Trauer um Wilhelm Bogner

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Wilhelm Bogner
Foto: (c) Gottfried Grossegger

Die Stadt Oberasbach trauert um ihren Zweiten Bürgermeister a.D. Wilhelm Bogner, der am 29. Januar 2020 wenige Tage vor seinem 87. Geburtstag verstorben ist.

Er wird uns als äußerst engagierter Mitbürger und Kommunalpolitiker in Erinnerung bleiben. Innerhalb der CSU, deren Mitglied er seit 1955 war, übte der gelernte Kaufmann viele Jahre das Amt des Ortsvorsitzenden aus. Von Mai 1966 bis April 2002 gehörte er als Fraktionssprecher dem Gemeinde- und später dem Stadtrat der Stadt Oberasbach an und war von 1984 bis 1996 ihr Zweiter Bürgermeister. In dieser Zeit hat er Oberasbach aktiv mitgestaltet und war an der Stadterhebung Oberasbachs wesentlich beteiligt.

Besonders gegen Ende der Legislaturperiode 1990 bis 1996 übernahm er wegen längerer Erkrankung des damaligen Ersten Bürgermeisters Andreas Güllering dessen Vertretung und kümmerte sich in dieser Zeit als Amtsführer mit viel Weitsicht um die Belange der Stadt.

In Anerkennung seiner Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung wurde ihm am 9. Dezember 1996 die Verdienstmedaille des Bayerischen Staatsministers des Innern in Bronze verliehen. Im selben Jahr erhielt er vom Oberasbacher Stadtrat eine „Ehrenurkunde für besondere Verdienste um das Wohl der Stadt“.

Auch außerhalb des Stadtrates engagierte sich Wilhelm Bogner in vielfältiger Weise ehrenamtlich im Vereinsleben der Stadt und darüber hinaus. So war er Ehrensenator des Faschingsvereins Blau-Rot, war erster Vorsitzender der Caritas für Fürth Stadt und Land und ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht Ansbach. Seine Mitgliedschaft in insgesamt 13 Oberasbacher Vereinen und Verbänden zeugten von seiner Verbundenheit mit der Stadt.

Ebenso lagen dem erfahrenen und verdienten Kommunalpolitiker die Städtepartnerschaften mit den Gemeinden Europas am Herzen. Seine Fähigkeit, über die Grenzen hinwegzublicken, war ihm auch hilfreich bei seiner zweieinhalbjährigen Beratertätigkeit nach der Wende im sächsischen Landkreis Stollberg.

Neben seinem großen Engagement für Oberasbach, seit 1964 die Wahlheimat des gebürtigen Nürnbergers, war er insgesamt über 30 Jahre im Kreistag Fürth aktiv, davon 1966 bis 1978 als Kreisrat im Landesausschuss.

Persönlich an Oberasbach schätzte Wilhelm Bogner die Überschaubarkeit, die Bürgernähe und Lebensqualität.

Die Erste Bürgermeisterin erinnert sich gerne an seine väterliche Art, mit der er sie zu Beginn ihrer ersten Amtszeit immer wieder vielfältig unterstützt hat und ihr mit Rat und Tat zur Seite stand. „Auf seine Veranlassung sind wir eines Tages zur Brauerei Ascher gefahren und ich habe dort gelernt, ein Bierfass richtig anzustechen“, denkt Birgit Huber an eine gemeinsame Episode zurück. „Das hat mir bis heute sehr geholfen. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen mit dem Verstorbenen verbinden.“

So aktuell wie zeitlos liest sich auch ein Plädoyer des Kommunalpolitikers an die Jugend, das er 1994 in einem Interview formulierte: „Es ist lohnenswert, sich für die großen und kleinen Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen einzusetzen. Wir dürfen das Feld nicht den ewigen Nörglern und Miesmachern an unserem demokratischen Rechtsstaat überlassen.“

In diesem Sinne danken wir Wilhelm Bogner für sein großherziges und großes politisches und bürgerliches Engagement zum Wohle von Stadt und Landkreis. Die Stadt Oberasbach verneigt sich vor seinen Verdiensten und wird ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seinen Hinterbliebenen.

 

 

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