Die Renaturierung des Asbachgrunds geht weiter

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Die herrliche Wiesenblüte im Asbachgrund erfreut derzeit Spaziergänger und Radfahrer gleichermaßen. Gleichzeitig bieten Schafgarben, Wiesen-Margeriten und viele andere bunt blühende Pflanzen bedrohten Insekten einen reichen Tisch mit Blütenpollen. Naherholung für Menschen und Schutz der Natur greifen hier Hand in Hand.

Diese Erfolgsgeschichte im Stadtentwicklungskonzept soll fortgeschrieben werden. Zurück geht diese Idee auf Walter Weichlein, den 2007 verstorbenen ehemaligen Stadtrat und Gründer der Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrunds. Schon zu Lebzeiten hat er einen beträchtlichen Teil seines Vermögens in diese Stiftung eingebracht, die heute Grundlage für die Verwirklichung dieser Vision ist. Konkretisiert wurde sie 2010 in dem Masterplan von Landschaftsarchitekt Christoph Gräßle mit einem durchgängigen, parkähnlichen Grünstreifen entlang des Asbachs von Rehdorf bis in den Hainberg. Seitdem wird kontinuierlich von Stadt und Stiftung daran gearbeitet.

In den Kreutleser Wiesen (Ortsteil Kreutles), um das Biotop in Rehdorf und die angrenzenden Sattlerwiesen (Ortsteil Oberasbach) sowie mit der Blumenwiese an den Kreuzäckern (Ortsteil Kreutles) wurde das Konzept schon umgesetzt.

Nun konnte die Stiftung im Bereich der Schlotenwiesen westlich von Rehdorf und der Lohbauerwiesen westlich der Bachstraße im Ortskern von Alt-Oberasbach weitere Areale erwerben, um auch hier im Sinne der ökologischen Vielfalt den Bachlauf zu renaturieren. Gemeinsam mit der Stadt Oberasbach sollen diese Ziele nun umgesetzt werden.

Was ist geplant?

Zunächst einmal hat der Bauausschuss beschlossen, sich auf den Bereich der Lohbauerwiesen in Oberasbach zu konzentrieren (Die Schlotwiesen in Rehdorf sollen später folgen). Über dieses Areal soll eine Verbindung vom Biotop in Rehdorf über die bereits vorhandenen Wege in den Sattlerwiesen mit dem Spielplatz in der Bachstraße in Alt-Oberasbach geschaffen werden. Im Zuge der Bürgerbeteiligung hatte sich nämlich bereits 2015 in einem Bürger-Workshop herauskristallisiert, dass ein Zugang zum Bachlauf und eine entsprechende Verbindung gewünscht sind. Der derzeit kerzengerade am Rand der Lohbauerwiesen verlaufende Bachlauf soll in die Mitte der Wiesen verlegt werden und einem natürlichen Schwung folgen. Ein Plan für einen ebenfalls avisierten Wasserspielplatz in diesem Bereich hatte sich allerdings zerschlagen, weil das verwendete Wasser für Kinder Trinkwasserqualität haben muss.

Was sagt der Wasser- und Bodenverband dazu?

Der Wasser- und Bodenverband ist der Eigentümer des eigentlichen Bachlaufs mit den unmittelbar angrenzenden Uferstreifen und gleichzeitig der Interessenvertreter der Oberasbacher Grundeigentümer von landwirtschaftlichen Flächen und der Landwirte. Sie sind von der Renaturierung direkt betroffen, gerade wenn es um den Ankauf neuer Flächen geht. Deshalb sind auch sie jederzeit in den Gesamtprozess eingebunden. Um auch Ihre Zustimmung zu den Vorhaben zu erhalten, haben bereits Gespräche im Rathaus stattgefunden. Für sie ist es u.a. wichtig, dass die Sandfänge im renaturierten Bachbett regelmäßig durch den Bauhof geleert und die Drainagen regelmäßig kontrolliert werden. Hier besteht noch Klärungsbedarf.

Was ist weiter zu tun?

Aber auch die Entwicklung der Wasserqualität muss durch die Stadt im Auge behalten werden, um die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen. Daher hat der Bauausschuss das Bauamt beauftragt, die entsprechenden Unterlagen für das Wasserrechtsverfahren erstellen zu lassen und das Wasserrechtsverfahren einzuleiten.

Im Gegensatz zu den bisherigen Renaturierungsflächen, die sich im Eigentum der Stadt Oberasbach befinden, gehören die Flächen Lohbauerwiese und Schlotenwiese der Stiftung. Somit sind noch entsprechende Vereinbarungen zwischen beiden Parteien abzuschließen.

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Foto: (c) Stadt Oberasbach Hier soll der Weg der Renaturierung weitergehen: Die Lohbauerwiesen beginnen hinter dem Querweg
Foto: (c) Stadt Oberasbach Hier in der Sattlerwiese ist die Renaturierung des Asbachs bereits gut gelungen (im Hintergrund die Lohbauerwiesen)
Grafik: (c) Büro Landschaftsökologie + Planung Entwurf von 2017: Mögliche Gestaltung des Areals
Grafik: (c) Stadt Oberasbach Lageplan der Lohbauerwiesen zwischen der Bachstraße im Osten und den Sattlerwiesen im Westen
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