizierungsfeier.

Allen Helferinnen und Helfern bei der Zertifizierungsfeier und allen Unterstützern von fairem Handel in Oberasbach herzlichen Dank!


(Autor: sm)

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