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Ihre Ideen sind gefragt: 1. Bürger-Workshop zum „Erlebnisweg Wallensteins Lager“ am 4. Juni

Wallensteins Lager von 1632 auf einer zeitgenössischen Karte der Gebrüder Trexel

Zinnfigurendiorama des Lagers im Zirndorfer Stadtmuseum: Friedrich Klaußner aus Hagenbüchach schuf es in 20igjähriger Arbeit in seinem Wohnzimmer!

Wachtmeister, Kroate, Mönch, Marketenderin, Trompeter: In Wallensteins Lager tummelten sich nicht nur Söldner und Offiziere – insgesamt lebten hier für knapp zwei Monate 80.000 Menschen auf engstem Raum, dazu kamen 15.000 Pferde!

Das wohl größte Feldlager der Militärgeschichte und eine wichtige Episode im Dreißigjährigen Krieg auf moderne, anschauliche Weise und mit allen Facetten erfahrbar machen – darum geht es bei dem gemeinsamen Projekt „Erlebnisweg Wallensteins Lager" der Städte Oberasbach, Stein und Zirndorf.

Dafür sollen entlang eines Weges rund um das Lager verschiedene Stationen errichtet werden, die auf Besonderheiten hinweisen, zum Mitmachen animieren oder über verschiedene Medien – das können auch Hörstationen oder eine App mit Augmented-Reality-Elementen sein – wichtige Informationen vermitteln.

Der Erlebnisweg wird in drei Themenwege mit jeweils einem eigenen Schwerpunkt unterteilt. Rund um Zirndorf könnte es das Thema „Schlachtstrategie“ werden. Auf Steiner Gebiet stand möglicherweise Wallensteins mobiles Holzhaus, und auch Offiziere und Infanterie waren hier untergebracht, das Thema „Ordnung im Lager“ bietet sich deshalb als Schwerpunkt an. In Oberasbach könnte man gut die Themen „Spital, medizinische Versorgung und Hygiene“ darstellen. Denn wussten Sie, dass es auf der Petershöhe nicht nur eine Sternschanze, sondern auch ein Lazarett gab?

Wie genau sich Oberasbach bei diesem Projekt positionieren kann, soll im ersten von zwei Workshops am 4. Juni erarbeitet werden. Hier können Sie Ihre Ideen, Ihre Wünsche und Visionen einbringen und sich damit aktiv am Planungsprozess beteiligen! Bei dem Workshop, den die mit der Konzeption und Realisierung des Erlebnisweges beauftragte Erlanger Agentur Impuls Design leitet, sollen potentielle Bausteine, Anteile oder Alleinstellungsmerkmale Oberasbachs am Projekt „Erlebnisweg Wallensteins Lager“ gefunden werden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Bitte beachten Sie: Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Bitte melden Sie sich bis spätestens 1. Juni bei Anja Schönekeß, Kulturamt Stadt Oberasbach, unter Telefon 0911.96 91-118 oder per Mail an kulturamt@oberasbach.de für den Workshop an. Vielen Dank!

Termin 1. Bürger-Workshop:
Montag, 4. Juni 2018, 17 Uhr (bis ca. 20 Uhr)
Rathaus, Sitzungssaal, 3. OG
Rathausplatz 1
90522 Oberasbach

Hintergrund:

Einer der wichtigsten historischen Schauplätze des Dreißigjährigen Krieges, der vor 400 Jahren begann, befindet sich vor den Toren Nürnbergs: Die Rede ist von Wallensteins Lager. Am 17. Juli 1632 schlug der böhmische Feldherr Albrecht von Wallenstein mit rund 80.000 Menschen und 15.000 Pferden ein Lager von rund 20 Kilometern Umfang auf dem heutigen Gebiet der Städte Oberasbach, Stein und Zirndorf auf. Für dieses wohl größte Feldlager der Militärgeschichte wurden u.a. 13.000 Bäume gefällt. Zu den 50.000 Söldnern kam ein Tross von weiteren rund 30.000 Menschen: Familienangehörige, Händler, Gaukler und auch Prostituierte, die ebenfalls im Lager untergebracht waren – schnell herrschten dort Krankheiten und Hunger, die hygienischen Verhältnisse waren katastrophal. Der Kontrahent des Katholiken Wallenstein, der protestantische Schweden-König Gustav II. Adolf, hatte sich derweil in Nürnberg verschanzt.

Mit seinem Lager wollte Wallenstein die schwedischen Truppen blockieren – mit Erfolg. Gustav Adolf versuchte aus seiner Blockade auszubrechen und mit der Schlacht an der Alten Veste Zirndorf zurückzuschlagen. Doch der Versuch misslang. Zurück blieben zwei Truppen, die nach einer unentschieden geendeten Schlacht herbe Verluste einbüßen mussten. Schnell zeigten sich weitere Schattenseite des gigantischen Lagers: Die Soldaten plünderten die Dörfer rund um das Lager und fielen wie die Heuschrecken in die Region ein. Beim Abzug der Truppen nach 70 Tagen gingen neben den Lagerunterkünften auch alle Dörfer in Flammen auf. Es sollte Generationen dauern, bis sich die einheimische Bevölkerung von diesem Trauma erholte.

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Weitere Informationen finden Sie hier.

Aktuelle Artikel der Fürther Nachrichten lesen Sie hier und hier.

Außerdem hat der Bayerische Rundfunk einen Beitrag über den 30jährigen Krieg rund um Nürnberg, Zirndorf, Oberasbach und Stein gedreht. So wird z.B. über eine Führung an der Alten Veste und den Hainberg berichtet. Er läuft am Sonntag, 20. Mai 2018, in der Frankenschau des BR Fernsehens. Die Sendung beginnt um 17.45 Uhr auf BR Nord. Der Beitrag kann anschließend auch über die Mediathek aufgerufen werden.








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