Info-Veranstaltung zum Lidl-Neubau

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Foto: (c) Stadt Oberasbach

Der von der Lidl Dienstleistung GmbH geplante Neubau des Discounters in der Hainbergstraße hatte das Interesse der Anwohner geweckt und der Stadtrat hatte beschlossen, dass die Bevölkerung vor Wiederaufnahme des Genehmigungsverfahrens von der Firma Lidl transparent über das Vorhaben informiert werden soll.

Aus diesem Grund fand am frühen Samstagabend, 30. April, die auch in unserem Mitteilungsblatt „Infos für alle“ frühzeitig angekündigte Informationsveranstaltung der Firma Lidl statt. Rund zwanzig Interessierte hatten sich in der Jahnhalle eingefunden und ließen sich von Philipp Voigt (Lidl Immobilienleiter) und dem für dieses Projekt zuständigen Immobilien-Portfolio-Manager Tobias Grasser die Pläne vorstellen.

Der 2001 eröffnete Markt ist in die Jahre gekommen und verfügt derzeit über eine Verkaufsfläche von 800 m² und Stellplätze für 89 Kfz. Dieses Gebäude soll nun abgerissen werden und mit einer Verkaufsfläche von 1.350m² bis 2025 um 90 Grad gedreht neu errichtet werden. Die geplanten Parkplatzflächen sollen sich lediglich um fünf Stellplätze reduzieren.

Neben einem modernen Erscheinungsbild und attraktiveren Verkaufsflächen setzt Lidl auch auf neue Mobilitätsformen: Für Radfahrer soll es überdachte Abstellplätze und für eine Ladestation für zwei e-Fahrzeuge geben. Das Technikkonzept wird nachhaltig ausgelegt sein. U.a. Photovoltaik, optimierte Dämmung, moderne Beleuchtungs- und Kältetechnik sowie eine bedarfsgesteuerte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung steigern die Energieeffizienz.

Erkenntnisse des Lärmschutzgutachtens werden in Planungen einfließen

Wie zu erwarten war, lag das besondere und berechtigte Augenmerk der Anwohnerinnen und Anwohner auf den geplanten Lärmschutzmaßnahmen und den möglichen Zugangsmöglichkeiten aus dem Wohngebiet. Bereits jetzt sind entsprechende Schallschutzwände nach Westen und Süden vorgesehen. Dadurch sollen die Geräusche des Lieferverkehrs in den frühen Morgenstunden deutlich reduziert werden. Die Betriebsgeräusche der Kälteerzeugung und Lüftung werden durch moderne Technik verringert. Offen ist weiterhin die Frage nach einem geeigneten Standort für die Glascontainer, an dem die Lärmbelästigung für die Anwohner verringert werden kann. Weitergehende Erkenntnisse wird das Schallschutzgutachten liefern, das Lidl beauftragt hat und dessen Ergebnisse im weiteren Verlauf der Planungen erwartet werden.

Aber auch die Querungssituation vor dem Eingangsbereich des Marktes wurde intensiv thematisiert. Vergrößerte Aufstellflächen zwischen Einkaufswägen, Autos und Radfahrern könnten mögliche Konflikte entschärfen. Lidl greift diese Punkte in einer vertieften Planung auf.

Ein Zugang von Westen aus dem Wohngebiet ist derzeit nicht vorgesehen, obwohl der eine oder andere Anwohner sich diesen wünschen würde. Inwieweit das noch bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden kann, ließ Philipp Voigt offen und hinge auch vom Lärmschutzgutachten ab. Positiv aufgenommen wurde auch die Verbreiterung des Gehsteigs an der Hainbergstraße durch die Teilnutzung des Lidl-Areals.

Auslagerung des Backwarenhäuschens

Ebenfalls neu wird die Auslagerung des Backwarenverkaufs sein. Der Pächter bleibt derselbe. Der Bäcker bekommt am Südostende des Parkplatzes ein eigenes Verkaufshäuschen, um die Zufahrt zu erleichtern und den Zugang zum Markt zu entzerren. Auf dem Flachdach des Backwarenhäuschens sollen wettergeschützte Sitzplätze eingerichtet werden, die bei einer Tasse Kaffee und Gebäck zum Verweilen mit Blick auf den Hainberg einladen.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die zahlreichen Fragen der Anwesenden von den Lidl-Verantwortlichen zur Zufriedenheit aller beantwortet wurden. Die Anwohnerinnen und Anwohner fühlten sich mit ihren Sorgen und Bedenken ernst genommen und die Firma Lidl konnte besser verstehen, wo den Anwohnerinnen und Anwohner der Schuh drückt. Ein Gewinn für alle Beteiligten und die gegenseitige Akzeptanz.

Im nächsten Schritt erfolgt nun die formale Wiederaufnahme des formalen Bauleitplanverfahrens mit der dann üblichen Bürgerbeteiligung im Rahmen der öffentlichen Auslegung und den damit verbundenen Möglichkeiten für die Bevölkerung Einwendungen und Anregungen vorzubringen. Diese werden vor Beschlussfassung durch den Bereich Stadtplanung fachlich und rechtlich bewertet und dem Stadtrat und dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt.

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