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"Gib mir Fünf": Tarifzonen werden zum 1. Januar 2019 wesentlich übersichtlicher

„Gib mir Fünf“ - ab 1.01.2019 gibt es nur noch 5 Tarifzonen im Landkreis Fürth. Bei der Vorstellung dabei (vordere Reihe, v.l.) : Andrea Müller, Landratsamt Fürth, Frank Bauer, Fraktionsvorsitzender SPD, Maximilian Gaul, Fraktionsvorsitzender CSU, Jürgen Haasler, Geschäftsführer VGN, Landrat Matthias Dießl, Friedrich Biegel, Fraktionsvorsitzender Freie Wähler, Norbert Schikora, Fraktionsvorsitzender B´90/Grüne, Friedrich Dursch, Werbeagentur Dursch, Kathrin Siegel, Landratsamt Fürth.

So sehen sie aus, die neuen fünf Tarifzonen.(Fotos: Christine Lenzner, Landratsamt Fürth)

Eines der größten und aufwendigsten Projekte im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) steht vor dem Abschluss: Ab Januar 2019 werden im Landkreis Fürth die bisherigen 20 Tarifzonen auf fünf Zonen reduziert. Mit der Neugestaltung der Tarifzonen wird das Tarifsystem innerhalb des Landkreises Fürth deutlich vereinfacht. Die Umsetzung dieser Vereinfachung von den ersten Planungen bis zum beschlossenen Konzept nahm mehrere Jahre in Anspruch.

“Erstmals wird damit innerhalb des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg eine derart großräumige Tarifzonen-Neugestaltung durchgeführt”, sagte Landrat Matthias Dießl bei der Vorstellung. “Mit unserem Tarifprojekt gehen wir neue Wege”, betonte er. „Wir werden häufig günstiger, manchmal teurer, aber auf alle Fälle einfacher.“ Ein wichtiges Ziel der Neugestaltung war die Zusammenlegung von Haupt- und Außenorten einer Stadt oder einer Gemeinde in eine gemeinsame Tarifzone, damit etwa die Fahrt von Cadolzburg nach Fürth den Fahrgast genauso viel kostet wie die Fahrt von Egersdorf nach Fürth.

Für die Verkehrsplaner im Landratsamt war das Projekt eine Mammutaufgabe. Im Herbst 2015 hatte sich der Umwelt- und Verkehrsausschuss erstmals mit dem Thema befasst. Das Konzept wurde in darauffolgenden Sitzungen weiter fortentwickelt. Schlussendlich mussten dann die Organe und Gremien des VGN der Neuordnung zustimmen. “Ich danke allen, die diese Tarifzonen-Vereinfachung mitgetragen und mitgestaltet haben, angefangen von unserer Verwaltung über die Kreisgremien bis hin zu unseren Gemeinden, der Nachbarstädte Nürnberg und Fürth und allen weiteren Gremien”, sagte Matthias Dießl. Besonders dankte er auch dem VGN “für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung bei diesem aufwändigen Projekt.”

VGN-Geschäftsführer Jürgen Haasler ergänzte: „Wirklich hervorheben muss man das starke Engagement des Landkreises Fürth für den öffentlichen Personennahverkehr. Seit vielen Jahren baut der Landkreis die Verkehrsangebote für die Bewohner aus und setzt dabei hohe Standards: mit Taktverkehren, modernen Fahrzeugen oder Zusatzangeboten wie AST und NightLiner“, lobte Haasler. Dazu gehört auch ein offensives ÖPNV-Marketing, wie zum Beispiel die aktuelle Informationskampagne zur Tarifänderung, die der VGN gerne unterstützt.

Die bisherige Gestaltung der Tarifzonen war nicht nach geographischen Gesichtspunkten vorgenommen worden, sondern nach dem Verlauf der vor Gründung des VGN bestehenden Buslinien. “Dies war seinerzeit erforderlich und sinnvoll”, so der Landrat. Letztlich habe dies aber zu teilweise für die Fahrgäste schwer nachvollziehbaren Ergebnissen geführt. So wurde häufig bemängelt, dass Fahrten nach Nürnberg vom Hauptort einer Gemeinde einen anderen Preis kosten, als von einem Teilort. “Mit der Neugestaltung wird das Fahren mit den Öffentlichen bei uns im Landkreis Fürth noch einmal attraktiver”, sagte der Landrat.

Mit der Reform wurde das Ziel verfolgt, jede Gemeinde inklusive der Ortsteile vollständig einer Tarifzone zuzuordnen und insgesamt eine Vereinfachung der Tarifzonen herbeizuführen. Dabei wurde versucht, dieses Ziel mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Fahrpreise umzusetzen und Verteuerungen weitgehend zu vermeiden.

Ein Beispiel: Die Städte Zirndorf, Oberasbach und Stein liegen dann in einer neutralen Zone. Fahrten von Zirndorf und Oberasbach nach Fürth werden mit Zeitkarten nun günstiger - für beide Städte gilt künftig die Preisstufe B für die direkte Fahrt nach Fürth. Deshalb musste auch die Stadt Fürth den Plänen zustimmen. Fahrten nach Nürnberg werden etwa von Oberasbach Bahnhof günstiger (künftig Preisstufe A). Für die Teilorte von Stein werden Fahrten nach Nürnberg (künftig A) günstiger. Fahrten innerhalb der neutralen Zone werden teurer, jedoch ergeben sich ab 01.01.2019 Vorteile wie zum Beispiel eine Kurzstreckenregelung. Das bedeutet, dass nach dem Einstieg bis zur vierten Haltestelle bei Benutzung des Busses (z. B. Zirndorf Jahnstraße – Altenberg Ost) und für die Bahnstrecke zwischen Zirndorf Bahnhof und Fürth Hauptbahnhof der Kurzstreckentarif gilt. Keine Preiserhöhung gibt es dann für die 4er Tickets in der Preisstufe A, B und bei der Kurzstrecke sowie des Tagestickets Plus in der Preisstufe A und B. Zusätzlich angeboten werden das 9 Uhr-Jahres-Abo und die Sonderfahrkarte zur Michaeliskirchweih.

„Den Zugang zum ÖPNV erleichtern immer mehr auch die elektronischen Auskunfts- und Vertriebssysteme. Passend zur gewünschten Verbindung kann man sich heute per PC, Tablet oder Smartphone die jeweiligen Fahrpreise anzeigen lassen und gleich ein Ticket kaufen“, berichtete VGN-Geschäftsführer Jürgen Haasler. Auch die Fahrkartenautomaten und Fahrscheindrucker nehmen den Fahrgästen wie dem Verkaufspersonal weitgehend detaillierte Tarifkenntnisse ab. Den Landkreis kostet die Umstellung jährlich rund 480.000 Euro. Da sich der Fahrpreis häufig reduziert, muss der Landkreis den Verkehrsunternehmen die fehlenden Einnahmen ersetzen. Allerdings wird sich die Belastung in den Folgejahren nach und nach weiter reduzieren, etwa dann, wenn Linien wieder neu ausgeschrieben werden.

Aufgrund der Änderung ist es eventuell notwendig, die Verbundpässe bzw. die Zonenkarten ändern zu lassen. Das ist bei den Kundenbüros von VAG, infra und DB sowie im Landratsamt Fürth (Im Pinderpark 2, 90513 Zirndorf, 2. Stock, Zimmer Nr. 2.25) möglich. Die neuen Tarifzonen werden von zahlreichen Werbemaßnahmen begleitet, die den Titel “Gib mir 5” haben. Promotionaktionen auf Weihnachtsmärkten, Werbespots, Social-media-Aktionen und Anzeigenmotive haben das Ziel, die gestiegene Attraktivität des ÖPNV zu kommunizieren und damit Mobilität zu verändern. In allen Linien des ÖPNV liegt Infomaterial aus, dazu hängen an Haltestellen entsprechende Informationen für die jeweiligen Orte.

Informationen gibt es im Landratsamt unter der Telefonnummer 0911/9773-3031 oder online unter www.landkreis-fuerth.de. Der VGN informiert zu Tarifen unter der Telefonnummer (0911) 27075-99, sowie unter www.vgn.de und über die Gratis App „VGN Fahrplan & Tickets.“

“Mit der Vereinfachung der Tarifzonen wird ein großer Wunsch vieler Fahrgäste aber auch des Landkreises erfüllt. Ich hoffe, dass damit noch mehr Menschen vom Auto auf die Öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen”, sagte der Landrat.

Mit Blick auf die Zukunft prüft der VGN bereits die Möglichkeiten für einen elektronischen Tarif. Die Zukunftsvision lautet „Einsteigen und Fahren“, mit automatischer Fahrpreisberechnung, optimierten Tarifmodellen und bargeldloser Abrechnung – ein Projekt, das der Landkreis Fürth als Partner im VGN stark unterstützt und vorantreibt.


(Quelle: Presseinformation Landratsamt Fürth)

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