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Service 

Stadt Oberasbach
Rathausplatz 1
90522 Oberasbach

Telefon: (0911) 9691 - 0
Fax: (0911) 693 174
E-Mail: stadt@oberasbach.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
8 - 12 Uhr
Mittwoch zusätzlich
13 - 18 Uhr

» N O T F A L L

 

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Asbachrenaturierung 

Noch zu Lebzeiten hat Walter Weichlein, ehemaliger Oberasbacher Stadtrat und Vorstandsmitglied des Bundes Naturschutz eine „Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes“ ins Leben gerufen und in diese Stiftung einen beträchtlichen Teil seines Vermögens eingebracht. Nach seinem Vermächtnis soll in Abstimmung mit der Stadt Oberasbach eine „ökologisch wertvolle Parklandschaft für zukünftige Generationen“ und aus dem technisch geprägten, geradlinig verlaufenden Gerinne des Asbachs schrittweise wieder ein lebendiges Gewässer entstehen. Ein frei fließender Bach, artenreiche Wiesen, landschaftsgliedernde Gehölze und Spazierwege werden das Bild der neuen Asbachaue bestimmen.

Die Stiftung unterstützt die Stadt Oberasbach bei ihren Bemühungen mit der Bereitstellung von Mitteln für den notwendigen Grunderwerb und die Neugestaltungsmaßnahmen.

Die Stiftung ist seit dem Jahr 2007 aktiv tätig. Der ehrenamtlich tätige Stiftungsrat besteht derzeit aus Oberasbachs Erster Bürgermeisterin Birgit Huber, dem Landschaftsarchitekten Prof. Gerd Aufmkolk, Nürnberg, Herrn Peter Fuchs, Oberasbach und Herrn Ludwig Sothmann, Vorsitzender des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern aus Hilpoltstein.

Der Stiftungsrat hat den Landschaftsplaner Christoph Gräßle, Fürth, gemäß Stiftungszweck mit der Ausarbeitung eines Masterplanes für den Asbach und seine Zuläufe sowie die gesamte Talaue beauftragt. Inhalt des Planes ist die Entwicklung eines Leitbildes für die zukünftige Gestalt des Asbachs und seiner Talaue. Dieses Ziel soll im Einklang mit den im „Wasser-und Bodenverband Asbachgrund“ organisierten Landwirten erreicht werden. Fachlich wird die Planung durch das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg und die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Fürth begleitet.

In seiner öffentlichen Sitzung am 17.05.2010 hat der Rat der Stadt Oberasbach den Plan billigend zur Kenntnis genommen.

Der Asbachgrund heute

Der Asbach ist ein kleiner mittelfränkischer Bachlauf, dessen Ursprung westlich von Anwanden liegt und der südlich der Rothenburger Straße in die Rednitz mündet. Der ehemalige Wiesenbach wurde in den 1930iger Jahren begradigt, Ufergehölze und Bäume wurden gerodet. Es folgte der Bau von Gräben und Drainagen zur Entwässerung der Wiesen. Die Aue wird heute überwiegend intensiv landwirtschaftlich genutzt. Zusammenhängende naturnahe Bereiche gibt es nur noch im Naturschutzgebiet Hainberg.

Begradigter Asbach zwischen Kreutles und Unterasbach
Naturnaher Asbach im Naturschutzgebiet Hainberg

Entwicklungsplan Asbachgrund

Ziel ist es, einen naturnahen Gewässerlauf eingebettet in eine ökologisch wertvolle Parklandschaft für zukünftige Generationen zu schaffen und zu erhalten. Dazu muss die Gewässerstruktur des Asbach deutlich verbessert werden:

  • Absenkung des Gewässerbetts mit geschwungener Niedrigwasserrinne, Breite 5
  • 10m− „Grünes Band“ artenreicher Wiesen ohne Düngung angrenzend an das abgesenkte Gewässerbett
  • Sparsame Pflanzung von Bäumen am Weg und Ufergehölzen am Gewässer, Erhalt des offenenCharakters der Landschaft
  • Rückbau bzw. Umbau von Wanderungshindernissen für Tiere wie Verrohrungen, Wehre, Uferverbauungenetc. im gesamten Gewässerverlauf.
Leitbild naturnahes Gewässersystem

Der neue naturnahe Asbach ist Teil der landwirtschaftlichen Flur. Die Umgestaltung der Talaue erfolgt im Einklang mit der landwirtschaftlichen Nutzung:

  • Erhaltung der Drainageeinläufe zur Sicherung der landwirtschaftlichen Nutzung der Aue
  • Umwandlung von Intensivflächen in artenreiche Wiesen rechts und links des Bachlaufs, die verlorengegangene Futterflächen für Bienen ersetzen
  • Bereitstellung von ungespritztem kräuterreichem Grünland für die Zufütterung und die Produktiongesunder Lebensmittel.
Leitbild naturnaher Gewässerquerschnitt

An geeigneten Gewässerabschnitten werden ökologisch wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna angelegt, und die Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen:

  • Pflanzung von Auwald
  • Anlegen von Feucht-, Nasswiesen
  • Bau naturnaher Tümpel und Stillgewässer
renaturierter Asbach in Rehdorf

Im Falle eines Hochwassers braucht es Raum für die Wassermengen. Daher werden zusätzliche Rückhalteräume (Retentionsräume) geschaffen, in denen das Wasser gefahrlos zwischengespeichert wird und später langsam in den Asbach zurückfließt:

  • Absenkung des Gewässerbetts als Retentionsraum für Hochwasser
  • Schaffung von Seitenarmen als Rückhalteräume für Hochwasser
Seitenarm als Retentionsraum am Asbach in Rehdorf

Wichtiger Teil der „ökologischen Parklandschaft“ ist ein gutes Spazierwegenetz für die Bevölkerung. Dazu soll das Wegenetz des Hainbergs mit den Wegen im Asbachgrund verbunden werden. Der „Asbachweg“ soll zukünftig entlang des Baches durchgehend vom Hainberg bis nach Anwanden führen:

  • Es werden Wege geschaffen für die Naherholung und für den Sport für alle Generationen (z.B. Walking-Strecken und Jogging-Runden im Asbachgrund)
  • Herstellung eines Rundweges in der Aue zwischen Kreutles und Unterasbach in Form eines beschatteten 'Sommerweges' und eines sonnigen 'Winterweges'
  • Schaffung eines neuen Nord-Süd-Weges vom Geschwister-Scholl-Weg durch die Aue bis zum Hans-Reif-Sportzentrum
  • Hinweistafeln für Spaziergänger und Aufstellung von Abfallbehältern und Hundetoiletten für ein gutes Miteinander von Erholungssuchenden und Landwirtschaft.

durchgehender Asbachweg vom Hainberg bis nach Anwanden

Ausblick

Die Vorstellung des „Entwicklungsplans Asbachgrund“ hat in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates der Stadt Oberasbach am 17.05.2010 stattgefunden. Die Umgestaltung des Asbachgrunds ist ein langfristiges Projekt und wird das nächste Jahrzehnt in Anspruch nehmen.

Entwicklungsplan Asbachgrund
Entwicklungsplan Asbachgrund – Asbachaue zwischen Kreutles und Unterasbach