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Umwelttipp
Geburtstags-Sause und einen Genuss Triathlon
07:40
VON CLAUDIA WUNDER
Wie feiert man einen 125. Geburtstag? Still und heimlich mit einem Grillfest? Mit einem hochoffiziellen Festkommers? Oder einem viertägigen fröhlichen Fest mit Ausstellungen, Festzelt, Musik, großem Umzug und Genuss-Triathlon? Die Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr Oberasbach haben sich mit großer Mehrheit für letzteres entschieden. Termin ist vom 17. bis 20. Mai.
OBERASBACH —„Unsere Frauen“, sagt Kommandant Jürgen Stegmann lachend, „sind froh, wenn das Fest vorbei ist.“ Kein Wunder: Seit vier Jahren ist der harte Kern der Organisatoren, etwa zehn Mann, mit der Planung des Jubiläums beschäftigt. „Anfangs“, so berichtet der 46-jährige Betriebswirt, „haben wir uns vierteljährlich getroffen, seit zwei Jahren monatlich, seit März wöchentlich.“ Dazu kommen noch die Treffen der einzelnen Arbeitsgruppen und natürlich die Zeit, die jeder zu Hause für das Ereignis aufbringt. „Für eine Eventagentur wäre das ein Riesenauftrag gewesen“, ist Stegmann überzeugt.
Aufgebaut ist der Festausschuss wie eine Pyramide, an deren Spitze stellvertretender Vorstand Jörg Konopik (35) und Stegmann stehen. Sie steuern die Arbeit und koordinieren die fünf Untergruppen: Öffentlichkeitsarbeit, Festzelt, Programm, Festzug und – am wichtigsten – Finanzen. Rund 500 Stunden pro Nase und Jahr, überschlägt Pressesprecher Holger Harbich (48) die Einsatzzeit des ganz harten Kerns von fünf Leuten. Das macht in den letzten vier Jahren rund 10000 Stunden. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Denn vom 17. bis 20. Mai haben die Floriansjünger ein Fest auf die Beine gestellt, das sich wahrlich sehen lassen kann.
„Am Vatertag starten wir mit einem großen Himmelfahrtstag-Programm“, erklärt Harbich. Neben einer Oldtimerausstellung aller Fahrzeugarten und -geräte locken die Feuerwehrler die ganze Familie zum Genuss-Triathlon. Keine Angst, hier muss sich niemand sportlich verausgaben: „Es war eine spontane Geschichte“, erzählt Jörg Konopik.
Die Grundidee: Angelehnt an das Motto „Alle Wege führen nach Oberasbach“ hat man Jubiläumswanderwege, die von allen Himmelsrichtungen aus nach Oberasbach führen, festgelegt. Fünf Leute sollten sich dann zu einer Gruppe zusammentun, bekommen eine Stempelkarte in die Hand und sollten bei zwei Gasthäusern Einkehr machen. Egal ob ein Eis, eine Limo oder ein Bier – dafür gibt’s einen Stempel. Den dritten holt man sich im Oberasbacher Festzelt ab und schon wandert das Kärtchen in einen Lostopf. „Es gibt attraktive Preise zu gewinnen“, verspricht Harbich.
Beachtlicher Umzug
Zweites Highlight der Festtage ist eine große Ausstellung von Fachfirmen und Hilfsorganisationen mit vielen Attraktionen und Vorführungen. „So etwas hat es bei uns im Landkreis noch nie gegeben“, sagt Kommandant Stegmann nicht ohne Stolz. Am Sonntag wird ein beachtlicher Festzug durch den Ort ziehen: 76 Gruppen mit rund 1500 Menschen beteiligen sich.
Die Antworten auf die Frage, was so faszinierend an der Feuerwehr sei, kommen schnell und spontan. „Die Kameradschaft, und die Technik“, sagt Stegmann. Für Finanz- und Versicherungsmakler Harbich ist das Engagement auch ein „körperlicher Ausgleich zum Bürojob“. Jörg Konopik sieht darin eine „sinnvolle Freizeitbeschäftigung und den Kick, anderen zu helfen“.
Für Urgestein Hans Meier, der noch per Handschlag vor 40 Jahren verpflichtet wurde und der mittlerweile in Oberweihersbuch wohnt, gehört die Feuerwehr einfach zu seinem Leben. „Die Einstellung braucht man, sonst hat man da nichts verloren.“ Auch wenn es „nicht angenehm ist, wenn man beim Frühstück vor seiner Tasse Kaffee sitzt und nach dem ersten Schluck der Alarm kommt“.
Viel mussten die derzeit 54 Männer und zwei Frauen, die rund 100 Einsätze im Jahr fahren, schon erleben. Wasser- und Brandleichen, Zug- und Autounfälle – das sind die schrecklichen Seiten des Ehrenamtes. Aber es gibt auch schöne Erlebnisse. Stegmann: „Dieses Jahr haben wir an Neujahr einen Schwan auf der Petershöhe aus einem kleinen Wassergraben gerettet.“ Oder wenn eine Tür geöffnet werden muss und die betreffende Person nur geschlafen hat.
Innerhalb von zehn Minuten nach der Alarmierung muss der erste Trupp an der Einsatzstelle sein, „nach drei Minuten ist das erste Fahrzeug meistens schon draußen“, sagt Konopik. Der „Piepser“, über den die Alarmierung erfolgt, ist natürlich auch während des Festes dabei. Schließlich sind die Feuerwehrler immer einsatzbereit.
@Das komplette Programm unter www.feuerwehr-oberasbach.de
Die Verkehrskreisel in Oberasbach sind für das Feuerwehrjubiläum geschmückt, der an der Straße nach Rehdorf nachts sogar illuminiert. Die Brandschützer freut‘s.
Foto: Thomas Scherer
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Copyright (c)2012 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 11.05.2012
Kategorie: Medien, Feuerwehr










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