Ein persönliches Dankeschön aus Solotschiw

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Mehrere Personen vor dem Rathauseingang
Foto: (c) Stadt Oberasbach Erste Bürgermeisterin Birgit Huber freute sich über den Besuch von Roman Pripin (3.v.l.) und der Familie Bukeda. Links im Bild Harald Kalb und Arnold Lehmann vom Kulturverein.

Seit nahezu einem Jahr tobt nun bereits der Krieg in der Ukraine und fast ebenso lange unterstützt der Kulturverein zunächst die polnische Partnerstadt Olawa und später dann deren Partnergemeinde Solotschiw (nahe Lwiw) in der Ukraine direkt mit Hilfsgütern. Jetzt besuchte eine kleine Gruppe um Roman Pripin aus Solotschiw die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber im Rathaus Oberasbach auf der Durchreise nach München.

Roman Pripin ist der erste Ansprechpartner in der Ukraine für den Kulturverein und die Stadt Oberasbach, wenn es um die Koordinierung der Hilfslieferungen geht. Die Sammelaktion im letzten Frühjahr in der DJK-Halle in Oberasbach offenbarte eine großartige Spendenbereitschaft der Oberasbacher Bürgerinnen und Bürger.

Inzwischen haben sich die freiwilligen Helferinnen und Helfer des Kulturvereins dreimal an der polnisch-ukrainischen Grenze mit Vertretern aus Solotschiw getroffen und rund drei Tonnen Hilfsgüter übergeben. Zuletzt zwischen Weihnachten und Neujahr.

Bekleidung, Decken, Krankentragen, Heizgeräte und vor allem auch inzwischen sechs Generatoren wurden aus den Sach- und Geldspenden beschafft und geliefert. Insbesondere die Heizgeräte und Generatoren leisten nach Auskunft von Roman Pripin in rund 19 Schulen und Kindergärten wertvolle Dienste, da die Stromversorgung auch in der westukrainischen Stadt durch die Zerstörung der zivilen Infrastruktur stark eingeschränkt ist. „Aktuell haben wir zweimal am Tag für rund zwei Stunden Strom und zusätzlich noch in der Nacht“, berichtet Roman Pripin von den prekären Verhältnissen, in denen die Menschen seit Monaten leben müssen. „Nachts wird derzeit die Wäsche gewaschen und gekocht.“

Die Hilfsgüter und Generatoren wurden vor allem in Solotschiw und Umgebung verwendet, aber auch die gleichnamige Partnerstadt Solotschiws in der Nähe von Charkiw wurde bereits unterstützt. Zahlreiche Krankentragen werden auch zur Versorgung von Verletzten im schwer umkämpften Bachmut in der ostukrainischen Region Donezk eingesetzt, so Roman Pripin.

„Die Menschen sind so dankbar für die großartige Hilfsbereitschaft“, ergänzt der Lehrer an einer Gesamtschule in Solotschiw in hervorragendem Deutsch an Birgit Huber gerichtet, „Sie können kaum ermessen, wie sehr die Betroffenen in der Ukraine diese Solidarität zu schätzen wissen.“

„Was wir leisten, ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, entgegnete die Erste Bürgermeisterin, „angesichts des für uns unvorstellbaren Leids der Menschen in der Ukraine. Mein Dank gilt den unermüdlichen Helferinnen und Helfern des Kulturvereins, die das ganze erst möglich machen."

Nach dieser kleinen Verschnaufpause in Oberasbach setzte die ukrainische Gruppe ihre lange und anstrengende Reise nach München fort, um dort medizinische Behandlung und Unterstützung zu koordinieren.

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