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Grundsteuer

Die Grundsteuer ist objektbezogen. Steuergegenstand ist der reine Grundbesitz, bebaut oder unbebaut z.B. Mietwohngrundstücke, Einfamilienhäuser, Geschäftsgrundstücke, Eigentumswohnungen usw. sowie die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft. Die persönlichen Verhältnisse der Eigentümerinnen und Eigentümer bleiben dabei außer Betracht.

Ermittlung und Festsetzung der Grundsteuer

Die Ermittlung der Grundsteuer erfolgt in einem dreistufigen Verfahren

  1. Das Finanzamt ermittelt auf Basis des Bewertungsgesetzes (BewG) zunächst den Einheitswert des Objekts. Bei der Bewertung von bebauten Grundstücken werden der Grund und Boden, Gebäude und sonstige Bestandteilte sowie das Zubehör zu einer Einheit zusammengefasst. Auch bei einer Eigentumswohnung wird dies alles in der Bewertung berücksichtigt. Faktoren sind hier neben der Wohnfläche aber auch die Miteigentumsanteile an einem Grundstück, der Außenanlagen, Garagen usw.
  2. Dieser ermittelte Einheitswert wird mit der Steuermesszahl multipliziert. Dabei handelt es sich um einen Promillesatz, der je nach Grundstücksgruppe unter-schiedlich hoch ausfällt. Der daraus errechnete Wert ergibt den Grundsteuer- messbetrag. Am Ende dieses Verfahrens erlässt das zuständige Finanzamt den Grundsteuermessbescheid. Der darin mitgeteilte Grundsteuermessbetrag bildet die Bemessungsgrundlage für die sich anschließende Steuerberechnung durch die Kommune.
  3. Dazu wird der vom Finanzamt festgesetzte Messbetrag mit dem individuellen Hebesatz der Kommune multipliziert. Die Höhe dieses Prozentsatzes variiert von Kommune zu Kommune und wird vom Gemeinde-/Stadtrat beschlossen. In Oberasbach beträgt der Hebesatz 330 %, für landwirtschaftlichen Grundbesitz 280 %. Auf Grundlage dieser Berechnung erlässt dann die Kommune den Grundsteuerbescheid.

Die Grundsteuer ist eine Jahressteuer. Sie entsteht mit Beginn des Kalender-jahres und wird je zu einem Viertel des Jahresbetrages am 15.2, 15.5, 15.8 und 15.11 zur Zahlung fällig.

Änderungen der Anschrift, Namensänderung oder Eigentumswechsel bitten wir sofort schriftlich mitzuteilen.

Geht der Grundbesitz auf einen anderen Eigentümer über (Verkauf, Schenkung, Überlassung etc.) bleibt der/die bisherige Eigentümer/in so lange grundsteuerpflichtig, bis das Finanzamt den Grundbesitz auf den neuen Eigentümer fortgeschrieben hat. Da die Grundsteuer stichtagsbezogen ist, wird der im Laufe des Jahres übergegangene Grundbesitz dem neuen Eigentümer erst zum 1. Januar des folgenden Kalenderjahres zugerechnet. D.h. bis zu diesem Zeitpunkt bleibt der bisherige Eigentümer Steuer-schuldner.

Die im notariellen Vertrag getroffenen privatrechtlichen Vereinbarungen über den Nutzen- und Lastenwechsel berühren die Steuerpflicht für das Übergangsjahr nicht.
Die Grundsteuer kann erst zum 1.1. des Folgejahres vom neuen Eigentümer eingefordert werden. Ein privatrechtlicher Ausgleich bleibt von dieser Regelung unberührt. Der/die neue Eigentümer/in haftet für etwaige Grundsteuerrückstände des /der Voreigentümer(s) gemäß §§ 11 und 12 GrStG.

Der Grundsteuerbescheid der Kommune gilt für das laufende Kalenderjahr, sofern er nicht durch einen neuen Bescheid ersetzt wird. Durch öffentliche Bekanntmachung kann die Kommune jedoch die Grundsteuer jeweils für ein weiteres Jahr festsetzen.
Mit dem Tag der Bekanntmachung gelten die im letzten Bescheid getroffenen Fest-setzungen gem. § 27 Abs. 3 GrStG für ein weiteres Kalenderjahr, d.h. es treten die gleichen Rechtswirkungen ein, die auch ein am selben Tag zugegangener Grundsteuer-bescheid entfalten würde.

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