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Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia

Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia

Im Oktober letzten Jahres war Bürgermeisterin Birgit Huber gemeinsam mit dem Kulturverein Oberasbach schon einmal zu Besuch in Cervia und war mehr als überrascht, als die Stadt Oberasbach in diesem Jahr die Einladung erhielt, den goldenen Ring für die 571. Meereshochzeit zu überbringen. Gern nahm die Stadt Oberasbach diese Einladung an und war vom 15. bis 18. Mai Ehrengast bei den traditionellen Feierlichkeiten im italienischen Badeort.

Cervia gehörte lange Zeit zum Vatikan und ist berühmt für sein Salz, das seit Jahrhunderten in den Salinen der Stadt aus dem Meerwasser gewonnen wird. Das feine „Sale fiore“ oder „Sale dei Papi“ (Salz der Päpste), das zuerst abgeschöpft wurde, war stets für den Papst bestimmt.

Jedes Jahr an Christi Himmelfahrt gibt es in Cervia, dem bekannten Badeort an der italienischen Adria zwischen Ravenna und Rimini, ein Spektakel der besonderen Art. Die Stadt feiert zusammen mit der katholischen Kirche die Meereshochzeit „Sposalizio del Mare“.

Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia
Oberasbach überreicht den Ring bei der Meereshochzeit in Cervia


Die Meereshochzeit selbst geht auf das Jahr 1445 zurück. Damals kam der Bischof von Cervia, Pietro Barbo, aus Venedig zurück und geriet in einen furchtbaren Sturm.  Der Legende nach segnete er das Meer und warf seinen Ring in das Wasser.  Auf diese Weise konnte er die See beruhigen und Schiff und Matrosen retten. Der Bischof legte das Gelübde ab, jedes Jahr am Himmelfahrtstag die Zeremonie zu wiederholen – bis heute wird diese Tradition gepflegt.

Schon zwei Tage vor der eigentlichen Meereshochzeit geht es in dem Ort drunter und drüber. Im historischen Zentrum werden Bühnen, Bretterbuden, Tische und Bänke aufgebaut.  Verschiedene Krämermärkte bieten Spezialitäten der Region an – Salami, Parmaschinken, Salz.  In diesem Jahr war die Stadt Oberasbach mit einem Stand vertreten, an dem es neben Bratwurst im Laugenteig und Schlehenbrand natürlich auch Bier zum Probieren gab.

Vor der historischen Zeremonie am Sonntag fand das traditionelle Bogenschießturnier statt. Hier stellte sich Oberasbachs 2. Bürgermeister Norbert Schikora seinem Herausforderer, Cervias Bürgermeister Luca Coffari. Nachdem Norbert Schikora das Duell gewonnen hatte, nannte Luca Coffari seinen Kontrahenten anerkennend „Robin Hood von Oberasbach“.

Angeführt von den Fahnenschwingern aus der Keramikstadt Faenza zogen nach dem Gottesdienst, den Erzbischof Giuseppe Verucchi  feierte, Gruppen in traditionellen venezianischen Kostümen, Salinenarbeiter mit einem der typischen Salz-Schubkarren und Musikkapellen in einem großen Umzug von der Kathedrale zum Hafen. Dort warteten bereits Hunderte von Menschen in Dutzenden kleiner und großer Boote darauf, endlich in See zu stechen. Nachdem das Schiff des Erzbischofs mit den geistlichen und weltlichen Würdenträgern und den Ehrengästen aus Oberasbach das offene Meer erreicht hatte, segnete der Erzbischof von Ravenna und Cervia das Meer und warf den Ring hinein. Anschließend tauchten die jungen Männer der Stadt Cervia in den Fluten der Adria nach dem Ring, der das Wohlergehen der Stadt für ein Jahr bewahren soll.  Der überglückliche Ringfänger wurde bis in die Nacht hinein gebührend gefeiert.

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