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Umwelttipp des AK Klimaschutz: Warmlaufenlassen des Motors im Stand vermeiden!

(Foto: Sergey Svechnikov, unsplash.com)

Lieber Mitbürger,

vielleicht haben Sie es einfach vergessen, aber die Straßenverkehrsordnung (StVO) äußert sich zum Thema „Warmlaufenlassen des Motors im Stand“ in Paragraf 30 der StVO sehr strikt und unmissverständlich:

"Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen und Fahrzeugtüren übermäßig laut zu schließen."

Nützt oder schadet es dem Motor, ihn im Stand warmlaufen zu lassen?


Ein Kaltstart bedeutet für den Motor eine Extrembelastung. Wenn das Auto steht, hält diese starke Belastung umso länger an, da das Triebwerk bei Leerlaufdrehzahl deutlich langsamer warm wird als während der Fahrt. Das begünstigt schnelleren Verschleiß – aus mehreren Gründen: Das noch dickflüssige Öl gelangt nicht an alle Schmierstellen. Dann reiben beispielsweise Gleitlager ungeschmiert aufeinander, was die Bauteile leiden lässt. Bei einem kalten Ottomotor kondensiert zudem immer etwas Treibstoff im Ansaugtrakt oder an den Zylinderwänden. Damit der Motor überhaupt starten kann, muss ihm deshalb mehr Kraftstoff zugeführt werden. Dieser verbrennt aber nicht vollständig, was zu einer Ölverdünnung führt. Auch der Auspuff kann schneller rosten, weil sich Kondenswasser im kalten Abgastrakt sammelt.

Warum sind die Abgase besonders schädlich, wenn der Motor nach dem Kaltstart eine Weile nur im Standgas läuft?

Im Stand läuft der Katalysator des Autos noch nicht mit. Er muss erst auf eine Mindesttemperatur erwärmt werden, um effizient arbeiten zu können".  Bis es soweit ist, stößt das Auto bis zu 70 Prozent mehr Schadstoffe aus als bei einem warmen Motor. Damit ein Verbrennungsmotor bei kalten Temperaturen überhaupt starten kann, fettet dessen Elektronik das Kraftstoff-Luft-Gemisch stark an. Das heißt, es wird deutlich mehr Sprit in den Zylinder eingespritzt als bei einem warmen Motor. Zu erkennen ist dies an der höheren Leerlauf-Drehzahl. Bei einem warmen Motor liegt diese bei etwa 800 Umdrehungen pro Minute, ein kalter Motor dreht etwa 1200 bis 1500 Touren. Dieses Drehzahlplus bedeutet mehr Lärm und einen erhöhten Spritverbrauch. Hochgerechnet kann ein Benzinmotor auf diese Weise 25 bis 30 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Und das, obwohl das Auto nur steht. Fährt man direkt los, ist der Verbrauch anfangs ebenfalls noch hoch.

Wie verhält man sich richtig, wenn morgens das Auto schneebedeckt und vereist ist?

Grundsätzlich gilt: Erst kratzen, dann starten. Vor dem Losfahren warten Sie am besten fünf bis zehn Sekunden, bis das Öl alle Stellen im Motor erreicht. Direkt nach Beginn der Fahrt sollte man die Gänge nicht sofort ausdrehen, sondern den Motor sachte warmfahren. Halten Sie die Drehzahlen besser im niedertourigen Bereich – bei einem Benzinmotor höchstens bei etwa 2000 bis 2500 Umdrehungen, bei einem Diesel etwas geringer. Behalten Sie auch die Temperatur des Kühlwassers und – falls eine entsprechende Anzeige vorhanden ist – Motoröls im Auge. Ist beides warm genug, verträgt ein Motor auch im Winter höhere Drehzahlen.

Wie hoch ist die Strafe?


Abschreckend wirkt die Strafe freilich nicht. Wer von der Polizei oder einem Ordnungsbeamten erwischt wird, wenn er den Motor seines Autos unnötigerweise im Stand warmlaufen lässt, zahlt lediglich ein Bußgeld von zehn Euro. Dieselbe Summe wird fällig, wenn zum Fahren nur ein "Guckloch" in die Frontscheibe gekratzt wurde. Ein zugeschneites Kennzeichen kostet fünf Euro, ein nicht vom Schnee befreites Autodach 25 Euro. Punkte oder gar ein Fahrverbot drohen nicht.

Der Arbeitskreis Klimaschutz der Stadt Oberasbach bittet Sie um Beachtung dieser Verordnung, vor allem im Sinne unseres Klimaschutzes!

Vielen Dank!


(Autor: AK Klimaschutz)

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