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Neues Stadt-Wohnzimmer eingeweiht – Festakt für den Oberasbacher Rathausplatz

Architektin Michaela Messmer (links) erläutert die "Betriebsanleitung" für den neuen Rathausplatz.

(Foto: Thomas Scherer)

(Foto: Thomas Scherer)

(Foto: Thomas Scherer)

Nachtrag: Bereits am 18. Dezember wurde der neue Rathausplatz direkt nach der Anlieferung der mobilen Bäume zum Parken freigegeben. Die fünf Stellflächen rechts oben sind für Behinderte reserviert. (Foto: Bauamt Stadt Oberasbach)

"Parkanleitung" des Oberasbacher Bauamts

Am 8. Dezember wurde der neue Oberasbacher Multifunktionsplatz am Rathaus für Parken und Events bei einem kleinen Festakt mit zahlreichen Gästen eingeweiht. Sie ließen etwa 200 Luftballons mit guten Wünschen für das neue „Wohnzimmer“ der Stadt in den Himmel steigen und feierten anschließend auf dem zweitägigen Weihnachtsmarkt, der ersten Großveranstaltung auf dem neuen Rathausplatz. Zusammen mit der darunter liegenden Tiefgarage und den zusätzlichen Längsparkbuchten an der Vorderen Hochstraße gibt es jetzt 156 kostenlose Parkplätze im neugestalteten Zentrum. Nach dem Abbau der Weihnachtsmarktbuden und der Anlieferung des mobilen Grüns ist der Rathausplatz ab 19. Dezember zum Parken freigegeben. Wie auch in der Tiefgarage fallen hier keine Kosten an, allerdings gibt es auf dem Platz eine Parkzeitbegrenzung von zwei Stunden (werktags von 8 bis 19 Uhr).

„Ganz Oberasbach atmet auf, dass dieses Mammutprojekt nach rund zwei Jahren Bauzeit nun vollbracht ist. Eigentlich sind es mit Bau der neuen Tiefgarage, Bau des Rathausplatzes und der Umgestaltung der Vorderen Hochstraße auch drei Projekte in einem“, so Erste Bürgermeisterin Birgit Huber in ihrer Ansprache. „Jetzt freuen wir uns über einen funktionalen Festplatz und insgesamt 156 öffentliche und kostenlose Parkplätze, wo vorher nur 77 waren. Ich wünsche mir, dass sich dieser Rathausplatz zu einer echten Neuen Mitte entwickelt, wo sich alle wohlfühlen und gerne aufhalten – wie in einem Wohnzimmer. Und ich hoffe, dass wir alle gemeinsam hier auf diesem Platz noch unzählige schöne Veranstaltungen erleben können und tolle Feste miteinander feiern – das nächste wird übrigens unser Stadt- und Bürgerfest sein, mit dem wir nächsten April 25 Jahre Stadterhebung begehen“, erläuterte Huber.

Das Stadtoberhaupt bedankte sich nach der Begrüßung der prominenten Gäste bei allen Projektbeteiligten und den Verantwortlichen im städtischen Bauamt namentlich für die gute Zusammenarbeit und besonders auch bei den Anwohnern und Gewerbetreibenden im Rathausumfeld für ihre Geduld. Die Erste Bürgermeisterin vergaß auch nicht, sich für die Fördermittel im Rahmen des Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ der Städtebauförderung zu bedanken – allein für die Tiefgarage seien rund 1,1 Mio. Euro bewilligt worden, für den Platz sei rund eine Million beantragt.

Noch sei nicht alles ganz fertig, räumte Birgit Huber ein: „Die mobilen Containerpflanzen, die den Parkplatz mit den 64 Stellflächen begrünen sollen, kommen beispielsweise erst am 18. Dezember. Und dann ist da die Platzwand, über die ich gerne sage: Das ist die Rückseite der Bühne und Rückseite der Bushaltestelle.“ Die Einfassung des Rathausplatzes werde auf der Platzseite mit Kletterpflanzen berankt. Auf der Straßenseite fehlten noch die digitalen Displays unter anderem für Vereinsinfos und Fahrgastinformationen. Auch solle bei den dreieckigen Aussparungen noch das Gittermuster von Bushaltestellendach und Müllhäuschen aufgegriffen werden, ebenso sei eine große Aufschrift "Rathausplatz" geplant. Auf der Außenseite werde die Platzwand durch das goldfarbene Dach der Bushaltestelle und Sitzgelegenheiten aufgelockert – beides komme voraussichtlich Ende Januar. Das Busdach wird zudem über die „Förderung von Haltestellen des ÖPNV“ des Freistaats Bayern bezuschusst.

„Gebrauchsanweisung“ für den Multifunktionsplatz

Nach dem Grußwort von Landrat Matthias Dießl ergriffen die Planer von der Arbeitsgemeinschaft Architekten Franke+Messmer aus Emskirchen und Landschaftsarchitekt Tautorat aus Fürth das Wort. Michaela Messmer hatte sich einen besonderen Clou einfallen lassen: „Normalerweise übergeben wir bei einer Einweihung den Schlüssel zum Gebäude. Das ist heute etwas schwierig. Deshalb wollen wir Ihnen eine kleine Gebrauchsanweisung zu Ihrem neuen Rathausplatz übergeben.“ Und so erklärte die Architektin anhand eines selbstgezeichneten Posters mit sieben Piktogrammen augenzwinkernd die verschiedenen Funktionalitäten und Merkmale des Platzes. Dabei ging sie auch auf die mit BayernWLAN geförderten Hotspots ein, dank derer man im Oberasbacher Zentrum schon in wenigen Wochen kostenlos im Netz surfen können sollte. Geplant ist das WLAN für Rathausplatz, Tiefgarage und Bushaltestelle. „Und verlieren Sie die Zukunft nicht aus den Augen: Der Platz hat bereits drei geschlossenen Seiten, die vierte Seite wartet darauf in Angriff genommen zu werden.“ Damit spielte Michaela Messmer auf die geplante Bebauung auf der Alten Festwiese an, durch die sich erst ein städtebauliches Ensemble gemäß Stadtentwicklungskonzept ergibt. Messmer schloss mit dem Appell an die Oberasbacherinnen und Oberasbacher: „Erfüllen Sie Ihre neue Ortsmitte mit Leben!“

Als symbolischen Akt der Einweihung des neuen Rathausplatzes ließen die Gäste nach dem ökumenischen Segen durch Ronja Gerber, Vikarin von St. Markus, und Pfarrer Matthias Stepper von St. Johannes zur Musik vom Posaunenchor Algebrass 200 weiße und grüne Luftballons steigen. Direkt im Anschluss wurde der Oberasbacher Weihnachtsmarkt auf dem neuen Rathausplatz eröffnet, wo alle Gäste des Festakts miteinander feiern konnten.

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