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"Asphaltinsel" zum Stockschießen auf der Alten Festwiese

Die Asphaltstockschützen um Josef Wegele (knieend) und Helmut Michel (karierte Jacke)

Bald schon wird die improvisierte neue Asphaltstockbahn von frischem Gras umgeben sein. (Foto: Dietmar Fechner)

Erste Bürgermeisterin Birgit Huber bei einem Probe-Schub im Februar (Foto: Josef Wegele)

...auch eine weitere Interessentin gab es bereits!

Erst die geplante Bebauung auf der Alten Festwiese (links im Bild) vervollständigt das städtebauliche Konzept für das Rathausumfeld und "schließt" die vierte Seite des Rathausplatzes (Modell: Arbeitsgemeinschaft Architekten Franke+Messmer, Emskirchen undLandschaftsarchitekt Tautorat, Fürth).

Oberasbach hat jetzt bis auf Weiteres eine neue Asphaltstockbahn. Wie das? Mit der Freigabe des neuen Rathausplatzes zum Parken waren die Tage des benachbarten Interimsparkplatzes gezählt. Denn nach den Vorgaben der Städtebauförderung musste die Ausweichfläche baldmöglichst zurückgebaut werden, die Arbeiten sind fast abgeschlossen. Auf Initiative von „Mr. B-I-T“ Helmut Michel und Josef Wegele vom Stadtseniorenrat ließ der städtische Bauhof einen der asphaltierten Fahrstreifen in der Mitte der ehemaligen Festwiese stehen – auf dieser „Insel“, die bald komplett von frischem Grün umgeben sein wird, trifft sich nun jeden Mittwochnachmittag eine Gruppe von Stockschützen.

Schon lange wünschen sich die Oberasbacher Fans des v.a. als Eisstockschießen bekannten uralten Volkssports, die seit einigen Jahren zusammen einmal pro Monat auf der Anlage des DJK Oberfürberg spielen, eine entsprechende Bahn vor Ort. Angedacht war hierfür bereits das Grün für alle, neben der neuen Boule-Anlage, und auch das künftig sanierte und erweiterte Hans-Reif-Sportzentrum ist im Gespräch.
Um nun kurzfristig die Interimsstockbahn am Rathaus zu ermöglichen, schaltete Bauamtsleiter Peter Kleinlein zunächst die Erste Bürgermeisterin ein. Birgit Huber verfasste daraufhin einen Brief an die Regierung von Mittelfranken, um abzuklären, dass mit dieser unbürokratischen Übergangslösung nicht gegen die Auflagen im Rahmen der Förderkulisse für Tiefgarage und Rathausplatz verstoßen wird. Auch auf ein paar Probe-Schübe schaute sie bei den Stockschützen vorbei. „Ich habe mich gerne für diese pfiffige Idee unserer engagierten Senioren eingesetzt. Die Stockbahn ist eine schöne Zwischennutzung, aber natürlich streben wir weiterhin die Entwicklung des Baugrunds gemäß städtebaulichem Konzept an.“

Damit spielt das Stadtoberhaupt auf die geplante Bebauung auf der Alten Festwiese durch den Eigentümer des Grundstücks an, die Pfründestiftung der Evangelischen Kirche. Hier sollen
zwei maximal dreigeschossige Gebäude mit einer Mischnutzung entstehen, die die vierte Seite des Rathausplatzes schließen würden.

Bis dahin kann man auf der Alten Festwiese vorerst jeden Mittwoch ab 16 Uhr mindestens sechs sportlichen Damen und Herren beim Asphaltstockschießen, das Ähnlichkeiten mit der olympischen Disziplin Curling hat, zusehen. Oder auch mitmachen: „Wer Interesse hat, dem leihen wir gerne auch mal für fünf Schübe unseren Eisstock. Falls man dann richtig einsteigen möchte, sollte man sich ein gutes gebrauchtes Spielgerät kaufen, das gibt es für etwa 100 bis 150 Euro“, erklärt Josef Wegele vom Stadtseniorenrat. „Außer einer guten Beweglichkeit muss man nichts mitbringen, viel Kraft braucht man beispielsweise nicht.“ Insgesamt besteht die Gruppe bisher aus vier Frauen und zwölf Männern, die sich über den Aktivkreis 60+ der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes gefunden haben.

Natürlich steht die „Asphaltinsel“ außerhalb der Nutzung durch die Stockschützen für alle zur Verfügung, wenn das Gras angewachsen ist – z.B. für Kinder, die hier Fahrradfahren lernen möchten.

Kontakt bei Interesse am Asphaltstockschießen:
Josef Wegele, Tel. 0911.69 82 07

Tipp für gebrauchte Eisstöcke:
www.ebay-kleinanzeigen.de/s-eisstock-ebra/k0
(Herr Wegele berät gerne)

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