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Sechs Landkreis-Ehrennadeln für freiwilliges Engagement in Oberasbach

Landrat Matthias Dießl, Frank Brandau, Margit Möttingdörfer, Helga Geyer, Johann "Hans" Klein, Erika Gewinner, Harald Patzelt, Erste Bürgermeisterin Birgit Huber (von links; Foto: Thomas Klein, pressefoto-klein.de)

Alle 50 Geehrten (Foto: Thomas Klein, pressefoto-klein.de)

Es sind beeindruckende Beispiele für bürgerschaftliches Engagement: Landrat Matthias Dießl hat am 22. Januar 2018 im feierlichen Rahmen langjährige Ehrenamtler aus dem Landkreis Fürth ausgezeichnet. 50 Personen erhielten im Schloss Stein die Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold, darunter sechs Oberasbacher. Außerdem wurden zwei Helden des Landkreises geehrt.

„Es ist bei uns guter Brauch, einmal im Jahr Menschen aus unserer Mitte auszuzeichnen, die sich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl engagieren”, betonte der Landrat in seiner Festansprache. Er erläuterte, weshalb es diese Veranstaltung gibt: „Die Menschen, die sich für andere und für allgemeine Ziele einsetzen, verdienen es, dass ihr Wirken, dass ihre Leistungen gewürdigt und anerkannt werden. Denn ohne sie wäre das Leben im Landkreis Fürth kälter und ärmer.” Er dankte den ehrenamtlich Engagierten „für ihr großartiges Wirken persönlich, wie auch im Namen des gesamten Kreistages sehr herzlich.”

Hundert Jahre nach der Gründung des Freistaats setze sich fast jeder Zweite in Bayern ehrenamtlich für das Zusammenleben und unsere Gesellschaft ein. In Deutschland engagierten sich 23 Millionen Bürger ehrenamtlich. Auch im Landkreis Fürth sei das Ehrenamt glücklicherweise stark ausgeprägt. Als Beispiele nannte der Landrat die Feuerwehr, das THW, Kultur- und Sportverbände, die Rettungsdienste und andere Vereine. „Unsere Ehrenamtlichen sind das Rückgrat unseres Landes. Ihr Engagement hat für unsere Gesellschaft unschätzbaren Wert”, betonte er. Matthias Dießl hat festgestellt, dass viele Ehrenamtliche kein großes Aufhebens um ihr Engagement machen nach dem Motto: „Ich mache doch nichts Besonderes“. Ehrenamtliche wirkten oft im Stillen. Gerade aus diesem Grund sei der Ehrenamts-abend wichtig, um die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit gebührend zu würdigen.

Der Landrat erinnerte zudem daran, dass auch die zahlreichen Städtepartnerschaften im Landkreis nicht möglich wären, gäbe es nicht Ehrenamtliche, die diese mit Leben erfüllten. Er betonte das nicht ohne Grund: Denn der Ehrenamtsabend fiel exakt auf den Tag, an dem vor 55 Jahren der Elysée-Vertrag geschlossen wurde: Der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle unterzeichneten damals einen Vertrag über Zusammenarbeit, der nach dem Zweiten Weltkrieg die deutsch-französische Freundschaft zwischen den einstigen Kriegsgegnern begründete.

Matthias Dießl sagte zu den Ehrenamtlichen: „Sie alle geben dem Ehrenamt im Landkreis Fürth damit ein Gesicht. Sie zeigen mit Ihrem Handeln, wie lebendig bürgerschaftliches Engagement ist und wie viel Einzelne bewirken können, die sich für ihr Umfeld verantwortlich fühlen und aktiv werden.” Gerade in Zeiten, in denen es viele negative Schlagzeilen gebe, seien positive Beispiele wichtig. Das Ehrenamt sei etwas Positives. Es steht für Solidarität. Auch die vielen Projekte mit Beteiligung Ehrenamtlicher, die jedes Jahr realisiert würden, zeigten eindrucksvoll, wie engagiert, aber auch heimatverbunden die Menschen im Landkreis seien. Der Landrat wörtlich: „Spontan fallen mir etwa die Bürgerbusse in einzelnen Landkreisgemeinden ein, der geplante Kunstweg in Ammerndorf oder das FabLab in Veitsbronn. Gerade das FabLab zeigt, was aus einer Idee werden kann, wenn Menschen für etwas brennen und mit Leidenschaft dabei sind. Heute hat der junge FabLab-Verein schon über hundert Mitglieder. Im FabLab kann man kaputte Dinge reparieren oder verschiedene Maschinen und Techniken ausprobieren.”

Der Landrat zitierte zum Abschluss seiner Rede den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, der 1996 in einem Interview drei Gründe nannte, weshalb Ehrenamt so wichtig ist: “Erstens: Das, was die Ehrenamtlichen in unserem Lande leisten, das kann kein Staat bezahlen. Aber es ist noch etwas anderes. Es geht zweitens auch darum, dass die Ehrenamtlichen nahe an den Problemen dran sind, gleichgültig, ob in der sozialen Arbeit, im Sport, in den Kirchen und in anderen Verbänden. Sie sind näher an den Problemen und können mit ihrer Kreativität Probleme lösen, oftmals viel besser als irgendeine staatliche Behörde. Und das Dritte ist: Es ist immer auch eine menschliche Beziehung durch die ehrenamtliche Arbeit dabei.”

Folgende Oberasbacher wurden geehrt:

EHRENNADEL IN BRONZE:

Frank Brandau ist seit 1997 ausführender Jugend-Übungsleiter. Er organisiert wöchentliches Kinder- und Jugendturnen, die jährliche 3-Tages-Ski-Ausfahrt für Kinder und Jugendliche, Radtouren, Höhlenwanderungen, Besuche im Kletterwald, Kanufahrten, sowie weitere Veranstaltungen des Wintersportclubs Zirndorf.

Seit 1990 ist Erika Gewinner im Frauenkreis der Kirchengemeinde St. Markus tätig und seitdem auch Vertretung der Leiterin. Im Besuchsdienst ist sie seit 1991 engagiert, sie war 14 Jahre lang bis Juli 2017 Lese-Oma im Kindergarten der katholischen Kirchengemeinde. Seit mehr als 10 Jahren ist sie im Team des Begegnungscafes der Diakonie tätig.

EHRENNADEL IN SILBER:

Seit über 35 Jahren ist Johann „Hans“ Klein aktives, ehrenamtliches Mitglied im Kreisverband Fürth des BRK. Im Rahmen seiner Mitgliedschaft begleitete Johann Klein über einen Zeitraum von 10 Jahren die Ämter des Bereitschaftsleiters, sowie des stellvertretenden Bereitschaftseiters der Bereitschaft Oberasbach, nachdem er diese als Gründungsmitglied im Jahre 1992 ins Leben gerufen hatte.

Seit 1969 ist Margit Möttingdörfer Mitglied im Frauenkreis und leitet diesen seit 20 Jahren. Im Seniorenkreis ist sie bereits seit 37 Jahren aktiv. Zusätzlich arbeitet sie als Lektorin beim Besuchsdienst, als Gemeindebriefausträgerin und als Kirchenpflegerin. 1982 wurde sie erstmals in den Kirchenvorstand und 2012 zusätzlich als Vertrauensfrau gewählt. Um das Friedensgebet und den Messdienst kümmert sie sich als Dekanatsbeauftragte seit vielen Jahren.

EHRENNADEL IN GOLD:

Seit Anfang der siebziger Jahre arbeitete Helga Geyer in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde St. Stephanus Unterasbach, seit 1977 bis 2000 war sie beim CVJM unter anderen Gruppenleiterin und Leiterin von Mädchenfreizeiten. Seit 1997 ist sie im Kindergottesdienst-Team tätig, viele Jahre auch als Team-Leiterin. Seit 1995 ist sie Mitglied im Kirchenchor und war von 2000 bis 2012 Mitglied des Kirchenvorstandes.

Harald Patzelt ist seit 1976 beim TSV Altenberg aktiv. Er war zwölf Jahre in der Vorstandschaft als Kassier und Schriftführer, 1997 Gründer der Basketballabteilung und fünf Jahre deren Abteilungsleiter, zudem vier Jahre Handballabteilungsleiter und Schriftführer der Fußballabteilung. Harald Patzelt war 33 Jahre Trainer in verschiedenen Jugendbereichen der Fußball-, Handball- und Basketballabteilung. Er war zehn Jahre in der Schiedsrichtergruppe Zirndorf für den TSV Altenberg und 2006 Volunteer bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nürnberg. Seit 2008 ist er Mitglied im Vereinsausschuss. Außerdem trat Harald Patzelt 1982 der Stammtischgesellschaft Unterasbach e.V. bei und wurde 1995 in die Verwaltung gewählt, seit 2007 ist er der 1. Vorstand.

Herzlichen Dank Ihnen allen! Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle: Pressestelle Landratsamt Fürth)

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