Ab 1. April: Brutschutzzeit am Hainberg

  • Landkreis & Komm. Allianz

Am 1. April beginnt wieder die Brutschutzzeit im Naturschutzgebiet Hainberg. Diese dauert bis zum 30. Juni an. In der Brutschutz- und Kernzone dürfen Besucher die befestigten Wege nicht verlassen, um die brütenden Vogelarten nicht zu stören.

Dies ist auch den bereits vorhandenen Hinweisschildern im Naturschutzgebiet zu entnehmen. Um noch mehr Aufmerksamkeit auf die Brutschutzzeit zu lenken, wurden nun auf den Wegen mit umweltverträglicher Farbe zusätzliche Hinweismarkierungen angebracht.

Als erster griff Landrat Matthias Dießl zur Spraydose: „Ziel der Aktion ist es, den Besuchern des Hainbergs die Bedeutung der Brutschutzzeit zu verdeutlichen, denn das unüberlegte Betreten der Flächen kann den Bruterfolg der Arten stark bedrohen. Es ist wichtig, die befestigten Wege zu dieser Zeit nicht zu verlassen und Hunde, unabhängig von der Brutzeit, ganzjährig anzuleinen.“

Mit diesem sehr einfach umzusetzenden und verantwortungsvollen Verhalten könne jeder von uns dazu beitragen, dass der Naturgenuss und die Erholungsspaziergänge im Einklang mit dem Naturschutz stehen.

Besonders die am Boden brütenden Arten, wie die Heidelerche, benötigen jetzt Ruhe und Schutz. Die in Bayern als stark gefährdet eingestufte Art baut ihre Nester im schütteren Gras. Ihre Gelege können dadurch leicht übersehen werden. Wird die Heidelerche zu oft aufgeschreckt, kühlen ihre Eier aus und der Bruterfolg ist dahin.

Die Idee und die Schablone stammen vom Umweltamt Erlangen. Dort wird diese Methode seit Jahren im Naturschutzgebiet Exerzierplatz angewandt und macht es für Besucher erkennbar, welche Zonen zur Brutzeit betreten werden dürfen.

Die beiden Naturschutzgebiete sind sich nicht unähnlich. Sie beherbergen landesweit bedeutende Sandmagerrasen- und Bruthabitate und zeichnen sich durch Pionierstandorte aus. Diese sind für die Tier- und Pflanzenwelt sehr wichtig. Das Silbergras ist eine der Pionierpflanzen, die auf solche Standorte angewiesen sind. Was Sandmagerrasenflächen so besonders macht, sind ihre geringe Wasserspeicherkapazität und der niedrige Nährstoffgehalt des Bodens. Auf ihnen wachsen unter anderem die rosa blühende Strand-Grasnelke und die purpurne Heide-Nelke. Der aufmerksame Beobachter kann im Naturschutzgebiet Hainberg neben der so selten gewordenen Heidelerche auch vielen weitere Vertreter der Vogelwelt, wie Grünspecht, Singdrossel, Rotkehlchen und Pirol lauschen. Auch Insekten, wie Sandbiene, Blauflügelige Ödlandschrecke und Schwalbenschwanz sind am Hainberg vorzufinden.

Oranges Logo zeigt brütende Vögel, aufgesprüht auf einer Grasfläche am Hainberg
Foto: (c) Landkreis Fürth Wenn Sie dieses Logo am Hainberg sehen, nehmen Sie bitte Rücksicht auf die brütenden Vögel.
Landrat Matthias Dießl sprüht Logo auf eine Grasfläche am Hainberg
Foto: (c) Landkreis Fürth Landrat Matthias Dießl beteiligte sich an der Aktion zur Aufbringung des Brutschutzlogos am Haniberg
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