Oberasbach erstmals beim Fahrradklima-Test dabei

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Grafik: (c) ADFC

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden. Er wird vom ADFC alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt. Deutschlandweit haben vergangenen Herbst insgesamt rund 230.000 Radfahrer abgestimmt. 1.024 Städte kamen in die Wertung. Dieses Stimmungsbarometer will die Stadt Oberasbach für ihre Arbeit auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Kommune nun nutzen.

Seit neun Jahren führt der ADFC dieses bundesweite Befragung zum Thema Zufriedenheit durch. 50 Teilnehmende sind in der Größenordnung der Städte bis 20.000 Einwohner nötig, um in die Wertung zu kommen. 2020 beantworteten in Oberasbach 106 Radfahrerinnen und Radfahrer insgesamt rund 30 Fragen zum Fahrradklima in ihrer Stadt. Auch im Landkreis Fürth ist die Zahl der teilnehmenden Kommunen im Vergleich zu den Vorjahren mit fünf erfreulich hoch und zeigt, so der ADFC Fürth in einer Presseerklärung, dass die Bemühungen für den Radverkehr sehr positiv gewürdigt wurden.

Schulnote 4,0 ist relativ

Der Oberasbacher Wert liegt knapp unter dem Durchschnitt für Deutschland (3,9) und des Landkreises (3,7). Die Zufriedenheit der Radfahrenden bleibt, so der Bundesverband des ADFC, insgesamt auf eher niedrigem Niveau. Sind es deutschlandweit meist zu schmale Radwege und das fehlende Sicherheitsgefühl beim Radfahren, werden in Oberasbach hauptsächlich die ungünstigen Ampelschaltungen für den Radverkehr, die fehlende Falschparkerkontrolle auf Radwegen sowie das Fehlen öffentlicher Fahrräder bemängelt. Positiv zu Buche schlagen die Themen gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums, kaum vorhandener Fahrraddiebstahl sowie die Möglichkeit des zügigen Fahrens.

Über die einzelnen Fragestellungen und die Auswertung für Oberasbach können Sie sich in dieser Zusammenfassung informieren:

Auswertung ADFC-Fahrradklima-Test 2020 für Oberasbach

Befragung als Stimmungsbarometer nutzen

"Auch wenn wir uns ein besseres Ergebnis gewünscht hätten, gerade deswegen sehen wir ja Handlungsbedarf und haben uns auf den Weg gemacht, fahrradfreundliche Kommune zu werden. Viele negative Anmerkungen sind wohl der Rothenburger Straße geschuldet, wie Ampelschaltung und Parksünder. In diesem Sinne gibt uns die Befragung wertvolle Hinweise für unsere Arbeit, was alles angepackt werden muss", so beurteilt Oberasbachs Zweiter Bürgermeister Norbert Schikora das Ergebnis der Befragung durchaus positiv.

Gerade für den Prozess der Zertifizierung zur fahrradfreundlichen Kommune, an der neben Herrn Schikora noch Vertreter aus Bauamt und Öffentlichkeitsarbeit aktiv beteiligt sind, ist der Antwortbogen ein unschätzbares Instrument für die weitere Arbeit. Denn erst, wenn die Bedürfnisse der radfahrenden Bevölkerung formuliert sind, kann die Kommune in den Bereichen tätig werden.

Ihr direkter Draht zum Rathaus in Sachen Radverkehr

Unter fahrrad(at)oberasbach.de haben Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von Befragungen jederzeit die Möglichkeit, sich mit allen Themen rund um den Radverkehr direkt an die Stadt Oberasbach zu wenden. Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch und teilen Sie uns mit, wo der Schuh drückt oder auch, was in Ihren Augen gut läuft.

Vielen Dank!

 

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