Kindertagesstätte Langenäckerstraße in Betrieb genommen

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Die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen ist in den letzten Jahren in Oberasbach stark gestiegen. Das in einem Maße, das die bestehenden Einrichtungen nicht mehr abdecken konnten.

Die im Bau befindliche Kindertagesstätte in der Zwickauer Straße wird voraussichtlich 2021 fertiggestellt. So war die Stadt Oberasbach gefordert und entschied sich für eine Übergangslösung in Modulbauweise auf einem städtischen Grundstück an der Langenäckerstraße.

Auf den Tag genau vier Monate sind vergangen seit die Stadt Oberasbach am 15. Mai auf ihrer Homepage das erste Mal über den Beginn der Erdarbeiten berichtet hat. Am 15. September erfolgte nun die offizielle Schlüsselübergabe durch die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber an den Betreiber der Einrichtung, die Champini Bewegungskindertagesstätten-Gruppe.

Diese fand in einem kleinen Kreis mit Vertretern von Champini, der Stadt Oberasbach sowie dem Architekturbüro Lemke und dem Lieferanten der Metallbaumodule, der Firma Algeco, coronabedingt leider ohne Mitwirkung der Kinder statt.

Bereits seit Anfang September erklingt Kinderlachen in den Räumen. Inzwischen tollen 55 Kinder im Alter von einem bis fünf Jahren durch den großzügig und farbenfroh gestalteten Innenbereich sowie die Außenanlagen.

„Die Kinder stört es nicht, dass die Außenanlagen noch nicht ganz fertiggestellt sind“, sagte Jens Schmied von der Champini-Geschäftsleitung, „im Zweifelsfall ziehen sie den naturbelassenen Hügel dem Rollrasen vor.“

Die Voraussetzungen für eine schöne Kindergartenzeit der Kleinen sind dennoch hervorragend, große helle Gruppenräume, dazu vielseitig verwendbare themenorientiere Nebenräume, Bewegungs- und Schlafräume, kindgerechte Bäder und Toiletten, ein für ein Provisorium abwechslungsreich gestalteter Außenbereich mit Klettergerüsten bieten viele Möglichkeiten.

Trotz der guten Voraussetzungen gibt sich Jens Schmied aber auch realistisch, viele Dinge und Abläufe müssen sich erst noch einspielen, insbesondere unter Corona-Bedingungen. „Es ist wie im Fußball: man kann sich eine große Mannschaft mit großartigen Spielern zusammenkaufen, Meister wird man in der Regel im ersten Jahr nicht sofort.“ Aber er sei zuversichtlich, dass es weiterhin ein gutes Miteinander von Kindern, Eltern, Erzieherinnen und Stadt geben wird.

Birgit Huber betonte, dass die Stadt Oberasbach unter tatkräftiger Mitwirkung aller Beteiligten, eine Einrichtung geschaffen hat, die im Inneren nicht als Gebäude in Modulbauweise zu erkennen ist. „Wir haben eine Entscheidung getroffen, die kurzfristig realisierbar war und den Bedarf gedeckt hat und uns durch den Kauf der 31 Module gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet, künftig flexibel Ausweichquartiere für erforderliche Baumaßnahmen an anderen städtischen Gebäuden zur Verfügung zu stellen.“

Zunächst sei eine Nutzung für ein Jahr bis zur Fertigstellung der privaten Kindertagesstätte an der Zwickauer Straße vorgesehen, wobei diese je nach Baufortschritt auch verlängert werden könne, so Birgit Huber. Die Entscheidung für Champini als Betreiber für diese Übergangszeit bot sich an, da Champini auch der Betreiber der neuen Tagesstätte in der Linder Siedlung sein werde. Sie dankte Champini insbesondere auch für die Bereitschaft, vorübergehend 26 Kinder der KiTa Storchennest aus Rehdorf mit Ihren Erzieherinnen aufzunehmen, bis die dortige Baumaßnahme im Oktober abgeschlossen ist.

Das Gebäude an der Langenäckerstraße ist laut der Leiterin Lisa Friedlein auf gut 70 Kinder in zwei Kindergarten- und zwei Kinderkrippengruppen ausgelegt.

„Da alle Kinder derzeit neu sind, erfolgt aus pädagogischen Gründen eine langsame Eingewöhnungsphase mit sukzessive steigenden Belegungszahlen“, erklärt Lisa Friedlein, „bereits im Januar können voraussichtlich auch wieder neue Kinder aufgenommen werden.“

„Durch ein Kind wird aus dem Alltag ein Abenteuer, aus Sand eine Burg, aus Farben ein Gemälde, aus einer Pfütze ein Ozean, aus Plänen Überraschungen und aus Gewohnheiten Leben!“ Mit diesem Zitat eines uns unbekannten Autors wünschte Birgit Huber den Kindern, dass sie in diesen Räumen viel Freude, tolle Erfahrungen und Lernerlebnisse haben werden.

Der symbolische Schlüssel und ein Korb mit Gummibärchen für die Kinder
Klettergerüst im Außenbereich mit den beiden Bobby-Cars
Kinderzelt, Sofa und Puppenhäuser finden sich reichlich in den Gruppenräumen
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