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Rektor der Pestalozzi-Mittelschule verabschiedet

Erste Bürgermeisterin Birgit Huber überreicht Jürgen Knorz einen Korb voller Oberasbach-Souvenirs.

Am 26. Juli 2018 wurde Jürgen Knorz nach 21 Jahren an der Oberasbacher Pestalozzi-Mittelschule in den Ruhestand verabschiedet, von denen er die letzten 15 ihr Rektor war. Nach Darbietungen der Schüler und zwei Gesangseinlagen der Lehrer gab es Grußworte von Oberasbachs Erster Bürgermeisterin Birgit Huber, dem stellvertretenden Landrat Franz X. Forman, dem Schulamtsdirektor Peter Grasser und Karin Setzer für das Kollegium. Zuletzt ergriff Jürgen Knorz das Wort.

Dabei blickte er zurück auf viele Veränderungen und Highlights während seiner Zeit als Schulleiter. So habe sich die Hauptschule zur Pestalozzi-Mittelschule Oberasbach weiterentwickelt, die im Schulverbund Hainberg-Bibertgrund mit der Mittelschule Roßtal und der Mittelschule Stein zusammenarbeitet. Auch gebe es inzwischen einen Mittlere-Reife-Zug und Ganztagsklassen, sowie dank der Hilfe der Stadt Oberasbach zwei Schulsozialpädagoginnen. Gerne erinnerte sich Knorz, der nie Chef, sondern „Primus inter pares“ (lateinisch für „Erster unter Gleichen“) sein wollte, auch an die großen Schulfrühstücke in der Turnhalle, die Benefizläufe und viele Sportfeste.

„Entdecke deine Stärken, finde deinen Weg, erreiche dein Ziel – wir unterstützen dich!“ So lautet das gemeinsam entwickelte Leitbild der Pestalozzi-Mittelschule. Dass es nicht immer leicht ist diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, klang in der Bilanz des Rektors auch an: „Wir müssen an der Schule immer mehr originär elterliche Aufgaben übernehmen. So haben viele Kinder keine Tischmanieren mehr, lernen nicht schwimmen, erfahren zuhause keine Unterstützung. Um aufzufangen, was die Institution Familie zunehmend weniger leistet, bräuchten wir mehr Zeit, kleinere Klassen und weniger Unterrichtsbelastung. Wir müssen uns heute auch zum Beispiel um die Themen Medienerziehung, die Gewalt- und Drogenprävention, gesunde Ernährung und Demokratieerziehung kümmern. Im Lehrerzimmer gibt es eigentlich keine Pause mehr, da dort nur noch Dienstgespräche geführt werden. Wir brauchen sehr viel individuelle Förderung. Daher begrüßen wir es sehr, dass es inzwischen so viele Ehrenamtliche wie die Schülercoaches und den „Lesekoch“ Siegbert Rudolph gibt. Aber auch die Abstimmung mit ihnen kostet unsere Lehrer zusätzlich Zeit.“

„Als Vertreterin des Sachaufwandsträgers dieser Schule, der Stadt Oberasbach, möchte ich mich sehr herzlich für all Ihr Engagement und Herzblut in den vergangenen Jahren bedanken“, betonte deshalb auch Bürgermeisterin Birgit Huber.

Das Engagement von Jürgen Knorz scheint sich ausgezahlt zu haben, denn unter den Abschiedsgeschenken war auch ein liebevoll gestaltetes Erinnerungsbuch der Schülerinnen und Schüler mit vielen guten Wünschen und Kommentaren wie „Ich werde Sie nie vergessen und Ihre Gedichte auch nicht!“. Und auch das Kollegium hat sich mit einem selbstgetöpferten Souvenir viel Mühe gegeben.

Auf den bisher noch nicht ernannten Nachfolger von Jürgen Knorz warten noch viele Aufgaben und Projekte wie Digitalisierung, ein Medienkonzept und Leseförderung. „Schule bleibt nie stehen. Das Lernen ist wichtiger denn je, aber Pädagogik muss vor Technik kommen. Wichtig ist, dass unsere Schulfamilie weiterhin zusammenhält, mit Kopf, Herz und Hand. Ich wünsche Euch, liebe Kollegen, viel Kraft und Erfolg, und vor allem viel positives Feedback – denn das ist die größte Motivation für uns“, so Knorz zum Abschluss.

Alles Gute für Ihre Zukunft, Herr Knorz!


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