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Oberasbacher Bürgermedaille für Margit Möttingdörfer, Helmut Michel und Franz Teletzky

Bürgermeisterin Birgit Huber verleiht die Bürgermedaille an Margit Möttingdörfer.

Die zweite Bürgermedaille ging beim Neujahrsempfang an Helmut Michel.

Die dritte hochverdiente Ehrung erhielt Franz Teletzky.

Beim Neujahrsempfang der Stadt Oberasbach am 12. Januar 2017 in der Tanzschule Forum wurde erstmals wieder seit 2014 die Bürgermedaille verliehen: Mit Margit Möttingdörfer, Helmut Michel und Franz Teletzky erhielten gleich drei verdiente Persönlichkeiten die hohe Auszeichnung von der Ersten Bürgermeisterin Birgit Huber.

Margit Möttingdörfer wurde geehrt für ihr ehrenamtliches Engagement in unserem Bürger-Info-Treff, den sie mitinitiiert hat, außerdem im Stadtseniorenrat und vor allem in der Kirchengemeinde St. Stephanus. „Es geht das Gerücht um, dass Frau Möttingdörfer schon seit der Reformation für die evangelische Kirche arbeitet“, scherzte Birgit Huber bei der Verleihung.

Ihr umfassendes Engagement für St. Stephanus ist das Lebenswerk von Margit Möttingdörfer. Sie hat stets Dienste, Verantwortung und Führungsaufgaben zum Wohle der Mitmenschen in der Gemeinde übernommen. Mit zehn Jahren war sie bereits im Kirchenchor aktiv und das ist sie bis heute.

Seit 1969 ist sie Mitglied im Frauenkreis, dessen Leitung sie vor 20 Jahren auch übernommen hat. Schon seit 37 Jahren ist sie im Seniorenkreis aktiv. Rund 30 Jahren bereits ist sie als Lektorin beim Besuchsdienst, Gemeindebrief-Austrägerin und Kirchenpflegerin. 1982 wurde sie zum Kirchenvorstand gewählt und 2012 zusätzlich Vertrauensfrau. Damit nicht genug: Frau Möttingdörfer ist seit 1993 Dekanatsbeauftragte, außerdem kümmert sie sich in Vertretung um den Messdienst und seit 20 Jahren um das Friedensgebet.

Brigit Huber schloss ihre Laudatio mit den Worten: „Liebe Frau Möttingdörfer, der Ältestenrat der Stadt lobt in seiner Begründung zu dieser Auszeichnung Ihre absolute Zuverlässigkeit und vielfältige Hilfsbereitschaft. Überall wo Not ist, bieten Sie Ihre Hilfe an und scheuen sich bis heute nicht, an vielen Positionen Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Zu Ihren Führungsaufgaben gehört es, auch mal die Dinge beim Namen zu nennen – offen und direkt bringen Sie Themen auf einen Punkt und tragen so zur Klärung in mancher Diskussion bei. Für Ihre Gruppen sorgen Sie wie eine Mutter, halten sie zusammen und verhelfen ihnen zur richtigen Beachtung.“

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Die zweite Bürgermedaille des Abends ging an Helmut Michel. Herr Michel ist im Diakonieverein aktiv, im Heimatverein und bei Greenpeace. Dazu kommt sein Engagement im Stadtseniorenrat und in der Arbeitsgruppe Stellensuchender im Landkreis Fürth. Für letztere war er seit 2007 Mitarbeiter im Arbeitskreis für Oberasbach und seit 2009 Koordinator bzw. Vorsitzender im Landkreis.

Vor allem aber ist Helmut Michel unser „Mister Bürger-Info-Treff“. Das B-I-T am Rathaus geht auf die Initiative von Herrn Michel zurück, er ist Koordinator der einzelnen Gruppen und der „Kümmerer“ schlechthin für den offenen Treff. Eines seiner Herzensprojekte ist auch die Planung und Begleitung eines Mehrgenerationen-Wohnprojekts in Zusammenarbeit mit der Diakonie.

Auch für den Elternbeirat im Kindergarten der AWO an der Kulmbacher Straße, den Elternbeirat in der Grundschule Altenberg und im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Oberasbach engagierte sich Herr Michel. Von 1978 bis 1986 war er Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von St. Johannes, danach dort zuletzt von 2006 bis 2014 weiterhin Mitglied des Pfarrgemeinderates. Er war Organisator von Gemeinschaftswochenenden in Vierzehnheiligen und Himmelspforten und arbeitet überaus aktiv im Aktivkreis +/- 60 mit.

In jeder Lebensphase stellte sich Helmut Michel sowohl im Beruf wie auch im Ruhestand öffentlichen Aufgaben und übernahm stets Verantwortung und Führungsaufgaben zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Bürgermeisterin Huber lobte den Geehrten: „Helmut Michel glaubt an das Gute im Menschen. Darum ist es ihm eine Herzensangelegenheit, bei Konflikten und Auseinandersetzungen auszugleichen und überparteilich zu vermitteln. Hier hilft ihm auch sein freundlicher Humor. Von Misserfolgen lässt er sich nicht entmutigen, sondern bleibt unermüdlich und ausdauernd bei der Sache und sucht stets kreativ nach neuen Lösungswegen. Helmut Michel kümmert sich fürsorgend um Menschen, denen es nicht gut geht und die in schwierige Situationen geraten.“

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Die dritte Bürgermedaille erhielt am 12. Januar Franz Teletzky. Er ist vielen sicher auch als Gemeinde- bzw. Stadtrat der Jahre 1984 bis 1996 ein Begriff. Er hat sich aber nicht nur als Kommunalpolitiker und vier Jahre lang als Pfarrgemeinderat in unsere Gemeinschaft eingebracht. Sein Lebenswerk ist seine Arbeit für die Sudetendeutsche Landsmannschaft: 37 Jahre lang hat sich Herr Teletzky mit viel Herzblut für unsere Ortsgruppe engagiert!

Der 1930 geborene Franz Teletzky wurde 1949 aus seiner sudetendeutschen Heimat vertrieben. Bereits mit 14 hatte er im Sommer 1945 mit seiner Familie das elterliche Anwesen in Mährisch-Rausenstein im Schönhengstgau – aus dieser Region stammt übrigens auch Oskar Schindler – räumen müssen. Ab 1955 lebte Herr Teletzky mit seinen Eltern in Nürnberg. 1964 zog der Rundfunkmechaniker mit seiner Frau Käthe und den drei kleinen Kindern nach Oberasbach, wo er über die Bayerische Landessiedlung eine Nebenerwerbssiedlerstelle erworben hatte.

Wussten Sie, dass es im Dezember 1948 in Oberasbach bei 3.698 Einheimischen 790 Flüchtlinge und Vertriebene gab? Das waren damals über 20 Prozent der Bevölkerung! Kein Wunder also, dass die Ortsgruppe der Sudentendeutschen Landsmannschaft bald eine wichtige Rolle in unserem Vereinsleben spielte!

Franz Teletzky gründete 1975 die Sudetendeutsche Jugendgruppe und wurde 1979 zum Obmann gewählt. 1979 wurde unter seiner Führung die Sudetendeutsche Frauengruppe, 1981 die Tanzgruppe und 1983 die Seniorengruppe gegründet. Viel Engagement erbrachte er 1985 bei der Gedenksteinsetzung und 1986 bei der Fahnenweihe. An den Wochenenden hat Herr Teletzky auch über Jahre hinweg in unserem Heimatmuseum interessierten Besuchern immer wieder einmal von der Kultur und Geschichte der einstmals über drei Millionen Sudetendeutschen erzählt und Kulturgüter vom Weinglas über Klöppelkunst bis hin zu den prächtigen Trachten gezeigt.

„Sie waren unserer Landsmannschaftsortsgruppe ein fantastischer Vorstand, Herr Teletzky! Es ist Ihnen gelungen hier eine „Familie“ entstehen zu lassen, die auch heute nicht auf regelmäßige Treffen verzichten will. Die Faschingsbälle der Sudetendeutschen Landsmannschaft mit über 600 Besuchern sind heute noch bei der älteren Generation in guter Erinnerung. Sie sind einer der gewissenhaftesten Menschen, die ich kenne. Doch trotz Ihres unermüdlichen Engagements konnten Sie nicht verhindern, dass die nachfolgenden Generationen sich so gut in die neue Heimat integriert haben, dass neue Zugehörigkeitsgefühle entstanden sind. Die Ortsgruppe Oberasbach der Sudetendeutschen Landsmannschaft wurde daher zum 31. Dezember 2016 aufgelöst. Ich weiß, wie schwer Ihnen das gefallen ist! Es ist mir eine besondere Ehre, Franz Teletzky die Bürgermedaille der Stadt Oberasbach für seine besonderen Verdienste um die Integration der Sudetendeutschen in Oberasbach zu verleihen – sie ist eine echte Erfolgsgeschichte, zu der er maßgeblich beigetragen hat“, so Birgit Huber.

Herzlichen Dank an Frau Möttingdörfer, Herrn Michel und Herrn Teletzky für ihr unverzichtbares, jahrzehntelanges Engagement!

Hintergrundinformation zur Bürgermedaille:
Mit der Bürgermedaille – der nach der Ehrenbürgerwürde zweithöchste Auszeichnung der Stadt – werden seit 2007 Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die Stadt Oberasbach verdient gemacht haben. Vorschlagsberechtigt sind die Bürgermeisterin, Fraktionen und Gruppierungen des Stadtrats sowie Vereine und Verbände. Die Entscheidung über eine Auszeichnung trifft der Ältestenrat der Stadt in einer nichtöffentlichen Sitzung. Die Bürgermedaille hat die Form einer silbernen Münze und zeigt auf der Vorderseite das Stadtwappen mit der Inschrift "Stadt Oberasbach/Bürger für Oberasbach", auf der Rückseite befindet sich der Name der geehrten Person und die Inschrift "Für besondere Verdienste". Sie wird zusammen mit einer Urkunde verliehen. Insgesamt gibt es bisher zwölf Preisträger (Stand: Januar 2017).

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