Birgit Huber zur aktuellen Corona-Lage in Oberasbach

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Foto: © Birgit Huber

Die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber informiert über die aktuelle Corona-Lage der Stadt Oberasbach kurz vor dem Jahreswechsel.

Liebe Oberasbacherinnen und Oberasbacher,

die Corona-Pandemie hat die Stadt Oberasbach fast das gesamte vergangene Jahr fest im Griff und beeinflusst unser Handeln und unsere Entscheidungen gravierend. Das wird sich noch bis in das kommende Jahr fortsetzen.

Ein kurzer Blick auf die Statistik zeigt: Auch in Oberasbach nimmt die Zahl der Erkrankten weiterhin stark zu. Während wir am vergangenen Montag noch 68 Infizierte verzeichnet hatten, zählten wir am Montag dieser Woche bereits 90 Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden und derzeit als erkrankt gelten.

Die Anzahl der Genesenen seit Beginn der Krise im März ist seit letztem Montag von 160 auf 183 Menschen gestiegen. Das ist erfreulich.

Sechs Menschen aus unserem Stadtgebiet sind im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 bedauerlicherweise verstorben.

Zur Chronologie der Krise

Am 16. März 2020 wurde von der Bayerischen Staatsregierung erstmals der Katastrophenfall festgestellt. In diesem Zusammenhang hat sich die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt eingerichtet und steuerte sämtliche Maßnahmen zur Katastrophenabwehr für unseren Landkreis. Zum zweiten Mal wurde der Katastrophenfall am 9. Dezember ausgerufen. Gleichzeitig wurde die zehnte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlassen.

Mit dem „Lockdown light“ ab dem 1. November konnte leider das exponentielle Wachstum nicht verhindert werden. Am 13. Dezember beschloss die Bundeskanzlerin daher gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder einen sogenannten zweiten harten Lockdown ab Mittwoch, den 16. Dezember, bis vorerst 10. Januar 2021. Dem schließt sich die Bayerische Staatsregierung an und ergänzt diese bundesweit geltenden noch um weitere Maßnahmen.Seit dem 16. Dezember gilt daher die 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmen-verordnung.

Der Landrat hielt über all die Monate der Krise mit den Landkreisbürger-meistern Kontakt. Regelmäßig finden Videokonferenzen statt. Die Situation wird insgesamt als äußerst besorgniserregend eingeschätzt.

Seit Beginn der Pandemie im März dieses Jahres hat die Stadt Oberasbach in beinahe allen städtischen Bereichen Maßnahmen ergriffen. Mit dem Wiederanstieg der Fallzahlen im Oktober ist tagesaktuell eine größtmögliche Flexibilität geboten.

Die jeweils neuesten Informationen finden Sie immer auf der Homepage des Landkreises Fürth, in dessen Zuständigkeitsbereich das Gesundheitswesen fällt.

Auswirkungen der Krise auf sämtliche städtische Einrichtungen

  • Schulen und Kitas sind aktuell geschlossen, ebenso Jugendhaus, vhs, Bücherei etc.
  • Rathaus: Zutritt nur mit Termin in wichtigen Fällen
  • Senioreneinrichtungen: Besuchsregelungen
  • Absage von städtischen Veranstaltungen
  • Stadtrat u.a. Gremien wurden neue Formen der Zusammenarbeit entwickelt, neue räumliche Situationen waren erforderlich, dem wurde mit dem Umzug der Sitzungen des Stadtrates zunächst in die DJK-Halle und aktuell in die Jahnhalle Rechnung getragen.
  • Der Wochenmarkt findet weiterhin statt, die Hygienekonzepte wurden entwickelt und umgesetzt. Die beiden kommenden Wochenmarkttage wurden aufgrund vom 1. Weihnachtstag und Neujahr auf Heiligabend und Silvester vorverlegt.
  • Die Oberasbacher Tafel konnte nach vorübergehender Schließung im Frühjahr ihre Arbeit wieder aufnehmen

Harter Lockdown nach Lockdown light

Ab 16. Dezember gelten auch in Oberasbach mit dem neuen verschärften Lockdown eine Reihe verschärfter Regelungen:

  • Kontaktbeschränkungen für private Zusammenkünfte
  • Nächtliche Ausgangssperren zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr
  • Für Weihnachten gelten leicht gelockerte Regeln
  • Weihnachtsgottesdienste finden in alternativen Formen, teils unter freiem Himmel, teils virtuell und teils sogar im Auto am Landratsamt statt.
  • Silvester in der gewohnten Form entfällt
  • Schließung weiter Teile des Einzelhandels, der Gastronomie und Hotellerie

Diese deutschland- bzw. bayernweit einheitlichen Regelungen gelten zunächst bis 10. Januar, spätestens am 5. Januar werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder neu beraten.

Auswirkungen der Krise

Unser aller Alltag hat sich in einer nicht vorhersehbaren Weise verändert. Wie lange die Auswirkungen anhalten werden, ist nicht absehbar. Die Hoffnung liegt auf dem in absehbarer Zeit in Deutschland zugelassenen Impfstoff. Das Impfzentrum für Stadt und Landkreis Fürth wird in der Rosenstraße (ehemalige Seniorenresidenz Curanum) eingerichtet. Betrieben wird es in Kooperation mit der AGNF (Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth e.V.)

Appell der Bürgermeisterin Birgt Huber

Wir arbeiten gemeinsam mit allen Verantwortlichen mit Hochdruck daran, diese Krise zu bewältigen. Das wird uns mit Ihrer aller Unterstützung gelingen. Ich danke Ihnen für Ihr besonnenes und rücksichtsvolles Verhalten im Jahresverlauf. Halten wir auch weiterhin zusammen, damit wir gut durch diesen Winter kommen und mit Zuversicht in das kommende Jahr blicken können!

Die Situation in den Kliniken darf sich nicht weiter zuspitzen. Ärzte und Pflegepersonal arbeiten am Limit, zahlreiche Intensivstationen sind durch die hohen Zahlen schwer erkrankter Corona-Patienten überlastet.

In einem gemeinsamen Appell richteten sich am 14. Dezember Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung und Landrat Matthias Dießl an die Bevölkerung und äußerten einstimmig ihre Sorge über die momentan rasante Entwicklung der Neuinfektionen. Diesem Appell schließe ich mich vollumfänglich an:

„Nicht alles, was aktuell noch erlaubt ist, muss auch tatsächlich sein“, gebe ich die dringende Aufforderung an Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger Oberasbachs, weiter.

Vermeiden Sie jeden nicht dringend notwendigen Kontakt! Bleiben Sie zu Hause, wann immer es geht! Schützen Sie Ihre Angehörigen und sich selbst und sorgen Sie durch Ihr persönliches Verhalten dafür, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren und eine Überlastung unseres Gesundheitssystems möglichst zu vermeiden!

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und und einen guten Start in ein gutes und gesundes neues Jahr 2021.

Herzlichst

Ihre

Birgit Huber
Erste Bürgermeisterin

Informationen zur Corona-Lage finden Sie auf der Homepage des Landkreises Fürth als für das Gesundheitswesen in der Stadt Oberasbach zuständiger Behörde.

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