Einsparpotenzial mit Signalwirkung

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Foto: (c) Kommunale Allianz Teil 1 der Allianzrundtour führte auch am renaturierten Asbachgrund vorbei.

Die Kommunale Allianz legt mit den Dienst-Pedelecs über 3.000 Kilometer zurück und spart dabei 550 kg CO₂ ein.

Die Anschaffung von sieben baugleichen E-Pedelecs für Dienstfahrten der Rathäuser war eines der ersten Projekte aus dem ILEK der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg. Mit den bereits vorhandenen Rädern sind seit 2019 nunmehr elf E-Pedelecs für Dienstfahrten im Allianzgebiet im Einsatz.

Auf Kurzstrecken verbrauchen Autos viel Sprit, da der Motor nicht auf Betriebstemperatur kommen kann. Deshalb ist es bei Strecken von bis zu 10 Kilometern sinnvoll, das Fahrrad zu nutzen. Viele Geschäftsorte in den Gemeinden Ammerndorf, Cadolzburg, Großhabersdorf, Oberasbach, Roßtal, Stein und Zirndorf sind vom Rathaus in weniger als 20 Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen. Auch die kurzen Verbindungen zwischen den Gemeinden lassen oftmals ein Erreichen mit dem Fahrrad zu. Neben dem monetären Einsparpotenzial kann der motorisierte Individualverkehr reduziert und damit CO2 und andere Emissionen eingespart werden. Für die Mitarbeiter kommt ein sportlicher Effekt noch hinzu.

CO2-Einsparung als Signal für die Öffentlichkeit

Von März bis September 2020 kamen so in den Rathäusern 3.393,33 Kilometer zusammen. Eingespart haben die Mitarbeiter dabei 551.08 kg an CO2, 1221.60 € an Fahrtkosten, 101.80 € an Umweltkosten und 576.87 € an Unfallfolge- und Staukosten (siehe Einsparrechner des ADFC). Bürgermeisterin Birgit Huber, deren Verwaltung in Oberasbach mit 1.146 Kilometer die längste Strecke mit den Diensträdern absolviert hat, weiß:

„Natürlich kann mit dieser Maßnahme nur ein kleiner Teil der kommunalen Emissionen reduziert werden, aber wir möchten ein Signal nach außen senden, dass es für viele private oder berufliche Fahrten möglich ist, das Fahrrad gegen das Auto zu tauschen.“

Frau Huber nutzt selbst für viele Fahrten das E-Pedelec.

Ideensammlung für den Allianzrundweg

Eine Maßnahme, die die Kommunen als Nächstes zusammen angehen möchten, ist die Aufwertung des Allianzrundweges. Der Radwanderweg erstreckt sich auf einer Länge von circa 50 km über die Gemeinden Ammerndorf, Cadolzburg, Großhabersdorf, Oberasbach, Roßtal, Stein und Zirndorf – für Naherholungssuchende eine schöne Freizeitstrecke. Bereits seit 15 Jahren führt der Rundweg Wanderer und Radfahrer durch die Region. Tour und Beschilderung sind dabei etwas in die Jahre gekommen. Um den Allianzrundweg wieder interessanter zu gestalten, sollen neben neuen Trassen und Wegweisern außerdem Sitzmöglichkeiten, Einkehrmöglichkeiten, Infotafeln, Sehenswürdigkeiten und Etappen in der Wegbeschreibung ergänzt werden.

Die Rathäuser begeben sich auf zwei Fahrradexkursionen selbst auf die Suche nach Verbesserungspotenzial. Auch die Einwohner der sieben Gemeinden sind aufgerufen, Ihre Vorschläge einzureichen. Auf der Homepage der Kommunalen Allianz können Bürgerinnen und Bürger mit geringem Aufwand ihre Eindrücke von der Tour schildern und Verbesserungen vorschlagen.

 

Feedbackmöglichkeit zum Allianzrundweg: www.biberttal-dillenberg.de/allianzrundweg

Einsparrechner: www.adfc-bw.de/radzurarbeit/einspar-rechner

(Quelle: Pressemitteilung Kommunale Allianz)

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