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Stadt Oberasbach
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Bürgerprojekt zur Entwicklung des Altortes Oberasbach
14:29
Die Erhaltung des prägenden Ortsbildes von Alt-Oberasbach ist seit Jahren ein besonderes Thema in Oberasbach. Die Diskussionen entstanden mit Neubauvorhaben im Jahr 2008. Lösungsmöglichkeiten wurden gesucht, wie die Tradition – mit den ältesten Gebäude der gesamten Stadt und insbesondere der Lorenz Kirche – und neue bauliche Nutzungen mit entsprechenden Baustilen in Einklang gebracht werden können.
Stadtrat und Verwaltung nahmen sich damals dem Problem an. Ein Bebauungsplan wurde aufgestellt und eine Veränderungssperre erlassen sowie eine Gestaltungssatzung ausge-arbeitet. Vor allem der Weg zur Spruchreife der Gestaltungsvorgaben mit weitreichenden verbindlichen Vorschriften zum Baustil, zur Bauweise und Baumaterialien nahm erhebliche Zeit in Anspruch. In seiner Sitzung am 19. Juli letzten Jahres konnte sich der Stadtrat nicht dazu durchringen das Werk als Satzung zu verabschieden, nicht zuletzt aufgrund der mas-siven Bürgerproteste. Eine nochmalige Aufnahme des Verfahrens mit einer umfangreichen Bürgerbeteiligung wurde deshalb vorgesehen. Dazu fand bereits am 9. Dezember 2011 ein Workshop mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt. Im Foyer des Rathauses lief über einen Monat eine Ausstellung. In einer überaus gut besuchten Bürgerversammlung im Feuerwehrgerätehaus Oberasbach wurden die künftigen Absichten dargelegt und auch Oberasbacherinnen und Oberasbacher äußerten ihre Wünsche und Vorstellungen.
Erste Bürgermeisterin Birgit Huber ging in der Eröffnung der Bürgerversammlung auf die Geschichte des Verfahrens ein. Zusätzlich machte sie auf das inzwischen vorliegende Ent-wicklungskonzept aufmerksam, in dem als ein sog. Schlüsselprojekt die Entwicklung der dörflichen Bereiche erarbeitet wurde. Dabei spiele die Gestaltungssatzung nur eine unter-geordnete Rolle, entscheidender sei die Rahmenplanung für den Ort, so die Bürgermeiste-rin. Völlig offen wird nun an den Prozess herangegangen, bei dem die Bürgerbeteiligung ausdrücklich erwünscht ist. Ein Ziel muss jedoch die Erhaltung prägender Gebäude und des Ortsbildes sein.
In einem Vortrag ging die das Projekt seit 2008 begleitende Architektin Brigitte Sesselmann auf vorhandene Gebäude – mit einem hohen Anteil aus landwirtschaftlichen Anwesen - und auf Besonderheiten des Ortes ein. Sie stellte das Erfordernis für eventuell neue Bebau-ungspläne und der Auseinandersetzung mit dem Baurecht dar. Eine Überlegung sollte auch sein Bauvorschriften für alle Gebiete anzugleichen und deshalb im gesamten Ort im Kon-sens mit allen anzupassen. Sie stellte klar, dass eine Rahmenplanung unbedingt notwendig sei und nicht nur die Verhinderung der Gestaltungssatzung in die Überlegungen der Mitwir-kenden einbezogen werden sollte. Angesprochen wurde von ihr auch die mögliche Auswei-sung eines Sanierungsgebietes mit steuerlichen Vorteilen bei Bauabsichten.
Für den weiteren Prozess werden nun 4 Arbeitskreise gebildet, bei denen die aktive Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger gewünscht ist. Die Auftaktveranstaltung dazu findet am 6. März um 19 Uhr, wiederum im Feuerwehrhaus statt.
Die Arbeitsgruppe „Verkehr und Erschließung“ wird gesteuert und moderiert von Architektin Kristina Vogelsang, der Kreis „Ortsbild und der Baugestaltung“ von Architektin Brigitte Ses-selmann. Fragen der „Nutzung und Bebauungsdichte“ stehen auf der Agenda der Gruppe von Regierungsbaumeisterin Martina Dietrich. Mit den Grün- und Freiräumen beschäftigt sich ein Arbeitskreis mit dem Landschaftsarchitekten Christoph Gräßle.
Die Gestaltungssatzung und rechtliche Fragen dazu standen im Mittelpunkt aller Anfragen an diesem Abend. Mehrere Redner und Rednerinnen gingen auf die befürchteten Auswir-kungen der möglichen Baugestaltungsvorgaben ein. Übereinstimmend sah man die Gestal-tungsfibel für gelungen an, hielt jedoch nichts von geregelten und verbindlichen Vorgaben durch eine Satzung.
Kategorie: Aktuelle Nachricht, Altort Oberasbach









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