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Planungen für die Bahnhofstraße und Einbahnregelungen in deren Umfeld...

Erste Bürgermeisterin Birgit Huber und Stadtbaumeister Peter Kleinlein informierten Anlieger der Bahnhofstraße und deren Umfeld über die vorliegenden Untersuchungen

... stießen bei Anliegern auf Unmut

Zu einer Anlieger- bzw. Ortsteilbürgerversammlung hatte die Stadtverwaltung in den „Volksgarten“ geladen. Einziges Thema war das Thema Ausbau der Bahnhofstraße bzw. mögliche Einbahnregelungen. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger konnte Oberasbachs Erste Bürgermeisterin Birgit Huber begrüßen. Das Interesse lag weit über den Erwartungen, so dass die Gaststätte aus allen Nähten platzte.
 
Grund dafür, dass die Bahnhofstraße überhaupt zu einem derartigen Thema wurde, ist der schlechte Zustand im Abschnitt von der Hauptstraße bis Fliederstraße. Planungsmöglichkeiten wurden untersucht, da teilweise kein Gehweg, geschweige ein Radweg in einer der Hauptverkehrsstraßen Oberasbachs vorhanden ist. Im nördlichen Teil des Straßenzugs geschah ein Ausbau bereits vor Jahren.
 
Birgit Huber machte keinen Hehl daraus, dass die anliegenden Grundstückseigentümer aufgrund der gesetzlichen Vorgaben Erschließungskosten für den Bau der Straße in einem ordnungsgemäßen Zustand zahlen müssten. Sie informierte auch, dass es keine fertigen Pläne seitens des Stadtrates gäbe. Alle Gedanken, Anregungen oder Vorschläge der heutigen Versammlung werden aufgenommen und diskutiert.
 
Stadtbaumeister Peter Kleinlein ging im Detail auf die jetzt vorhandenen Situationen und die bisher vorliegenden Planungen ein. Einen breiten Rahmen widmete er dabei dem vom Bauausschuss in Auftrag gegebenen Verkehrsgutachten, in dem sowohl Verkehrszählungen und Prognosen über die Fahrzeugbelastung bei möglichen Ausbausituationen enthalten sind. Aussagen werden dort auch getroffen zu einem Ausbau mit einer Einbahnregelung.
 
Alle seiner vorgestellten Varianten bezeichnete Kleinlein als nicht zufriedenstellend. Deshalb tauchten Gedanken zu einer Entlastungsstraße am östlichen Ortsrand von Oberasbach auf, die allerdings im Hainberg liegen würde. Nach ersten Gesprächen für eine derartige Lösung muss diese jedoch ausgeschlossen werden. Die Fläche liegt im Naturschutz- und FFH-Gebiet (Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie). Eigentümer ist die gemeinnützige DBU Naturerbe GmbH, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und somit jeder Zugriff ausgeschlossen.
 
Gewissen Missmut rief diese strikte Ablehnung unter den Besuchern hervor. Erste Zwischenrufe wurden noch während des Vortrages laut. Unverständnis rief auch hervor, dass Tempo 30 in der Bahnhofstraße nicht möglich sei, denn einige Redner berichteten über viel zu hohe Geschwindigkeiten. In diesem Zusammenhang kam auch die Feststellung, dass Kinder beim Überqueren der Fahrbahn gefährdet seien. Mehr Radarkontrollen wurden gefordert.
 
Angezweifelt wurde die ermittelte Größe von 35 Prozent für den Durchgangsverkehr, zudem Kritik geäußert über den Zählungstermin im Juli. Kleinlein informierte, dass ein renommiertes und bundesweit tätiges Büro aus Bochum dies ermittelt und ausgearbeitet hat, denn der Stadt Oberasbach hätte man wenig Glauben geschenkt. Der Bauamtsleiter sah im ersten Verlauf der Versammlung nur Kritik an allen Varianten. Er forderte Lösungsmöglichkeiten seitens der Anwohner aufgrund der aufgezeigten Vorschläge ein.

Ein Novum für eine Bürgerversammlung gab es auch.  Gut vorbereitet zeigte sich ein Anwohner, der einen Laptop mitgebracht hatte und in einem Power-Point-Vortrag seine Überlegungen an die Wand projezierte.

Ganz eindeutig sah man eine höhere Verkehrsbelastung in der Bahnhofstraße durch wesentlich mehr Fahrzeuge aus Stein gegeben. Die Öffnung der Straße vom Fabergut und die nur noch zweispurige B14 seien Ursachen dafür. Die Durchfahrt durch Unterasbach solle vor allem für Steiner „unattraktiv“ gemacht werden, so der überwiegende Tenor vieler Wortmeldungen.

Natürlich ging es auch um die Kosten. Rechenbeispiele wurden in den Raum gestellt, nachdem Peter Kleinlein erläuterte, dass grobe Kosten von rd. 660.000 Euro (Schätzung aus 2011) auf rund 36 Grundstücke aufgeteilt werden und 90 Prozent zwingend als Erschließungskosten abzurechnen seien. Es macht dabei keinen Unterschied, ob es sich um eine Hauptverkehrs- oder Anliegerstraße handelt. Vorschläge gingen dann auch dahin, dass lediglich die Fahrbahndecke erneuert und die Stadt dafür die Kosten trägt.

Bürgermeisterin Birgit Huber sicherte zu, dass alle Anregungen aufgenommen und im Bauausschuss bzw. im Stadtrat diskutiert werden. Danach erfolgen entsprechende Informationen unter Umständen wiederum in Form einer Zusammenkunft.

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