Der Stadtrat stellt sich vor: Marion Treuheit

Marion Treuheit (Jahrgang 1959), Mutter von drei Kindern und Großmutter zweier Enkel, ist im Jahr 2022 von Zirndorf nach Oberasbach gezogen. Schwer ist der gebürtigen Zirndorferin der Wechsel nicht gefallen. „An Oberasbach schätze ich besonders die kurzen Wege, die Lage inmitten der Metropole Nürnberg und die gute Verkehrsanbindung“, sagt sie.
Dazu hat sie auch gleich noch eine schöne persönliche Anekdote parat: „Nach einer Rückenverletzung konnte ich plötzlich kaum noch laufen, geschweige denn Einkäufe erledigen. Da waren meine Nachbarn sofort zur Stelle. Ohne dass ich groß fragen musste – sie haben mir sofort ihre Hilfe angeboten. Das hat mir gezeigt: In Oberasbach ist man nicht allein, wenn es einem schlecht geht. Da wächst man zusammen.“
Die Verbundenheit mit der Heimat hat auch dazu geführt, dass sie für den Oberasbacher Stadtrat kandidierte. 2017 trat sie in die AfD ein, um sich stärker aktiv beteiligen zu können. Sie interessiert sich nach eigenen Angaben schon sehr lange für Politik, vor allem für Entscheidungen im sozialen Bereich, etwa Rente, Steuern, Schulen und Kindergärten. Ihre ganz eigene Motivation sind dabei ihre Kinder und Enkelkinder: „Sie sollen es auch so schön haben, wie ich es erleben durfte.“
Herzensangelegenheiten
Neben den sozialen Themen legt sie wie die meisten Mitglieder des Stadtrates einen Fokus auf die Finanzen. „Meine Ziele sind, dass die Einheimischen nicht weiter belastet werden und dass wir den Fokus auf den Erhalt der bestehenden Infrastruktur legen, anstatt neue, teure Prestigeprojekte anzugehen“, erklärt sie. Dass das nicht einfach wird, ist klar, daher ist ihr geheimer Wunsch „eine gerechtere Verteilung der Staatsgelder. Dann hätte die Stadt keine finanziellen Engpässe mehr, die Kitas wären kostenlos, und wir bräuchten uns um kaputte Spielplätze, Straßen oder städtische Einrichtungen keine Sorgen mehr zu machen“, entwirft sie ihre Vision.
Obwohl sie seit 2022 offiziell in Rente ist, arbeitet die gelernte Pflegefachkraft weiter in ihrer "Berufung“. Seit 1977 war sie in einem Zirndorfer Pflegeheim tätig, „weil es mir Freude bereitet und ich ein sehr sozialer Mensch bin“, wie sie selbst sagt. Daher kommt auch ihr großes Interesse für das Thema Demenz. Ein Thema, über das ihrer Meinung nach viel zu wenig gesprochen wird. „Länder wie Frankreich und Dänemark machen es vor: Sie schaffen mit sogenannten Demenzdörfern mehr Lebensqualität für Betroffene. Das ist zwar sehr kostenintensiv, aber ich wünsche mir ein Umdenken – denn das Geld ist da.“
Persönliches
Bei der Umsetzung ihrer Ziele im Stadtrat setzt sie auf ihre persönlichen Stärken: ein offenes Ohr, Zuverlässigkeit und Geduld. „Ich kann gut zuhören, selbst wenn mir die Meinung des Gegenübers völlig fremd ist. In einer Zeit, in der alle nur noch schreien und niemand mehr zuhört, ist das leider kein selbstverständliches Talent mehr. Aber ich glaube, genau das brauchen wir wieder mehr“, ist sie überzeugt.
Kraft für ihr Engagement schöpft sie aus ihrer Familie: „ Nichts macht mich glücklicher, als wenn wir sonntags alle zusammen am Mittagstisch sitzen und über die vergangene Woche sprechen. Und ich bin gerne für meine Enkel da, wenn die Eltern arbeiten müssen.“ Daneben liest sie gern und bewegt sich ebenso gern in der freien Natur. Die Erlebnisse dabei sind vermutlich nicht mehr so ganz so spektakulär wie ihre Backpacking-Touren durch Asien in den Jahren 1993 und 1995, aber Marion Treuheit ist eben der Heimat verbunden.
„Entweder – oder ?“
Zum Abschluss haben wir noch unsere Rubrik mit kurzen Antworten:
| Berge oder Meer? | Berge |
Bier oder Wein?
| Wein |
Sport oder Couchpotatoe/Garten
| Sport |
Drei im Weggla oder Gemüsebratlinge?
| Drei im Weggla |
Netflix-Serie oder Politik-Podcast?
| Politik-Podcast |
| Charts oder Vinyl-Schätze | Charts |
| Optimist oder Pessimist? | Optimist |
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Marion Treuheit für ihre offenen Antworten!
Kontakt:
Alle bisher in dieser Reihe erschienenen Portraits finden Sie hier.