AAA
Kontrast
Aktuelles

Wir trauern um Stadtrat Manfred Frank

Am 18. August 2017 ist Manfred Frank im Alter von 65 Jahren verstorben. Seit 21. Juli 1997 und bis zuletzt war der Oberasbacher Mitglied unseres Stadtrates. Der Elektroingenieur setzte sich immer mit sehr großem Engagement für die Belange unserer Stadt ein. Dabei lagen ihm die Städtepartnerschaften, die Feuerwehren und die Volkhochschule besonders am Herzen. Dafür danken wir Manfred Frank herzlich. Mit seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten in vielen Bereichen hat er die Wertschätzung aller erworben.

Die Stadt Oberasbach, der Stadtrat und die Bürgerschaft werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Unsere Anteilnahme gilt allen Angehörigen und Freunden des Verstorbenen!

Manfred Frank wurde am 24. August im Beisein von rund 300 Trauergästen beigesetzt. Er hinterlässt seine Frau Annette und zwei Kinder. Die Trauerrede der Ersten Bürgermeisterin Birgit Huber können Sie im Folgenden nachlesen.

+++++++++

Liebe Annette,
Sehr geehrte Frau Frank,
Verehrte Angehörige und Freunde von Manfred,
Werte Trauergemeinde, 

die Stadt Oberasbach trauert um ihren sehr geschätzten Stadtrat Manfred Frank und ich trauere um einen Mentor und Unterstützer.

Tief traurig und aufgewühlt müssen wir heute Abschied nehmen – von einem Menschen, der viele positive Adjektive auf sich vereint hat. Äußerst liebenswert, humorvoll, idealistisch, sachlich,  hilfsbereit, kameradschaftlich, zuverlässig, leidenschaftlich, weltoffen …sind nur einige Vokabeln die mir einfallen, wenn ich an Manfred denke.

Und mit diesen Eigenschaften hat er, der Mensch Manfred Frank, sein Leben lang in Oberasbach seinen Platz eingenommen und unsere Kommune wesentlich mitgestaltet und geprägt.

Unser Manni – auch unter dem Namen „Quackers“  bekannt – war fast ein Drittel seines Lebens, nämlich über 20 Jahre, Mitglied im Stadtrat unserer Stadt. Er ist am 21.7.1997 als Nachrücker vereidigt worden und war durchgängig bis heute Mitglied der CSU-Fraktion. Bei seiner Arbeit im Stadtrat sah er sich immer dem Gemeinwohl und der Sache verpflichtet, der Parteiproporz war für ihn nicht entscheidend. Ich erinnere mich noch ganz deutlich, dass er seinen langjährigen SPD Stadtratskollegen Walter Geyer als „roten Bruder“ bezeichnet hatte.

Er sah sich immer als Vertreter der Bürger, auf ein Problem angesprochen trug er einige Tage später nach intensiver Reflektion mit einer Exceltabelle oder einer Mindmap zur Lösung bei.

Als langjähriges Mitglied diverser Ausschüsse, insbesondere des Hauptverwaltungsausschusses und VHS-Beirates, lagen ihm neben der VHS insbesondere auch die Feuerwehren am Herzen. Der langjährige Feuerwehrreferent war von 1984 bis 1995 Vorstand der Feuerwehr in Oberasbach gewesen, wodurch er eine große Kompetenz einbrachte.

Viel Wert legte er auch darauf, dass die Feuerwehren aus den Partnerstädten sich kennenlernten. Und heute? Ob in Niederwürschnitz Olawa (Polen) oder in Nantiat in Frankreich – überall sind Oberasbacher Feuerwehrler gern gesehene Gäste!

Darüber hinaus engagierte er sich in vielen anderen Bereichen – wie z.B. in der Kirchengemeinde St. Johannes. Strukturiert und zuverlässig ging es immer voll zur Sache. Denn halbe Sachen gab es bei Manfred nicht.

Ganz besonders wird auch sein schauspielerisches Talent in Erinnerung bleiben. Ich kann heute noch lachen, wenn ich an seine letzte Rolle im Rehdorfer Theater als Empfangschef in „Wer schön sein will, muss leiden…“ denke.

Weltoffen wie er war, begeisterte sich Manfred Frank Ende der 90er Jahre für die im Stadtrat aufkommende Idee der Städtepartnerschaft mit anderen Städten. Zusammen mit Lothar Schmitt reiste er 2001 in die AGD ins Limousin. Die Herzlichkeit der Franzosen überzeugte und der Stadtrat beschloss die Begründung der Städtepartnerschaft, die Manfred bis heute als Mitglied im Kulturverein entscheidend mitgestaltete. Er hat in seiner „Ganz- oder Gar nicht-Mentalität“ hierzu nach der Rückkehr 2001 begonnen Französisch zu lernen und damit nie aufgehört.

Zeichen der großen Verbundenheit ist heute auch die Anwesenheit einiger unserer französischen Freunde, die Manfred damit eine letzte Ehre erweisen wollen.

Akribisch und leidenschaftlich verfolgte er 2013 mit Freunden seinen Traum – und überwand die 1400 Kilometer-Distanz ins Limousin mit dem Fahrrad von Oberasbach! In den darauffolgenden Jahren begeisterte er eine stetig wachsende Gruppe „Radfahrer“ und erreichte mit ihnen auch alle anderen Partnerstädte mit dem Rad!

Erwähnen möchte ich auch das jüngst erschienene Buch des Kulturvereins, das die Geschichte der Städtepartnerschaften in gleich vier Sprachen aufarbeitet. In diesem Buch steckt Manfreds Herzblut – fast zweieinhalb Jahre Arbeit hat er mit seinen Mitstreitern in dieses Projekt gesteckt, und sich dafür extra in ein kompliziertes Layout-Programm hineingefuchst! Wir behalten diese Chronik als eines seiner Vermächtnisse zurück.

Es war alles ganz anders geplant… Manfred hatte noch so viele Pläne und Ideen… Er wollte noch ein bisschen leben – aber die Krankheit hat ihm keine Chance gelassen. Er hat nie aufgegeben und bis zuletzt gekämpft. Aber der Kampf, der ganz am Ende immer nur den einen Sieger kennt, den hat er dann verloren.

Unser Mitbürger und Stadtrat Manfred Frank hinterlässt in unserer Stadt eine sehr große Lücke. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren – in unseren Herzen lebt er weiter…

Aber neben unserer Traurigkeit steht auch der Dank dafür, dass wir ihn gekannt haben, dass er für uns da war und in unserer Kommune so unendlich positiv gewirkt hat.

Dir, liebe Annette, Ihnen, sehr geehrte Frau Frank, aber auch allen Angehörigen und Verwandten gilt heute in der Stunde des Abschiednehmens unser aller Mitgefühl und unsere Anteilnahme.

Danke, dass ich Dich kennenlernen durfte, Manni…!

Kommentar hinzufügen
Felder mit * sind Pflichtfelder
Keine Kommentare
Wir sind für Sie da
Stadt Oberasbach

Rathausplatz 1
90522 Oberasbach

Fon: (0911) 9691 - 0
Fax: (0911) 693 174
stadt@oberasbach.de

Öffnungszeiten:

MO bis FR 8 - 12 Uhr

MI zusätzlich 13 - 18 Uhr