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Zentraler Weg im Grün für alle nach Altbürgermeister Andreas Güllering benannt

Landrat Matthias Dießl, die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber, Elisabeth Güllering und Dr. Günther Beckstein (v.l.) enthüllen das Schild für den neuen Andreas-Güllering-Weg im Oberasbacher „Grün für alle“.

Ein neuer Ort der Begegnung: Oberasbach geht mit seinem Stadtentwicklungskonzept neue Wege, dazu gehört auch das derzeit entstehende sogenannte Grün für alle. Nur folgerichtig also, dass nun die zentrale Promenade durch diesen städtischen Grüngürtel nach einem Visionär benannt ist, der ebenfalls immer neue Wege ging: Am 14. Oktober 2016 wurde das bis heute prägende Wirken von Altbürgermeister Andreas Güllering mit einem eigenen Weg gewürdigt. An der feierlichen Einweihung nahmen als Ehrengäste Güllerings Witwe Elisabeth und der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, ein Weggefährte Güllerings, teil.

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer Andreas Güllering war von 1984 bis 1996 Erster Bürgermeister von Oberasbach und hat in dieser Zeit viele weitreichende und zukunftsträchtige Projekte verwirklicht. Bereits seit 1972 saß er im Gemeinderat und war seit 1978 Zweiter Bürgermeister, von 1984 bis 1996 zudem Mitglied des Kreistages Fürth. Auch engagierte sich Güllering jahrelang als Vorsitzender des Heimatvereins, als zweiter Vorstand des TSV Altenberg sowie als Vorstand des Pfarrgemeinderats von St. Johannes.

Seine aktuelle Amtsnachfolgerin Birgit Huber würdigte den 2008 im Alter von 76 Jahren verstorbenen Ehrenbürger in ihrer Ansprache kurz vor Enthüllung des Wegschildes: „Viele Bürger von Oberasbach haben Andreas Güllering als hervorragenden Bürgermeister mit viel Herz in Erinnerung. Er galt als überaus bürgernah und redegewandt, eben ‚leutselig‘. Er hat die Geschichte Oberasbachs mitgeschrieben und viele Veranstaltungen ins Leben gerufen, die heute noch unser Zusammenleben bereichern, wie den Weihnachtsmarkt, den jährlichen Blumenschmuckwettbewerb, den Seniorennachmittag, die Sportlerehrung und den Neujahrsempfang. Sein wichtigstes Ziel war die Stadterhebung von Oberasbach, das er am 30. April 1994 auch erreicht hat."

Die entsprechende Urkunde hatte der damalige bayerische Innenminister Dr. Günther Beckstein überreicht. Gerne war der Bayerische Ministerpräsident a.D. daher vergangenen Freitag nach Oberasbach gekommen: „Die Vision von Andreas Güllering war es, aus dem ‚Schlafzimmer von Nürnberg und Fürth‘ eine echte Stadt voller Leben zu machen. Eigentlich wäre Oberasbach nach Einschätzung meiner Mitarbeiter erst zehn bis 15 Jahre später soweit gewesen, doch Güllering war beim Thema Stadterhebung so hartnäckig, dass ich ihm eben irgendwann nachgegeben habe“, erinnerte sich Dr. Beckstein schmunzelnd. „Diese Ehrung ist eine tolle Idee, denn als konservativer Mensch finde ich es wichtig, bedeutende Lebensleistungen nicht zu vergessen. Mit dem Stadtentwicklungskonzept führen Sie, Frau Huber, zusammen mit dem Stadtrat die Arbeit von Herrn Güllering weiter. Ich habe also mit der Stadterhebung 1994 keinen Fehler gemacht!“

Die vom Oberasbacher Stadtrat im Juni einstimmig beschlossene Entscheidung, die zentrale Promenade im Grün für alle nach dem Altbürgermeister zu benennen, empfand seine Witwe Elisabeth Güllering als wunderschöne Geste. Sie war mit mehreren Familienangehörigen gekommen und hatte die letzte Rose aus ihrem Garten mitgebracht, die sie vor das neue Wegschild legte. Auch Landrat Matthias Dießl erwies dem „Ausnahmekommunalpolitiker“ die Ehre, ebenso wie Oberasbachs Zweiter Bürgermeister Norbert Schikora und sein Amtsvorgänger unter Güllering, Wilhelm Bogner. Natürlich waren auch zahlreiche aktuelle und Altstadträte bei der Einweihung des Weges und dem anschließenden kleinen Empfang mit insgesamt 35 Gästen dabei.

„Ich wünsche mir, dass der neue Andreas-Güllering-Weg der Anfang einer weiterhin positiven Entwicklung unseres Stadtzentrums ist. Und dass auf dem Weg das passiert, was Andreas Güllering so wichtig war – leutselig zu sein, miteinander zu sprechen und freundlich aufeinander zuzugehen“, so Bürgermeisterin Birgit Huber abschließend.

Hintergrundinformation zum Oberasbacher „Grün für alle“:

Das sogenannte Grün für alle ist ein großer öffentlicher Grüngürtel im Zentrum von Oberasbach zwischen dem Rathausumfeld, Pestalozzi-Schule, Kinderhort, katholischer Kirche und städtischem Jugendhaus. Er wird seit September 2015 gemäß Stadtentwicklungskonzept Schritt für Schritt zu einer Naherholungsfläche mit hohem Aufenthaltswert. "Grün für alle" und "Platz für alle", der derzeit entstehende Multifunktionsplatz am Rathaus, bilden zusammen die "Mitte für alle".

In einem ersten Schritt wurde für das Grün für alle das Gefälle nach dem Rathausplatz mit dem markanten Brunnen verringert und ein taktiles Leitsystem für Blinde eingefügt. 2016 wurden außerdem neue Bepflanzungen und Grasflächen angelegt sowie neue Sitzgelegenheiten geschaffen. Im Juli wurde eine moderne Boule-Anlage mit zwei Bahnen fertiggestellt, die derzeit von drei Sportgruppen genutzt wird. Weitere Neuerungen, wie z.B. eine Kneipp-Anlage für Senioren oder Senioren-Fitnessgeräte, sind angedacht.

Der zentrale Weg im Grün für alle hatte bisher den Arbeitstitel „Stadtpromenade“ und heißt nun Andreas-Güllering-Weg.

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