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Umbau des Bahnübergangs Oberasbach verzögert sich

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Die Beseitigung des beschrankten Bahnüberganges am Haltepunkt Oberasbach und die damit verbundenen Umbauarbeiten gehen nicht voran. Dies gab das Bauamt dem Umwelt-, Bau- und Grundstücksausschuss in seiner letzten Sitzung nach Gesprächen mit der Deutschen Bahn bekannt.

Die „unendliche Geschichte“ des Bahnübergangs begann im Jahr 2008, als die Bahn der Stadt mitteilte, dass ein beschrankter Bahnübergang an dieser Stelle im S-Bahn-Betrieb nicht mehr bestehen bleiben kann. Geänderte Sicherheitsbestimmungen wurden als Grund an-geführt. Die Stadt machte sich sofort an Planungen, da auch die komplette Auflösung des Haltepunktes drohte.

Um Oberasbach als „Bahnhof“ zu erhalten mussten im letzten Jahr die Bahnsteige umgebaut werden. Die Bahnstrecke insgesamt war ja wegen des notwendigen Gleisumbaus in den Sommerferien 2010 gesperrt.

Die Planungen endeten in der Lösung für 2 Unterführungen. Eine davon für Fußgänger und Radfahrer zur leichten Erreichbarkeit des neuen Haltepunktes, der aus technischen Gründen auf die Westseite der Bachstraße verlegt werden muss. Sie entsteht im Bereich des jetzigen beschrankten Übergangs. Eine Straßenunterführung für den Fahrzeugverkehr soll um ca. 200 Meter abgerückt nach Osten gebaut werden.

Aus Sicht der Stadt Oberasbach war man von der planerischen und auch von der finanziellen Seite her, Mittel wurden in die Haushalte eingesetzt, bereit zum Umbau. Grunderwerbsverhandlungen für notwendige Straßenflächen sind schnell zum Abschluss gebracht worden, die landschaftspflegerische Begleitplanung und die artenschutzrechtliche Prüfung ebenfalls. Neue Kanal- und eine Wasserleitungen wurden ebenfalls vorgesehen.

Die Maßnahme musste dann jedoch Ende 2009 eingestellt werden, da die Planungs- und Baukapazitäten der Deutschen Bahn für den Ausbau der S-Bahnen im Großraum Nürnberg ausgelastet waren. Bisher ging man jedoch trotzdem davon aus, dass 2012 mit dem Bau begonnen werden kann.

Im August informierten nun Vertreter der DB über einen wiederum neuen Zeitplan. Jetzt will man ab September in die Planung der Eisenbahnbrücken einsteigen, ein Münchner Ingenieurbüro ist entsprechend beauftragt. Planunterlagen für den Bau selbst und für die eisen-bahnrechtliche Planfeststellung sollen im 1. Vierteljahr 2012 fertiggestellt werden. Das darauf folgende Planfeststellungsverfahren wird voraussichtlich bei normalem Ablauf mindestens ein halbes Jahr dauern. Anschließend erfolgt die Klärung der Finanzierung, insbesondere beim Eisenbahnbundesamt. Fragen der Baudurchführung bei Aufrechterhaltung des Schienenverkehrs werden ebenfalls eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, da es sich um die Hauptbahnstrecke Nürnberg – Ansbach handelt.

Aufgrund der Aussagen der Vertreter der Bahn geht die Stadt Oberasbach derzeit davon aus, dass im Jahr 2012 wieder nicht mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. Zweifelhaft erscheint auch, ob dies im Jahr 2013 gelingt, da derzeit nicht abzusehen ist, dass die Finanzierungsfrage rechtzeitig gelöst wird. Der Hauptteil der Baumaßnahmen wird sich daher vermutlich im Jahr 2014 abspielen.

Möglicherweise können städtische Bauarbeiten, wie Straßenaushub, der auch notwendig wird um die Brücken herstellen zu können und ein Teil der Rohrleitungsarbeiten vorgezogen werden. Dies kann natürlich jedoch erst nach Abschluss der Planung bzw. des Verfahrens ab Mitte 2012 geklärt werden. Außerdem bräuchte die Stadt auch eine Genehmigung der Zuschussgeber, z.B. die des Freistaates Bayern.

Die Stadtverwaltung wird jedenfalls vor einem Baubeginn die Unterführungen und Straßen-baumaßnahmen nochmals veröffentlichen und Bürgerinnen und Bürger entsprechend informieren.

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