Neujahrsempfang der Ersten Bürgermeisterin

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„Das Hauptziel des Neujahrsempfangs ist es“, so Erste Bürgermeisterin Birgit Huber in ihrer Begrüßung, „dass die unterschiedlichen Gruppen und Kräfte unserer Stadt am Jahresanfang ins Gespräch kommen und sich austauschen.“

Diese Gelegenheit haben rund 180 Gäste beim diesjährigen Neujahrsempfang der Ersten Bürgermeisterin in der Tanzschule Forum in Oberasbach am vergangenen Donnerstagabend, den 9. Januar, ausgiebig genutzt.

Besonders hob Birgit Huber die Ehrenamtlichen hervor, die Oberasbach zu dem machen, was es ist – liebenswert und attraktiv. „Viele tun das im Verborgenen und andere fallen uns immer wieder ins Auge.“ Sie dankte allen herzlich, die sich in den Vereinen, Verbänden, im Stadtrat, in den Kirchen und bürgerschaftlichen Gruppen für das Gemeinwohl einsetzen und zur Liebenswürdigkeit unserer Stadt beitragen.

Neben den Vertretern von Landtag, Bezirkstag, Landkreis und zahlreichen Organisationen begrüßte Birgit Huber besonders ihre Amtskollegen aus Zirndorf und Stein, Thomas Zwingel und Kurt Krömer mit einem Augenzwinkern. In Anspielung auf das gemeinsame interkommunale Projekt „Erlebnisweg Wallensteins Lager“ hoffe sie, dass beide in freundschaftlicher Verbundenheit gekommen seien und nicht, um Oberasbach zu belagern oder um Stunk zu machen.

Der älteste Gast des Abends war Heiner Honal, der mit seinen 96 Jahren auch heute noch bei Tanzveranstaltungen ein gefragter Tänzer ist und das auch an diesem Abend eindrucksvoll unter Beweis stellte. Daran könnten sich die Männer, so Erste Bürgermeisterin Birgit Huber, ein Beispiel nehmen. Hier sähe man, dass Tanzen lange fit und attraktiv halte.

Natürlich bietet der Neujahrsempfang aber auch traditionell die Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen und einen Ausblick auf das kommende neue Jahr 2020 zu wagen.

Das Jahr 2019 stand im Zeichen der Stadterhebung vor 25 Jahren und Birgit Huber blickte auf viele erfolgreiche Veranstaltungen unter dem Motto „Tradition pflegen – Zukunft leben“ zurück. Insbesondere das zweitägige Stadt- und Bürgerfest, in dessen Rahmen auch die 20-jährige Partnerschaft mit Olawa in Polen gefeiert wurde.

„Der neue Rathausplatz und das südlich anschließende „Grün für alle“ bieten neue Möglichkeiten des Miteinanders in Oberasbach“, sagte Birgit Huber. Das sei durch Events wie den Food Truck Roundup, die erweiterten Trempelmärkte, die Altenberger Kärwa und das 1. Summer Night Open Air mit der Metropol Philharmonic Big Band sehr deutlich geworden. Dieses Zentrum biete Platz für neue Ideen, die gemeinsam weiterentwickelt werden können.

Welche wichtigen Themen standen im Mittelpunkt der Arbeit von Stadtrat und Verwaltung?

„Gemeinsam arbeiten wir an unserem städtischen CO2-Fußabdruck“, erläuterte Birgit Huber. Darunter fielen u.a. der Austausch von 250 Straßenlaternen durch energiesparende LED-Beleuchtung (330 folgen 2020), der Erlass des kommunalen Klimavorbehalts mit dem Ziel einer klimaneutralen Stadt 2050 sowie die energetische Sanierung der Aussegnungshalle, der Jahnturnhalle und auch der Neubau der Kindertagesstätte Storchennest in Rehdorf.

Unter dem Arbeitstitel „Oberasbach in Zeiten des Klimawandels“ hat sich der Bauausschuss auch mit den Auswirkungen und vorbeugenden Maßnahmen, beispielsweise für das Kanalsystem und den städtischen Wald befasst sowie  über Bepflanzungen (Stichwort Klimawäldchen) nachgedacht.

2019 konnten auch wieder viele Bauprojekte neu angestoßen, fortgeführt oder auch abgeschlossen werden. Um dem gestiegenen Kinderbetreuungsbedarf gerecht zu werden, sei ein Ausbau des Angebots unerlässlich. Dazu trage die Erweiterung der Kindertagesstätte Storchennest und der Neubau einer Kindertagesstätte in der Linder Siedlung durch einen privaten Investor wesentlich bei. Vorübergehend werde die Stadt Oberasbach eine Betreuungsstätte an der Langenäckerstraße als Interimslösung in Containermodulbauweise zur Verfügung stellen.

Ausblick 2020

Das Bauprojekt des Jahres 2020 wird der Neubau der Dreifachturnhalle. Der Baubeginn ist für Mitte 2020 geplant und wird den Sportbegeisterten und Vereinen in Oberasbach nach der Fertigstellung ganz neue Möglichkeiten eröffnen. „Für ein solches Großprojekt wird künftig jedoch eine Kreditaufnahme unerlässlich sein“, so die Erste Bürgermeisterin.

Das sei aber bei der aktuellen Haushaltslage der Stadt vertretbar, da trotz Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes und reell steigender Kreisumlage für 2020 wieder eine schwarze Null im Ergebnishalt dargestellt werden könne. Der Gesamthaushalt beläuft sich mittlerweile auf knapp 40 Mio. EUR, wobei Oberasbach mit einer Verschuldung von 17,00 EUR/Einwohner als nahezu schuldenfrei betrachtet werden kann.

„Gute Entscheidungen für die Zukunft Oberasbachs sind auch die interkommunalen Kooperationen mit Zirndorf“, stellt die Birgit Huber die Zusammenarbeit vor. Im Hinblick auf die Wasserversorgung ermöglicht die Kooperation mit den Stadtwerken Zirndorf langfristig einen ordnungsgemäßen Versorgungsbetrieb und eine wirtschaftliche Betreuung.

Wie auch in anderen Städten stellt bezahlbarer Wohnraum auch Oberasbach vor eine große Herausforderung, der sich die Stadt bewusst stellt. „Die mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Zirndorf neu gegründete gemeinsame Kommanditgesellschaft schafft deshalb eine leistungsstarke Organisation für den Unterhalt des städtischen Wohnungsbestandes und bildet die Plattform für den Bau von neuen bezahlbaren Mietwohnungen.“ Entscheidungen ganz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.

Die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber schloss mit einem wichtigen Appell hinsichtlich der anstehenden Kommunalwahl im März 2020. Die Politik einer Kommune sei unmittelbar nachvollziehbar und jedes Mitglied unserer Kommune werde gebraucht, mit seiner Meinung und seinen Gedanken und auch seiner Kompromissbereitschaft.

Sie warnte vor Verallgemeinerungen und somit einfachen Lösungen: „Demokratie ist ein Prozess, der alle angeht. Mitwirken statt Motzen. Gehen Sie bitte zur Wahl und nutzen Ihr Wahlrecht!“

Dieser Appell bildete den Auftakt zum gemütlichen Teil des Abends. Und wie Birgit Huber eingangs ankündigte, war es tatsächlich –wieder einmal- ein Abend voller interessanter Begegnungen, vielfältigen Kennenlernens, intensiver Gespräche und regen Meinungsaustausches.

Erste Bürgermeisterin spricht vor ca. 180 Oberasbacher Bürgerinnen und Bürgern in der Tanzschule Forum
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