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Trauer um Ehrenbürger Helmut Mahr

Der verstorbene Helmut Mahr bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde 2012

Am 26. Januar 2019 ist der Oberasbacher Ehrenbürger und Kreisheimatpfleger a.D. Helmut Mahr verstorben. Der 1925 in Fürth geborene leidenschaftliche Lokalhistoriker lebte seit 1964 in Oberasbach. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Studiendirektor am Hardenberg-Gymnasium Fürth und später als Pensionär widmete sich Mahr mit großem Engagement u.a. der Erforschung und Dokumentation der Geschichte Oberasbachs.

Seine Kenntnisse über den Landkreis Fürth sowie seine Städte und Gemeinden waren einzigartig. Noch mehr gilt dies für die Geschehnisse des Dreißigjährigen Krieges und speziell zu den damaligen Ereignissen in Oberasbach, Stein und Zirndorf.

Neben vielen weiteren Publikationen zählt für Oberasbach die Chronik „Oberasbach – Tausend Jahre und mehr“ zu seinen herausragenden Werken. Das über 300 Seiten starke Standardwerk zu Oberasbachs Geschichte erschien 1995 und ist inzwischen leider vergriffen. Natürlich gibt es noch ein Exemplar in der Stadtbücherei Oberasbach. Hervorzuheben sind auch ganz besonders Helmut Mahrs Veröffentlichungen zum 30-jährigen Krieg und zu Wallensteins Lager 1632. Seine Arbeit ist die unverzichtbare Grundlage für das aktuelle interkommunale LEADER-Projekt „Erlebnisweg Wallensteins Lager“ der Städte Oberasbach, Stein und Zirndorf.

Dabei waren seine ersten Berührungen mit seinem späteren Wohnort nicht eben angenehm gewesen: Als Schüler und später als junger Rekrut während des Zweiten Weltkriegs hatte er den Truppenübungsplatz Hainberg – heute Naturschutzgebiet und 1632 Teil von Wallensteins Lager – kennengelernt.

Für seine Verdienste hat ihm die Stadt Oberasbach 1979 im Rahmen der 700 Jahr-Feier die damals herausgegebene große Goldmedaille und am 25. Juni 2012 die Ehrenbürgerschaft verliehen. Er war der erst fünfte Oberasbacher, der zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde. Diese besondere Auszeichnung erhielt er im Jahr 2012.

Helmut Mahr war außerdem von 1974 bis 2002 Kreisheimatpfleger des Landkreises Fürth. Diese Tätigkeit umfasste die Beratung der Dienststellen des Landratsamts, der Gemeinden und der Bevölkerung in Fragen des Denkmalschutzes. Er betreute den Wiederaufbau des Aussichtsturms auf der Alten Veste, die Heimatforschung, die Heimatvereine und die Museen im Landkreis. Sein Hauptanliegen war dabei die Erforschung der Geschichte des Landkreises und die Veröffentlichung von Geschichtsquellen und Forschungsergebnissen. Helmut Mahr hat auch die Ortsgeschichten von Zirndorf, Seukendorf, Oberasbach und Obermichelbach geschrieben. Außerdem entwickelte er eine Kulturkundereihe als Arbeitsgrundlage für die Schulen des Landkreises, darunter auch über „Stätten jüdischen Lebens im Landkreis Fürth”.

Bis ins hohe Alter hinein war Helmut Mahr zudem ein gefragter Festredner. Auch bei der Stadterhebung von Oberasbach am 30. April 1994, deren 25-jähriges Jubiläum dieses Jahr gefeiert wird, stand sein Beitrag im Mittelpunkt der offiziellen Feierlichkeiten.

„Mit Helmut Mahr verlieren wir das wandelndes historische Gedächtnis unserer Stadt und eine stets liebenswürdige und allseits hochgeschätzte Persönlichkeit. Die Stadt Oberasbach wird ihm immer ein ehrendes Gedenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seinen Hinterbliebenen“, so Oberasbachs Erste Bürgermeisterin Birgit Huber.

Helmut Mahr zu Ehren erhoben sich die Mitglieder des Kreistags und des Oberasbachs Stadtrats am 28. Januar bei ihren jeweiligen Sitzungen für eine Schweigeminute.

Die Trauerfeier findet am 30. Januar um 11 Uhr in der St.-Stephanus-Kirche in Unterasbach statt, die anschließende Beerdigung auf dem Friedhof Unterasbach.

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