Starkregen: Auswirkungen auf Oberasbach

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Eine der ersten Auswirkungen der Regengüsse in den vergangenen Tagen zeigte sich in der Fußgängerunterführung am Bahnhaltepunkt Oberasbach. Der Durchgang war am letzten Freitag auf gut einen Meter Höhe vollgelaufen.

Hier gab es kein Durchkommen mehr für Fußgänger oder Fahrradfahrer. Die Feuerwehr Oberasbach hatte den Durchgang daher bereits am Freitagmorgen gesperrt und im Laufe des Nachmittags wieder freigepumpt. Die Wassermengen überforderten die Abflüsse und Drainagen, gleichzeitig drückte Wasser von unten hoch und sorgte für die Überflutung.

Bis dahin mussten alle, die den Bahnsteig auf der jeweils anderen Seite nutzen wollten, den ca. 600 m langen Weg über die Bachstraße in Kauf nehmen. Der Bahnverkehr als solches wurde in Oberasbach durch den Starkregen nicht beeinträchtigt, wären nicht leichtsinnige Zeitgenossen immer wieder direkt über die Gleise gelaufen, um sich den Umweg zu sparen. Deshalb hat die Bahn entschieden, die Geschwindigkeiten zu reduzieren und auf Sicht zu fahren.

Feuerwehr schützte unter anderem Kindertagesstätte

Insgesamt wurde Oberasbach im Vergleich zu anderen Bereichen des Landkreises und vor allem zu anderen Teilen des Bundesgebietes weitgehend verschont. Die Feuerwehren in Oberasbach, Altenberg und Rehdorf wurden zu einer überschaubaren Anzahl von Einsätzen gerufen, um Keller auszupumpen. Ihrem tatkräftigen Einsatz ist es zu verdanken, dass die Kindertagesstätte an der Langenäckerstraße nicht überflutet wurde. Die Außenspielflächen wurden überschwemmt, aber durch das Abpumpen der Wassermassen auf dem Areal konnte ganz knapp verhindert werden, dass Wasser durch die Fenster und Türen in die Tagesstätte eindringt.

Aufgrund der Hochwasserlagen in anderen Regionen des Landkreises wurden die Oberasbacher Wehren zu Unterstützungseinsätzen im Landkreis hinzugezogen. So stellte das neue Notstromaggregat mit Besatzung fast 24 Stunden lang in Wilhermsdorf die dortige Wasserversorgung sicher, indem eine Trafostation bis zum Samstagnachmittag in Betrieb gehalten wurde. Ein Löschfahrzeug mit Besatzung kam bis 2.30 Uhr nachts in Veitsbronn zum Einsatz und unterstützte die dortigen Feuerwehren.

Bauhof reparierte zügig Stege und Brücke im Biotop

Ein anderer Schwerpunkt der Starkregenschäden befand sich im sogenannten Biotop zwischen dem städtischen Bauhof und dem Stadtteil Rehdorf, das in diesem Fall seine eigentliche Funktion als Hochwasserschutzbecken erfüllte. Der durch die starken Regenfälle angestiegene Kreuzbach spülte Teile der Planken des Holzsteges weg und hob sogar die Holzbrücke über den Bach aus der Verankerung. Auch wenn die Brücke wenige Meter weiter wieder liegenblieb, war das Areal zunächst unpassierbar.

Dass sich das wieder geändert hat, ist dem schnellen und tatkräftigen Einsatz des städtischen Bauhofes zu verdanken. Dessen Mitarbeiter haben am Montagmorgen mit den Reparaturarbeiten begonnen und konnten die weggerissenen Stege wieder Instand setzen und verankern sowie die Brücke wieder an ihrem alten Platz befestigen. Die Arbeiten wurden bereits am Montagnachmittag abgeschlossen. Nun ist das Areal um das Biotop für Spazierengehende wieder voll nutzbar.

Damit aber nicht genug, auch in anderen Teilen Oberasbachs kam es zu teilweise enormen Schlammansammlungen in Unterführungen und auf Straßen, die vom Bauhof zügig wieder entfernt wurden.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern der Feuerwehren und des Bauhofes für ihren großartigen Einsatz.

Foto: (c) Stadt Oberasbach Weggespülte Stegplanken
Weggespülte Holzbrücke
Foto: (c) Stadt Oberasbach Auch die Brücke über den Kreuzbach hat das Wasser weggetragen.
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