Ehrenamt in Oberasbach
In loser Folge stellen wir Ihnen seit Ende 2022 in unserem amtlichen Mitteilungsblatt "Infos für alle” Gruppen, Institutionen, Vereine und Einzelpersonen vor, die sich in unserer Stadt ehrenamtlich engagieren und so einen wertvollen Beitrag zu unserem Gemeinwesen leisten. Hier finden Sie das Online-Archiv zu den bisher erschienenen Ehrenamtsportraits, das fortlaufend ergänzt wird.
Falls Sie einen Vorschlag haben, wen wir in dieser Reihe noch vorstellen sollten, schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an redaktion@oberasbach.de!
Alle Portraits (werden fortlaufend ergänzt)
-
Die Freiwilligen Feuerwehren
Zum Auftakt der Reihe ging es um die Freiwillige Feuerwehr, eines der wichtigsten Ehrenämter überhaupt. Die drei Wehren in unserer Stadt – Altenberg, Oberasbach und Rehdorf – sind Freiwillige Feuerwehren (FF), d.h. dass unsere rund 150 aktiven Feuerwehrleute alle Einsätze, die Pflege der Gerätschaften, Ausbildungen, Übungen und Sicherheitswachen unentgeltlich und meist in ihrer Freizeit erledigen. Ehrenamtlich eben!
Knapp 94 Prozent aller Feuerwehrleute in Deutschland sind Ehrenamtliche, in fast allen Kommunen zu 100 Prozent. „Immer wieder verwundern mich daher Annahmen wie ‚Die Freiwillige Feuerwehr ist doch nicht so wichtig, wenn’s brennt und man 112 wählt kommt eh‘ die richtige Feuerwehr‘“, erzählt Stefan Kleinlein, Kommandant der FF Rehdorf. „‘Wenn´s brennt‘ kommen unsere Freiwilligen Feuerwehren mit gut ausgebildeten und hoch motivierten Frauen und Männern und helfen jedem der in Not geraten ist, egal ob Sonntagmittag oder um drei Uhr nachts. Umso wichtigster ist es, dass sich immer genügend Bürgerinnen und Bürger in den Feuerwehren engagieren. Sich für die Gemeinschaft einsetzen und im Notfall unseren Mitmenschen helfen, Kameradschaft und Zusammenhalt, Spannung und Abwechslung – das macht die Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr aus, so macht Ehrenamt Spaß.“
Über 236 Einsätze haben die Feuerwehren Altenberg, Oberasbach und Rehdorf dieses Jahr schon geleistet. Feuerwehr ohne Ehrenamt – unbezahlbar! Wussten Sie schon? Die Einsatzart „Brände löschen“ stellt dabei einen kleinen Anteil dar. Über 85 Prozent aller Einsätze fallen unter die Rubrik „Technische Hilfeleistung“, wie z.B. Überschwemmungen, Sturm schäden oder Verkehrsunfälle. Da das Einsatzgebiet der FF hier viele verschiedene Gebiete wie Wälder und landwirtschaftliche Flächen, aber auch Stadtgebiete, große Verkehrsstraßen, Eisenbahnstrecken und Fabriken beinhaltet, reicht das Einsatzspektrum von der einfachen Ölspurentfernung bis hin zu Großbränden oder Gefahrengutunfällen.
„Unsere Feuerwehrleute helfen rund um die Uhr, wenn der Bürger sie braucht. Sie lassen alles stehen und liegen, um Menschen oder Tieren in der Not zu helfen. Auch für ihre Angehörigen ist es nicht immer einfach, wenn man etwa das Fußballspiel des Sohnes verpasst oder die Tanzvorführung der Tochter. Deshalb ist es umso wichtiger einfach mal Danke zu sagen“, findet Christian Kürthy, neuer Kommandant der FF Oberasbach. Stefan Hessel, Kommandant der FF Altenberg, ergänzt: „Ich würde mir wünschen, dass mehr motivierte Bürgerinnen und Bürger zu den Feuerwehren kommen und aktiv helfen. Denn es kann jeden treffen, dass er die Feuerwehr benötigt und dann wäre er froh, wenn jemand kommt. Generell fände ich mehr Wertschätzung für das Ehrenamt der Freiwilligen Feuerwehren gut, denn was sie für die Stadt leisten ist immens.“
Das Eintrittsalter für die Kinderfeuer wehr beträgt 6 Jahre, für die Jugendfeuerwehr 12 Jahre, für den aktiven Einsatzdienst 18 Jahre. Der aktive Feuerwehrdienst kann bis zum 65. Lebensjahr ausgeübt werden. Wer in Oberasbach wohnt oder arbeitet, Freude am Helfen und technisches Interesse hat, den erwartet hier eine sehr abwechslungsreiche, verantwortungsvolle und sinnstiftende Freitzeitbeschäftigung, eine professionelle Ausbildung, zahlreiche Lehrgänge und Übungen – und Teamgeist und Spaß!
Ist Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich einfach bei einer der drei Oberasbacher Feuerwehren! Hier gelangen Sie auf die FF-Unterseite auf unserer Homepage mit vielen weiteren Infos und allen Kontaktdaten!
(aus “Infos für alle” 2022-11 vom 2. Dezember 2022)
-
Die BRK-Bereitschaft
Das seit 1992 bestehende BRK Oberasbach ist eine rein ehrenamtliche Ortsgruppe im Kreisverband Fürth des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), in dem sich landesweit mehr als 180.000 Freiwillige neben Beruf, Studium oder Schule engagieren.
Die derzeit 47 Oberasbacher Bereitschaftsmitglieder unterstützen den Rettungsdienst oder den Katastrophenschutz, stehen bei vielen Veranstaltungen wie Kirchweihen, Musikevents oder dem Weihnachtsmarkt als Sanitätswachen parat oder helfen bei den Blutspendeterminen in der Grundschule Altenberg. Es gibt auch Einsätze außerhalb Oberasbachs, etwa bei der sanitätsdienstlichen Betreuung von Fußballspielen in Fürth und Nürnberg. Einen informativen Einblick in die Arbeit der BRK-Bereitschaft Oberasbach gibt es auch bei Facebook und Instagram.
Bereitschaftsleiter Thorsten Korn freut sich über eine erfolgreiche Bilanz für 2022: „Wir konnten zuletzt stolze 15 Mitglieder dazugewinnen, unsere Aktiven-Quote liegt bei 72 Prozent. Wir sind damit innerhalb unseres regulären Aufgabenspektrums vollumfänglich arbeitsfähig. Neue Mitglieder sind aber weiterhin gefragt und herzlich willkommen! Das BRK bietet Ihnen die Möglichkeit, sich in einem starken Team auf vielfältige Weise sinnvoll für andere einzusetzen und Teil einer weltweiten Gemeinschaft zu werden.“
Ein Beitritt in die seit Ende 2021 bestehende Bereitschaftsjugend ist schon ab sechs Jahren möglich. Aktuell engagieren sich hier 21 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. „Am Jugendabend gibt es Unterrichte und Aktivitäten zur Aus- und Weiterbildung unserer Nachwuchssanitäter“, erläutert Bereitschaftsjugendwart Nico Knauß.Die Bereitschaft befindet sich in der Stiftsstraße 12 am BRK-Seniorenheim Willy Bühner. Bei Interesse kann man gerne zum Bereitschaftsabend – immer von 18.30 bis 20.00 Uhr am 1. und 3. Montag im Monat – vorbeikommen! Die Jugendabende finden parallel immer ab 18.00 Uhr statt.
Weitere Informationen: brk-oberasbach.de
Kontakt: bereitschaft@brk-oberasbach.de(erschienen in “Infos für alle” 2022-12 vom 23. Dezember 2022)
-
KG Blau-Rot Unterasbach e.V.
Hallo liebe Faschingsfreunde,
unser Verein wurde 1950 gegründet und ist immer noch jung geblieben. Unsere Aktiven, insbesondere unsere Tanzgruppen, wirken trotz Corona fleißig mit. Unsere beliebte Prunksitzung konnten wir in dieser Session bedauerlicherweise nicht abhalten, da wir keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung hatten.
Wir haben aber auch noch andere Veranstaltungen wie Gaudi Turnier, Kinderfasching, Auftritte bei anderen Vereinen, Unterasbacher Kärwaumzug, Mitwirkung beim Faschingszug in Nürnberg, Auftritte
in Kindergärten und Altersheimen, sowie die Bewirtung verschiedener Veranstaltungen der Stadt Oberasbach, z.B. Hobbykünstlermarkt, Seniorennachmittag, Bürgerfest und einige mehr.
Zu sehen, welche Freude in den Gesichtern unserer Kinder und Jugendlichen leuchtet, welchen Spaß ihnen das Tanzen und das Auftreten vor Publikum machen, ist einfach mitreißend. Auch unsere Vereinsfeste wie Sommerfest, Zeltlager, Ausflug in einen Freizeitpark, Weihnachtsfeier und mehr, sind immer ein großer Spaß.
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir neue Kinder und Jugendliche begeistern könnten, sich uns anzuschließen und bei uns mitzumachen. Aber auch „ältere“ Mitglieder werden wir herzlich willkommen heißen.
Gerade in dieser Zeit ist es doch wichtig, dass man Spaß hat und einen angenehmen Platz in einer Gruppe findet. Wir suchen Euch und brauchen Eure Unterstützung! Dafür bieten wir Euch eine gesellige Atmosphäre in unserem Verein.
Zusammen mit der Stadt Oberasbach werden wir am 21. Februar 2023 am Rathaus einen „tollen Tag“ erleben. Bei der Schlüsselrückgabe an die Erste Bürgermeisterin bieten wir von 11 Uhr bis 18 Uhr ein unterhaltsames Programm. Ich freue mich auf Ihren Besuch, ob am Faschingsdienstag oder bei einem unserer zahlreichen anderen Auftritte. Oder bei einem Schnuppertraining?
Kontakt:
k.hichri@kgblau-rot.de oder 0171 778 14 76
Text: Peter Seitz, Präsident KG Blau-Rot Unterasbach e.V.
(erschienen in "Infos für alle" 2023-13 vom 3. Februar 2023)
-
Die Oberasbacher Ausgabestelle der Fürther Tafel e.V.
Liebe Oberasbacherinnen und Oberasbacher,
die Ausgabestelle Oberasbach der Fürther Tafel e.V. feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Seit dem Start werden jeden Mittwoch qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen, bei Sponsoren in der Stadt und der Region abgeholt. Sie werden in der Ausgabestelle in den Räumen der Diakoniestation in Unterasbach sortiert und für die Verteilung an Bedürftige aufbereitet. Gerne angenommen werden auch Spenden von Privatpersonen, z.B. in Form von Konserven, Mehl, Nudeln, Zucker, Reis. Vielen Dank an alle gewerblichen
und privaten Spender! Nur durch sie ist es möglich, dass wir helfen können.Zurzeit sind es 42 ehrenamtliche aktive Helferinnen und Helfer, die in vier Teams im wöchentlichen Wechsel im Einsatz sind. An jedem Ausgabetag arbeiten zehn Personen: Vier Fahrer/Beifahrer holen die Ware von den Händlern, sechs Damen bereiten sie auf und verteilen sie an unsere Kunden. Die Einsatzzeit der Damen ist von ca. 9.00 bis 14.30 Uhr einmal im Monat, für die Fahrer eine Stunde mehr, sie beginnen um 8.00 Uhr ihre Touren. Die Organisation und Arbeitseinteilung übernehmen die beiden Teamleiter Harald Krug und Josef Winkler. Deren Arbeitsaufwand beträgt jeweils ca. 20 Stunden monatlich. Viele unserer Teammitglieder machen bei uns mit, weil ihnen neben der Hilfe für Bedürftige das Retten von Lebensmitteln wichtig ist. Es sind oft Menschen, die sich ein Leben lang ehrenamtlich engagiert haben, und das wie selbstverständlich nun auch im Rentenalter noch tun. Das Warenangebot wird von den Kunden sehr gerne und mit Freude angenommen. Auch das Engagement unsererseits und unser Umgang mit ihnen kommen sehr gut an. Es entwickeln sich neben dem Verteilen immer wieder Gespräche über private Sorgen und Nöte, aber auch freudige Erlebnisse. Man kennt sich mit der Zeit.
Mitmachen kann bei uns jeder, der sich sozial engagieren möchte und gerne mit Menschen umgeht. Verkäuferisches Talent und eine gewisse körperliche Beweglichkeit wären von Vorteil. Für Fahrer/Beifahrer ist ein gültiger Führerschein Voraussetzung.
Interessenten können sich bei uns melden. Selbst wenn wir im Moment keinen konkreten Bedarf haben, kann sich das kurzfristig ändern. Wir freuen uns über jeden Neuzugang und setzen Sie gerne auf eine Warteliste!Nähere Informationen:
Harald Krug, Tel. 0172 811 05 53, oder Josef Winkler, Tel. 0151 129 987 55
(Text: Ausgabestelle-Teamleiter Harald Krug und Josef Winkler)(erschienen in "Infos für alle" 2023-14 vom 10. März 2023)
Hintergrund: Zwanzig Jahre Fürther Tafel in Oberasbach
Im März 2003 wurde die Oberasbacher Ausgabestelle der Fürther Tafel auf Anregung des Pfarrausschusses Ökumene von Heidi Hübner-Weiß und Gertrud Forman gegründet, Teamleiter war viele Jahre Manfred Rottner, mit seinem Stellvertreter Hermann Teckentrup.
Die Ausgabestelle ist jeweils mittwochs von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Regelmäßig kommen bis zu 40 Personen zum Einkaufen, zusammen mit den Familienangehörigen werden 70 bis 80 Bedürftige versorgt. Dies für einen kleinen Obolus von 1,50 bis 3,50 Euro pro Einkauf. „Was wir dafür anbieten, kann sich sehen lassen: Brot, Brötchen sowie süße Teilchen, Obst und Gemüse, haltbare Lebensmittel verschiedener Art und Produkte aus der Kühlung wie Milch, Joghurt, abgepackter Käse und Wurst. Einige Bedürftige, die nicht mehr zur Ausgabe kommen können, werden von uns sogar beliefert“, erzählen die Teamleiter Harald Krug und Josef Winkler.
Das Angebot finanziert sich über den symbolischen Beitrag der Kundinnen und Kunden und v.a. über Spenden. Von der Fürther Tafel e.V. bekommt das ehrenamtliche Team für den Ausgabetag Kühlfahrzeuge zur Verfügung gestellt, die ersten Jahre kam hier ein Fahrzeug des städtischen Bauhofs zum Einsatz, Treibstoff inklusive. Dank Unterstützung des Diakonievereins Oberasbach, einer ökumenischen Institution unserer vier Pfarrgemeinden, ist die Ausgabestelle mietfrei und mit Lager- und Kühlmöglichkeit im Keller der Diakoniestation untergebracht. Sie ist über eine Treppe links vor dem Eingang zugänglich – viele der Bedürftigen schätzen die diskrete Lage und den Wartebereich abseits der Straße sowie die Parkmöglichkeiten am Friedhof. Die Reihenfolge der Warenausgabe wird ausgelost.
Birgit Huber würdigte bei einem Besuch der Ausgabestelle das große Engagement der Ehrenamtlichen: „Es ist so toll, was Sie hier leisten – und es ist so traurig, dass es dieses Angebot überhaupt geben muss. Und leider wird die Nachfrage nach Ihren geretteten Lebensmitteln angesichts der hohen Energiekosten wohl noch steigen.“Wer z.B. Bürger- oder Wohngeld oder eine Grundsicherung bekommt, kann das Angebot der Tafel nutzen. Ebenso Rentnerinnen und Rentner mit nur bescheidenen Bezügen, die ihre Bedürftigkeit nachweisen können. Man muss einen Berechtigungsschein beantragen, dann kann man sich einmal pro Woche als Zubrot
gespendete Lebensmittel bei der Ausgabestelle in Oberasbach abholen.Weitere Infos: bei der Fürther Tafel Mo bis Do von 9.00 bis 12.00 Uhr unter Tel. 0911 97 46 363 oder auf www.fuerther-tafel.de/oberasbach
Adresse der Oberasbacher Ausgabestelle: Haus der Diakonie/Diakoniestation Oberasbach der Diakonie Fürth, Friedhofsweg 5
-
TSV 1946 Altenberg e.V.
Rund 2000 Mitglieder zählt der Verein. Doch beeindruckender ist die Anzahl an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die der erste Vorstand Markus Gerstner nicht auf eine Zahl bringen kann.
„Fast alle der geschätzt 300 Ehrenamtlichen in Oberasbachs mitgliederstärkstem Verein kamen als Aktive aus Spaß am Sport, als Fans oder als Eltern von jungen Sportbegeisterten zum TSV Altenberg. „Ich habe als Basketballspieler im Verein angefangen“, berichtet Markus Gerstner. Seitdem war er Betreuer, Schiedsrichter und Verantwortlicher für Hallenzeiten. Heute führt er den TSV Altenberg als Teil einer achtköpfigen Vorstandschaft.
Ehrenamt beim TSV hat viele Gesichter: Trainerinnen und Trainer begleiten Kinder und Jugendliche über Jahre hinweg bei ihrer körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung. Dabei bekommen sie Hilfe von Eltern, die Kuchen backen, die Mannschaften zu Auswärtsspielen fahren oder einfach nur ein Tor an die richtige Stelle schieben. „Ich kenne die Ehrenamtlichen des TSV auch nicht alle“, gibt Markus Gerstner zu. Aber es gebe die Struktur mit den zehn Abteilungen Basketball, Fußball, Handball, Kraftsport, Leichtathletik, Radsport, Tennis, Tischtennis, Turnen und Wandern. Die Abteilungsleitungen kennen ihre Ehrenamtlichen.Der TSV Altenberg übernimmt seit 1946 eine wichtige Funktion in Oberasbach. „Wir bieten zahlreiche Sportarten an und steigern so die Lebensqualität, gerade für junge Familien“, sagt Gerstner. Einen Beitrag zu einem Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit in der Stadtgesellschaft leistet der Verein auch. Zu Sportveranstaltungen kommen schon mal 200 Zuschauerinnen und Zuschauer. Beim Hauptevent des Vereins, dem Sportlichen Herbstball, treffen sich jährlich rund 400 Mitglieder und Gäste in der Jahnhalle. Alle diese Events sind komplett ehrenamtlich organisiert. Der Verein selbst würdigt das Engagement: Beim Sportlichen Herbstball werden jedes Jahr etwa zehn Personen ausgezeichnet – stehende Ovationen und ergreifende Momente inklusive. Im Laufe der Vereinsgeschichte wurden so zwei Ehrenvorstände und fünf Ehrenmitglieder ernannt. „Diese Personen haben die Geschichte unserer Stadt ein Stück weit mitgeprägt, so wie alle unsere Ehrenamtlichen“, lobt Gerstner.
Wer Lust hat Teil dieser engagierten Gemeinschaft zu werden, spricht einfach ein Vereinsmitglied an oder findet eine Ansprechperson auf www.tsv-altenberg.de!
(erschienen in "Infos für alle" 2023-15 vom 6. April 2023) -
DJK Oberasbach
Die Deutsche Jugendkraft Oberasbach e.V., kurz DJK, wurde am 18.05.1956 gegründet. Ursprünglich war der Verein ein Teil der katholischen Sportbewegung, zu der wir uns auch heute noch bekennen. Durften zur Gründungszeit nur Katholiken Vereinsmitglieder werden, sind wir heute ein weltoffener Verein, der die Toleranz und Akzeptanz aller Nationalitäten lebt. Der Sitz im Herzen der Stadt, angrenzend an das „Grün für alle“, zeigt auch die Nähe zur Oberasbacher Bevölkerung.
Als Breitensportverein sehen wir unsere Aufgabe darin, dass wir ein Angebot für alle in unserem Programm haben. Dies beginnt über eine Fußballabteilung und geht über Seniorengymnastik, Skigymnastik weiter zu unserer Tanzabteilung.
Der Juniorenbereich beginnt mit den sogenannten Bambinis, also den Kleinen ab ca. 4 Jahren. Dann geht es weiter mit G-, F- und E-Junioren. Hier wird den Kindern die Spielfreude nahegebracht. Die Kinder werden durch lizenzierte und engagierte Trainer und Betreuer gefördert, aber nicht überfordert. Alle unsere Aktiven, können am Spielbetrieb teilnehmen. Dies ermöglichen die neuen Spielformen des Bayerischen Fußballverbandes, wie z.B. Funinio. Damit sind alle eingebunden und keiner muss zuschauen.
Auch die Eltern finden in der Gemeinschaft neue Freundschaften und Betätigungsfelder.
Unsere Tanzabteilung mit Kinderturnen hat den Schwerpunkt im Garde- und karnevalistischen Tanz. Neben dem regelmäßigen Training stehen auch immer wieder Auftritte auf der Bühne im Programm. Hier zeigen die Kinder mit Stolz das im Training gelernte.
Neben dem echten Breitensport engagieren wir uns hier auch in Richtung Leistung. Speziell Tanzmariechen werden in allen Feinheiten des Sports unterwiesen. So hatten unsere Aktiven in der Vergangenheit bereits mehrere Deutsche Meister- und Vizemeistertitel errungen. Auch aktuell qualifizieren sich unsere Sportlerinnen für Spitzenmeisterschaften. Alle Abteilungen, Gruppen und der ganze Verein werden durch ehrenamtlich Engagierte geleitet und geführt.
Trotz allem sind im Bereich Ehrenamt nie genügend Unterstützer vorhanden. Deshalb freuen wir uns immer über neue Mitstreiter.
Unser Programm und Ansprechpartner sind im Internet unter www.djk-oberasbach.de zu finden. Auch für ganze Sportgruppen und/oder neue Übungsleiter sind wir immer offen.
(erschienen in "Infos für alle" 2023-16 vom 5. Mai 2023) -
Heimatverein Oberasbach e.V.
Der Oberasbacher Heimatverein feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Als sich 1983 die Gründungsmitglieder in der Gaststätte Schwarzes Kreuz im Altort zusammenfanden, machten sie sich vor allem die Erforschung und Vermittlung der Geschichte Oberasbachs zur Aufgabe.
Über die Jahre sind zahlreiche Ausstellungen und ein umfangreiches Archiv mit historischen Fotografien, Dokumenten und Gegenständen entstanden. Aktuell steht der Heimatverein nach den Pandemiejahren und mit einem Generationswechsel in der Vorstandschaft wieder vor einer Art Neubeginn. Aufbauend auf die Ideen der Gründungsväter will sich der Verein öffnen, seine Betätigungsfelder erweitern und ein aktiver Teil der Oberasbacher Stadtgesellschaft werden. Heimatverein heißt nicht nur, die Historie Oberasbachs mit seinen Traditionen und Bräuchen zu erforschen, sondern diese auch in Aktionen und Veranstaltungen mit allen Sinnen erfahrbar zu machen. Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit soll in Zukunft auch auf dem Zusammenkommen mit einem Austausch über Generationen hinweg liegen. Der Heimatverein richtet sich ausdrücklich an alle Oberasbacherinnen und Oberasbacher vom Alteingesessenen, dessen Familie seit Generationen hier lebt, bis zum neu Hinzugezogenen.Simon Rötsch, 22 Jahre und Erster Vorsitzender des Heimatvereins, ermutigt jeden, sich bewusst zu werden, was für einen selbst Heimat bedeutet und diese aktiv mitzugestalten: „Als ich vor einigen Jahren für ein Schulprojekt all meinen Mut zusammengenommen und das erste Mal die Archivräume des Heimatvereins besucht habe, war ich sofort fasziniert davon, auf einen Blick tausend Jahre Oberasbacher Stadtgeschichte zu sehen. Die immer wieder spannenden Geschichten seiner Heimat kennenzulernen, hilft dabei, auch heutige Geschehnisse und Zusammenhänge besser zu verstehen. Gleichzeitig wird man sich bewusst, dass die Geschichte nicht stehen bleibt und man selbst dazu beitragen kann, dass Oberasbach für alle zu einem lebenswerteren Ort wird. Und natürlich kann ich ‚als Junger‘ im Austausch mit verschiedenen Generationen immer wieder immens viel lernen.“
Das Jubiläumsjahr hat sich der Heimatverein zum Anlass genommen, in jedem der Oberasbacher Ortsteile eine Veranstaltung durchzuführen. Mehr Informationen zum Programm finden sich auf der Website www.heimatverein-oberasbach.de. Darüberhinaus trifft sich der Verein aktuell jeden ersten Donnerstag im Monat ab 14.00 Uhr bei Kaffee und Kuchen zum Stammtisch im Café Leo (Rothenburger Straße 53b). Derzeit besteht zudem wieder die Möglichkeit sich für denn alljährlich stattfindenden Ausflug anzumelden. Am Samstag, den 1. Juli geht es „von Freistaat zu Freistaat“ in die unbekannte thüringisch-bayerische Grenzregion. Auf dem Programm steht das Glasmuseum in Lauscha und das Schloss Bedheim.
Weitere Informationen auf www.heimatverein-oberasbach.de.(erschienen in "Infos für alle" 2023-17 vom 2. Juni 2023)
-
ERIKA-Piloten mit und ohne Rock
In unserer Serie „Ehrenamt in Oberasbach“ beschäftigen wir uns diesmal mit einer gerade erst gestarteten Gruppe von Menschen, die im Wortsinn einen besonderen Beweggrund für ihr Engagement haben: die bisher fünf Pilotinnen und Piloten der städtischen E-Fahrrad-Rikscha ERIKA
Das Projekt „Radeln ohne Alter“von Quartiersmanagement und Stadt Oberasbach bietet Senioren kostenlose Ausflugsfahrten mit Wind im Haar. Möglich ist dieser neue Service nur dank der Freiwilligen, die in die Pedale von ERIKA treten. Zu ihnen gehört Sonja Walter: „Man gibt etwas, bekommt aber ganz viel zurück. Unsere Fahrgäste steigen aus und haben sichtlich mehr Lebens-freude.“ Die 44-Jährige ist nicht nur ERIKA-Pilotin der ersten Stunde, sondern koordiniert datenschutzkonform auch die Terminvereinbarungen für die Ausflugsfahrten – hierfür bekommt sie die Anfragen vom Quartiersmanagement weitergeleitet.
Eine Sonderstellung imTeam nimmt auch Bernd Weber ein: Der Oberasbacher ist bereits seit einigen Jahren bei den United Kiltrunners aktiv. Der Fürther Verein kümmert sich seit 2015 u.a. um Jugend- und Sportförderung und die Unterstützung von Senioren und Gehbehinderten, für die die Frauen und Männer im Schottenrock acht Rikschas zur Verfügung haben. Die United Kiltrunners spielen bei dem Oberasbacher Projekt einewesentliche Rolle: Sie kümmern sich um die Ausbildung der Piloten und übernehmen sogar die Kosten für den nötigen kleinen Personenbeförderungsschein („P-Schein“), das sind pro Kopf 250 Euro. Die Rikschafahrer müssen daher aus versicherungstechnischen Gründen Mitglied bei den United Kiltrunners werden (Jahresbeitrag: 12,00 Euro) und sich einem Gesundheitscheck, einem Seh- und Reaktionstest unterziehen.
„Sportlichkeit ist kein Kriterium. Wichtig ist, dass man gesund ist und ein gutes Sehvermögen hat. Wir wollen keine Raser, hier geht es um gemütliche Ausflugsfahrten mit meist älteren Menschen. Wir sind auch kein Taxi-Ersatz. Wer bei uns mitmacht, kann ebenso bei den Kiltrunners in Fürth mitfahren – das geht auch ohne Rock“, ergänzt Quartiersmanagerin Renate Schwarz schmunzelnd.
„Ich habe z.B. einmal zwei Freundinnen – eine aus Zirndorf, eine aus Erlangen – zu einer Rikscha-Fahrt eingeladen, ohne dass sie voneinander wussten. Das war das erste Wiedersehen nach vielen Jahren. Da flossen Freudentränchen auf allen Seiten! Aber auch wenn sich Fahrgäste vorher nicht kennen, entstehen oft tolle Gespräche und ein echter Mehrwert für alle“, erzählt Bernd Weber. Der Oberasbacher organisiert für die United Kiltrunners auch regelmäßig Benefizkonzerte, das nächste findet am 15. September, 19.00 Uhr an der Stadthalle Fürth statt – der Erlös kommt indirekt auch ERIKA zugute.
Norbert Schwarz ist ebenfalls Teil des Pilotenteams: „Mögliche Ziele in Oberasbach sind z.B. das Café Friedrich am Friedhof oder der freitägliche Wochenmarkt am Rathaus. Wir möchten erprobte Routen auch für neue Piloten dokumentieren – der Hainberg ist wegen der Schotterwege leider nicht möglich. Übrigens fahren wir auch mit nur einem Fahrgast!“ Sein ERIKA-Kollege Norbert Müller bringt es auf den Punkt: „Warum ich hier mitmache? Es ist einfach ein inspirierendes Projekt und eine Win-Win-Situation: Man ist draußen aktiv und zaubert zugleich älteren Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht!“
ERIKA hat auch Decken und einen Verbandskasten an Bord. Erste-Hilfe-Kenntnisse sind aber für die Piloten nicht Pflicht. Wer bei einer Tour als ‚Begleitradfahrer‘ mitkommen möchten, kann so auch testen, ob er Teil des Teams werden möchte. Pro Fahrt muss man etwa zwei Stunden Zeit einkalkulieren. Weitere Ehrenamtliche sind herzlich willkommen!
Haben auch Sie Interesse, ERIKA-Pilot zu werden?
(Mindestalter wegen des „P-Scheins“: 21 Jahre)
Dann wenden Sie sich an:
Quartiersmanagerin Renate Schwarz oder Nicoleta Schadi im Treffpunkt Alte Post, Am Rathaus 6 oder 0911 801 937 19, oder an rikscha@oberasbach.de
United Kiltrunners e.V. freut sich über Spenden an:
Sparkasse Fürth, IBAN: DE89 7625 0000 0040 6862 55
BIC: BYLADEM1SFU
Verwendungszweck: ERIKA(erschienen in "Infos für alle" 2023-20 vom 1. September 2023)
-
AK Demenzfreundliche Kommune
Der Arbeitskreis Demenzfreundliche Kommune ist ein seit Anfang 2014 aktiver Zusammenschluss von Ehrenamtlichen unter Führung der Stadt Oberasbach. Hauptansprechpartner sind Quartiersmanagerin Renate Schwarz und Erste Bürgermeisterin Birgit Huber. Sie sagen: „Demenz geht uns alle an.“
In Deutschland leben aktuell rund 1,8 Millionen Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form der
Demenz. Tendenz leider steigend. Ziele des Arbeitskreises sind Inklusion und Begegnungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz, alltagspraktische Hilfe, Sensibilisierung für das Thema und Förderung der Teilnahme von Betroffenen am kommunalen Leben. Menschen mit Demenz soll eine Stimme verliehen und ihre Rechte gestärkt werden.Auch um die Unterstützung von Angehörigen und Betreuenden geht es. Renate Schwarz weiß: „Leider ist Demenz immer noch ein Tabu-Thema. Die Betroffenen sollen wissen, dass man sich mit dieser Diagnose nicht verstecken muss. Es lohnt sich, sich für das Thema zu engagieren, weil man so eine Gesellschaft schafft, in der der Umgang mit Demenzerkrankten oder die Integration von Demenzerkrankten die Normalität ist. Und tatsächlich wird Demenz immer häufiger und kann jeden treffen.“
Durchgängig gibt es Informationen, Beratung und Hilfen zum Thema Demenz über das Quartiersmanagement der Diakonie Fürth in Oberasbach im Treffpunkt Alte Post. Dort können Sie auch die sogenannten Aktivierungsboxen ausleihen. Der Arbeitskreis lädt immer wieder ein zu Infoveranstaltungen und Experten-Vorträgen rund um Demenz und gibt Impulse zur Sensibilisierung des Umfelds – dazu gehören auch z.B. Bankmitarbeiter oder der Einzelhandel – durch kurze Schulungen. Ein ganz neues Angebot ist „Suppenzauber – Gemeinsam genießen, erinnern und verbinden“, das am 13. Oktober zum zweiten
Mal stattfindet.Wie kann man helfen? „Sich einfach ohne Berührungsängste mit dem Thema beschäftigen und es weiterverbreiten, gerne auch eigene Ideen für inklusive Angebote entwickeln und bei uns vorschlagen“, zählt Renate Schwarz auf. „Es wäre schön, wenn z.B. unsere Sportvereine spezielle Angebote für Menschen mit Demenz machen würden – meine Bewegungsrunde im Treffpunkt Alte Post platzt aus allen Nähten, hier sind regelmäßig ganz selbstverständlich bis zu fünf Erkrankte dabei.“
Ulrike Höreth, die ihren an Demenz erkrankten Mann bis zu seinem Tod gepflegt hat, organisiert beispielsweise privat alle 14 Tage einen Kaffeeklatsch in einem der Oberasbacher Cafés. Die Teilnehmenden haben sich in der Angehörigengruppe der Diakonie Fürth kennengelernt. Einen älteren Herrn holt die Altenbergerin dafür sogar von außerhalb aus einem Pflegeheim ab.
Für den „Treffpunkt der Klänge“, bei dem Menschen mit und ohne Demenz auf Klang- und Rhythmusinstrumenten gemeinsam spielen, wird derzeit ein Musikpädagoge gesucht. Außerdem ist bei der Bürgerstiftung Oberasbach eine Spende für den AK Demenzfreundliche Kommune möglich.
(erschienen in "Infos für alle" 2023-21 vom 6. Oktober 2023)
-
Traudi und Harald Fassel
Seit elf Jahren bereitet Traudi Fassel mit ihrem Akkordeon und Gesang nicht nur alten Menschen regelmäßig Freude: Fast jeden Donnerstag ist sie ehrenamtlich zum Musizieren im BRK-Seniorenheim Willy-Bühner und freitags im Seniorenpflegehaus Sonnenbogen. Ihr Mann Harald unterstützt sie dabei seit zwei Jahren, und seit diesem Frühjahr wird mit Peter Trost aus dem Duo immer öfter ein Trio.
Für etwa eine Stunde bringt Traudi Fassel, die lange als selbstständige Musiklehrerin tätig war, an diesen beiden Vormittagen ihrem Publikum sehr willkommene Abwechslung vom Alltag: „Wenn die Leute durch die Musik aufleben, sogar an Demenz Erkrankten die Texte wieder einfallen… Diese Gefühle, die man bei den Leuten weckt, manche weinen auch bei traurigen Liedern – das ist einfach toll!“ Die temperamentvolle Altenbergerin gibt bei den Seniorenheim-Konzerten alles, sie animiert zum Mitmachen und begeistert auch schon mal mit einer Sirtaki-Einlage mit dem Pflegepersonal. Manchmal schwingt sogar der ein oder andere Zuhörer das Tanzbein.
In den ersten Jahren bildete Traudi Fassel mit Rosemarie Mätzler ein Duo, seit 2021 begleitet sie ihr Mann Harald auf der Gitarre, oder Bass-Ukulele. Denn auch der gelernte Elektrotechniker, der als Musikalienfachhändler über zehn Jahre ein eigenes Geschäft hatte, hat Musik im Blut. Ob Kufsteinlied, Schneewalzer oder Lieblingslieder aus der Jugend der Heimbewohner – unglaubliche 500 Lieder haben die Fassels im Repertoire. Harald Fassel schreibt die Lieder selbst um für die eigene Stimmlage und arrangiert Potpourries. Zusammen mit den heimischen Proben benötigen die Fassels für die Aufritte pro Woche rund vier Stunden Zeit. „Es macht so viel Spaß, wenn sich die Leute freuen und mitsingen. Uns ist dieses Engagement sehr wichtig, denn da arbeitet man direkt am Menschen“, erzählt der 73-Jährige. Seit etwa sechs Monaten gesellt sich aus dem weitverzweigten Freundeskreis immer wieder auch Peter Trost zu dem musikalischen Ehepaar, um die Auftritte vor betagtem Publikum mit seiner geschulten Tenor-Stimme und einem Rhythmusinstrument (Cajon) zu bereichern.
Die Fassels, die auch zwei Töchter und zwei Enkelkinder haben, leisten noch viel mehr Freiwilligenarbeit, insgesamt wenden sie seit vielen Jahren 30 bis 40 Prozent ihrer Freizeit dafür auf: So ist Traudi Fassel z.B. auch im Arbeitskreis Demenzfreundliche Kommune aktiv, ihr Mann Harald gehört seit 2016 zum Team des Oberasbacher Repair-Cafés und nicht zuletzt steht er der Vorstandschaft des Stadtseniorenrats vor, beide bringen sich zudem im VdK ein. Ihre Liebe zur Musik und zum Musizieren leben sie u.a. auch bei der Oberasbacher Uraltmusik, dem Wirtshaussingen oder diversen Weihnachtsfeiern aus. „Wir räumen uns dadurch auf, sind immer gut beschäftigt“, lacht Traudi Fassel.
Herzlichen Dank für dieses große Engagement, liebes Ehepaar Fassel!
(erschienen in "Infos für alle" 2023-22 vom 3. November 2023)
-
Basarteam des Fördervereins Kita St. Johannes
Seit 2013 setzen engagierte Mütter in Oberasbach zweimal pro Jahr ein starkes Zeichen für mehr Nachhaltigkeit: mit dem sortierten Benefizbasar „Alles rund ums Kind“ des Fördervereins der Kita St. Johannes, der jeweils im März/April und im Oktober stattfindet. Zuletzt wechselten 3.424 Secondhand-Waren die Besitzer – das beste Herbst-Ergebnis in der zehnjährigen Geschichte des Basars.
Kinderkleidung, -schuhe und Spielsachen gebraucht zu kaufen verlängert ihren Nutzungskreislauf, trägt zur Müllreduzierung bei und schont Ressourcen, die Umwelt – und den Geldbeutel der Käufer. Wenn man dann beim Shoppen noch Zeit spart, weil die angebotenen Schnäppchen u.a. nach Kleidergrößen von 50 bis 164 und Geschlecht sortiert sind, erklärt sich der immer größer werdende Zulauf zu Basaren wie dem in der Oberasbacher Jahnhalle. „Wir freuen uns sehr über das aktuelle Rekordergebnis mit einer Verkaufsquote von fast 50 Prozent, das nur übertroffen wurde vom Frühjahrsbasar 2017 mit 3.895 verkauften Artikeln“, erzählt Maria Ceymann vom Basarteam. Die vierfache Mutter ist seit acht Jahren dabei und koordiniert u.a. die Verteilung der Listen für die Verkäufer, die jeweils zweistündigen Helferschichten und den gesamten Ablauf.139 Verkäufer, die je 50 Teile – Winterjacken, Hosen, Pullis, Kleidchen, Strampler, Mützen, Skianzüge, Brettspiele, Autositze etc. – abgeben konnten, 6.950 Artikel im Angebot, acht Stunden Aufbau und Sortieren, eine Stunde Helfervorverkauf, zwei Stunden reguläre Verkaufszeit, fünf Stunden Rücksortieren und Auswerten, dazu zahlreiche Stunden ehrenamtliche Arbeit im Vorfeld – an diesen Zahlen des Basars vom 21. Oktober lässt sich erahnen, welcher Aufwand dahinter steckt. Das derzeit 17-köpfige Mama-Team, das für die Durchführung eines Basars ein ganzes Wochenende lang im Einsatz ist, ist dabei noch auf rund 40 Helferinnen und Helfer angewiesen. Und auf die Papas, die zuhause am Basar-Wochenende auf die Kinder aufpassen oder maßgeblich beim Auf- und Abbau der Verkaufstische mitanpacken. Etliche Kuchenspenden gehen ebenfalls in den Verkauf und haben den Erlös diesmal um stattliche 400 Euro erhöht. Zwanzig Prozent ihrer Einnahmen geben die Verkäufer bei diesem Kommissionsbasar ab – nicht-verkaufte Ware bekommen sie zurück. Den Reinerlös spendet der Förderverein zweckgebunden an die Oberasbacher Kita St. Johannes, kath. Krippe und Kindergarten. Einrichtungsleiterin Astrid Müller-Schimm, die selbst auch seit Jahren die ein oder andere Helferschicht übernimmt, konnte jetzt die höchste Spende seit Bestehen des Basars überreicht werden: „Das Engagement der Mütter und Väter für den Basar ermöglicht es, dass wir unseren Kindern kleine Extras zukommen lassen können – seien es zusätzliche neue Spielgeräte oder der kostenlose Bustransfer bei Ausflügen. Ich bin immer wieder begeistert, was unsere Freiwilligen da auf die Beine stellen. Das System gleicht einem Uhrwerk – eine perfekte Verzahnung!“ Der nächste Basar „Alles rund ums Kind“ in der Jahnhalle findet am 16. März 2024 statt, die Listenausgabe startet am 19. Februar. Weitere Helfer und Kuchenbäcker sowie neue Teammitglieder sind herzlich willkommen.
Weitere Infos: www.instagram.com/basar_kitastjohannes(aus “Infos für alle” 2023-23 vom 1. Dezember 2023)
-
Das Team der Fahrrad-Nachbarschaftswerkstatt
Die Fahrrad-Nachbarschaftswerkstatt Oberasbach wurde im November mit dem Nachhaltigkeitspreis des Fürther Landkreises ausgezeichnet. Grund genug, die im Juni 2021 gestartete Selbsthilfeinitiative eingehender vorzustellen.
In enger Symbiose mit dem lokalen Fahrradhandel, der die Einrichtung mit gebrauchten Ersatzteilen versorgt, bieten die mittlerweile 13 ehrenamtlichen Schrauberinnen und Schrauber jeden zweiten und vierten Samstag im Monat von 10.00 bis 12.00 Uhr im Hof des Jugendhauses OASIS dem radelnden Publikum kostenlos Hilfe bei der Reparatur an. Ihr Spezialwissen und die gute Werkzeugausstattung ermöglichen es, alle denkbaren Defekte ohne lange Wartezeit vor Ort zu beheben.Mit einer Reihe von Workshops zu den wichtigsten Reparatur-Themen und dem 40-seitigen Reparatur-Ratgeber „Rad & Tat“ werden zusätzliche Wege zur Selbsthilfe bei Pannen aller Art geebnet. Verschiedene Kurse in Zusammenarbeit mit der vhs Oberasbach & Roßtal, Jugend-Reparaturaktionen im Rahmen des städtischen Ferienprogramms und spezielle Angebote für Flüchtlinge stehen neben der Teilnahme an Rad-Aktionen der Stadt und des Landkreises für das vielfältige Engagement der Initiative im Sinne von Nachhaltigkeit und Verkehrswende.
Zusätzlich werden gespendete Fahrräder generalüberholt oder ausgeschlachtet. In Zusammenarbeit mit der Tafel und Flüchtlingsbetreuern können sich Bedürftige dann mit den aufgemöbelten Fortbewegungsmitteln versorgen. Wer nicht bedürftig ist, kann ein Gebrauchtrad gegen eine Spende mitnehmen. Neue Ersatzteile wie Bremsbeläge, Spezialwerkzeug, Reinigungs-, Betriebs- und Schmierstoffe werden von den Spenden der Besucherinnen und Besucher angeschafft.
„Was die Oberasbacher Fahrrad-Nachbarschaftswerkstatt atmosphärisch auszeichnet, ist ihr verkehrsberuhigtes und dennoch zentrales Quartier im Jugendhaus OASIS in der St.-Johannes-Straße 8. Die großzügige Werkstatt und der weitgehend überdachte Innenhof ermöglichen entspanntes Arbeiten bei jedem Wetter“, so Mitinitiator ud Motor Volker Dittmar, der die Gruppe mit seiner stets positiven Art zusammenhält. „Von dem Preisgeld des Nachhaltigkeitspreises wollen wir uns übrigens Arbeitskleidung mit Werkstatt-Logo leisten, damit uns Besucher leichter erkennen können.“ Quartiersmanagerin Renate Schwarz hatte vor zweieinhalb Jahren den Weg für die Erfolgsgeschichte der Fahrradwerkstatt frei gemacht und ihre Organisation auf die solide Grundlage der Diakonie Fürth gestellt.
(aus “Infos für alle” 2023-24 vom 22. Dezember 2023)
-
Das Team des Café Friedrich
Das Café Friedrich in Unterasbach ist ein lebendiges Beispiel für ehrenamtliches Engagement und Gemeinschaftsstärkung. Heidi Knorr, Jutta Lindner und Petra Schmid haben dieses Friedhofscafé ins Leben gerufen, das weit mehr ist als nur ein Ort für Kaffee und Kuchen: Es ist ein Treffpunkt zur Begegnung und sozialen Integration, der Vereinsamung entgegenwirkt.
In unzähligen ehrenamtlichen Stunden gestalteten die Initiatorinnen ihr Herzensprojekt, von der Planung über die Begleitung der Umbaumaßnahmen bis hin zur Beschaffung der Inneneinrichtung. Sie koordinierten die Kommunikation mit der Stadt, sorgten für einen ansprechenden Auftritt in der Öffentlichkeit und schlossen sich schließlich als eigenständige Abteilung dem Diakonieverein Oberasbach e.V. an. Doch das alles wäre ohne „das Wunder von Oberasbach“ – eine großzügige anonyme Spende – nicht möglich gewesen. Eine Zuwendung, die letztlich fünf Jahre Mietfreiheit sowie eine Industrieküche finanzierte und damit auch die Eröffnung Ende Juli 2022 ermöglichte. Nachdem die Stadt im ersten Jahr noch die Nebenkosten trug, ist das Café seit Mitte 2023 nun selbst für ihre Deckung verantwortlich. Bereits im ersten Jahr wurden unglaubliche 4.200 ehrenamtliche Stunden geleistet. Diese erstrecken sich nicht nur auf die Öffnungstage des Cafés, sondern beinhalten auch Vorbereitungen wie das Backen, Besorgungen, Pflege der Räumlichkeiten sowie zahlreiche Verwaltungstätigkeiten. Das Café Friedrich bietet ausschließlich selbstgebackene Kuchen und Torten an – allein im ersten Jahr wurden davon mindestens 750 zubereitet und ca. 10.000 Gästen angeboten. Ein Aufwand, der ohne das ehrenamtliche Engagement von weiteren ca. 25 zuverlässigen Helfern niemals gestemmt werden könnte.
Das Café fördert die Begegnung und Kommunikation von Menschen aller Generationen. Hier sitzt niemand allein. Auch die Ehrenamtlichen finden hier Freude, Unterstützung oder Ablenkung. Insgesamt zeigt das Café Friedrich – mittlerweile ein Alleinstellungsmerkmal in der Region – wie ehrenamtliches Engagement, kreative Ideen und Gemeinschaftssinn die Lebensqualität in einer Stadt steigern und Menschen verbinden können. Es ist ein inspirierendes Beispiel für das Potenzial von Ehrenamtlichen, die ihre Leidenschaft und Energie in Projekte investieren, um die Welt positiv zu verändern.
(Text: Joachim Lindner)
Weitere Infos auf www.friedrich-friedhofscafe.de.(aus “Infos für alle” 2024-25 vom 2. Februar 2024)
-
Die AWO
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) wurde im Jahr 1919 von Maria Juchacz gegründet. Grundgedanke war vor allem die Unterstützung der arbeitenden Bevölkerung sowie die Stärkung der Frauenrechte. Sie förderte damals schon Kindergärten, Krankenhäuser und Altenheime.
Unser Ortsverein Oberasbach ist einer von 16 Ortsvereinen des Kreisverbands Fürth-Land und besteht bereits seit 1946. Das soziale Engagement unseres Ortsvereins konzentriert sich vor allem auf die Förderung der Seniorenarbeit. Besonders hervorzuheben ist hier die Gründung von Altenclubs, deren Anfänge ins Jahr 1965 zurückreichen. Damals gab es noch je einen in Unterasbach, Oberasbach und Altenberg, doch die Mitgliederzahlen sanken mit der Zeit. So beschlossen wir 2015 die Zusammenlegung der Clubs zu einem zentralen Oberasbacher Seniorenclub und können seither wieder ein aktives, buntes Spektrum an Seniorenaktivitäten anbieten.Seien es die gemütlichen Plauderstunden jeden zweiten Mittwoch im Monat, die im El Café stattfinden, oder die regelmäßigen Ausflüge, die wir jeden vierten Mittwoch im Monat unternehmen – beides erfreut sich großer Beliebtheit und der Zulauf nimmt kontinuierlich zu. An diesen Kaffeekränzchen und an den Ausflügen sind übrigens auch Nichtmitglieder herzlich willkommen.
Neben dem Seniorenclub bietet auch der Ortsverein selbst über das Jahr verteilt verschiedene Ausflüge an, wie z.B. Muttertagsausflug, Weinfahrt, Frühjahrs- und Herbstwanderung, eine Fisch- und Ganspartie sowie auch eine Mehrtagesfahrt. Wir freuen uns immer auch neue Gesichter begrüßen zu dürfen – jeder ist willkommen.
Natürlich beteiligen wir uns auch an den verschiedenen Veranstaltungen der Stadt. So werden wir mit unserer Losbude nicht nur auf dem diesjährigen Stadtfest zum 30-jährigen Jubiläum vertreten sein, sondern stellen mit unserer Losbude auf den Oberasbacher Kärwas schon seit 1969 eine „Institution“ dar. Viele fleißige, freiwillige Helferinnen und Helfer aus dem Kreise unserer Mitglieder machen diesen ehrenamtlichen Einsatz möglich. Der Reinerlös unserer Losbude kommt nicht nur unseren Mitgliedern zugute, sondern wir unterstützen damit auch soziale Organisationen in Oberasbach.
Wie jeder Verein sind wir auf unsere Mitglieder angewiesen. Ohne deren Unterstützung würde der Verein nicht funktionieren.
Wenn Sie sich also gerne sozial engagieren wollen oder einfach nur an einer unserer Veranstaltungen teilnehmen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter awo.oberasbach@t-online.de. Weitere Infos zu unseren Aktivitäten finden Sie auf www.awo-oberasbach.de oder direkt und analog in einem unserer sieben Schaukästen.
(aus “Infos für alle” 2024-26 vom 8. März 2024)
-
Der VdK
Seit Ende März ist Mareike Wagner, Jahrgang 1981, neue Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Oberasbach. Vor ihrem Erziehungsurlaub arbeitete sie als Büroleiterin im politischen Bereich und gibt im Folgenden einen kleinen Einblick in Geschichte, Gegenwart und Zukunft des hiesigen VdK.
Schon als kleines Mädchen fragte ich mich, warum mein Großvater auch an heißen Tagen keine kurzen Hosen trug. Der Grund war traurig: mein Opa war Kriegsversehrter, sein rechtes Bein komplett versteift.Um Kriegsgeschädigte wie meinen Großvater kümmerte sich ab 1946 der „Verband der Kriegsgeschädigten“. Bereits im Jahr 1950 wurde Name und Spektrum erweitert in „Verband der Kriegsgeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner“. Heute führen wir den Namen „Sozialverband VdK“, haben bundesweit 2,2 Millionen Mitglieder mit steigender Tendenz und sind einer der größten überparteilichen und gemeinnützigen Interessenverbände Deutschlands. Unser Name mag sich verändert und angepasst haben. Geblieben ist unser Einsatz für Inklusion, soziale Gerechtigkeit und ausgewogene Lösungen im großen Feld der Sozialpolitik. Von der kommunalen bis zur internationalen Ebene stehen wir für Sozialrecht ein, gestalten dieses und ja: wir verteidigen es auch! Unsere Mitglieder genießen Sozialrechtsschutz, sie werden in etwaigen Widerspruchs- und Klageverfahren durch alle Instanzen vertreten.
„Oberasbach verbindet“ – ein wunderbares Motto! Und auch der VdK Oberasbach möchte „verbinden“. Wir stehen aus tiefster Überzeugung für Inklusion. Diese muss aus unserer Sicht mehr sein, als ein Lippenbekenntnis auf Homepages oder in Hochglanzbroschüren. Mit knapp 1000 Mitgliedern, vom Kleinkind bis zum Greis, sind wir einer der größten Vereine unserer Stadt, eingebettet in den VdK-Kreisverband Fürth mit unserer Kreisvorsitzenden Petra Guttenberger, MdL. Stadtbekannt sind unsere Fahrten, hervorragend organisiert von unserer stellvertretenden Vorsitzenden Margit Fischer. Jeden dritten Mittwoch im Monat schallt kurzweiliges Treiben über den Kirchplatz von St. Johannes: Der Seniorennachmittag ist fester und gut besuchter Schauplatz für Zusammensein und Zusammenhalt.
Seit Ende März darf das „kleine Mädchen“ nunmehr in große Fußstapfen treten und mit einem großartigen Team den VdK Oberasbach nach außen vertreten. Mein Ansinnen ist es, bewährte Strukturen zu erhalten, zu festigen. Als Mutter dreier kleiner Kinder liegt mir die in Einbindung junger Familien mit gehandicaptem Kind am Herzen, genauso wie die Vernetzung mit anderen Verbänden sowie den anderen städtischen Vereinen. Denn wer sich „verbindet“, hat es leichter. (Text: Mareike Wagner)
(aus “Infos für alle” 2024-28 vom 3. Mai 2024)
-
Kärwaboum Oberasbach e.V.
Der Kärwaboum Oberasbach e.V. feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Im Folgenden gibt es einen Einblick in den Verein, der nicht nur die Kirchweih im Altort ausrichtet.
Liebe Leserinnen und Leser,es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen, als wir als junge Burschen vor 20 Jahren zusammengekommen sind, um unseren Verein zu begründen. Damals wie auch heute ist unser Fest ein wichtiger kultureller Bestandteil der Gemeinschaft in Oberasbach. Ein Ort, wo Jung und Alt zusammenkommen, Bräuche aufrechterhalten werden und natürlich auch die Identität von Oberasbach geprägt wird. Der Zusammenhalt und der Besuch anderer Kirchweihvereine über Ortsgrenzen hinaus, ist dabei obligatorisch. Selbstverständlich stellen wir neben unserem großen auch mit unseren Kleinsten jeweils einen Kärwa-Baum auf. Mit dem alljährlich beliebten Betzntanz und anschließendem Kärwaausklang beschließen wir unter großen Andrang unsere Veranstaltung.
In unserem Jubiläumsjahr dürfen wir erneut die Austragungsstätte für den Stadt- und Kärwalauf bieten und auch der Schützenverein feiert dieses Jahr mit einem Schützenumzug mit uns mit.
Der Traditionserhalt hat bei uns einen großen Stellenwert und wir geben uns größte Mühe jedes Jahr aufs Neue im Altort ein unvergessliches Fest auszutragen.
Auch bei städtischen Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt oder dem Stadt- und Bürgerfest sind wir vertreten und fördern die Kultur.
Wie vielerorts sind wir bei der Umsetzung der Festlichkeiten stark auf das Ehrenamt angewiesen! Der Verein besteht aus ca. 150 Mitgliedern jeglichen Alters. Dabei gibt es den Kreis der Vorstandschaft, der mithilfe von zahlreichen helfenden Händen Jahr für Jahr neben unserer Kärwa auch Beteiligungen an anderen städtischen Festen plant. Da wir dabei nichts dem Zufall überlassen möchten, kümmern wir uns um sämtliche notwendigen Belange vollkommen eigenständig. Neben dem Aufbau des Zeltes, dem Schmücken des Festplatzes und unseres Biergartens im Grünen bewirten wir die gesamte Kärwa vollkommen selbstständig. Dafür sind wir auf jeden einzelnen angewiesen. An der Kärwa selbst sind dafür in wechselnden „Schichten“ zeitgleich etwa 40 Personen notwendig.
Du hast Lust ein Teil unserer Kärwagemeinschaft zu werden? Komm uns doch von 12. bis 15. Juli 2024 auf unserer Kärwa am Peterhof in der Bachstraße besuchen, mach dir ein Bild von uns und sprich bei Interesse einen von den Burschen oder Madli im weißen Polo-Shirt an. Gerne darfst du uns auch auf Facebook oder Instagram schreiben!
Prost! Eure Kärwaboum Oberasbach
(aus “Infos für alle” 2024-30 vom 5. Juli 2024)
-
Siedlervereinigung Unterasbach e.V.
Die Siedlervereinigung Unterasbach e.V. ist ein seit 1919 bestehender Zusammenschluss von Eigenheim- und Grundstücksbesitzern in und um Oberasbach mit derzeit rund 270 Mitgliedern, deren Interessen bundesweit vom Verband Wohneigentum vertreten werden.
„Wir möchten unsere Mitglieder bei Fragen zu Haus und Garten und der Erhaltung unserer natürlichen Lebensräume unterstützen“, erklärt Bernd Rippel, Vorsitzender der Siedlervereinigung. „Bei uns geht es um den Austausch mit anderen Haus- und Gartenbesitzern, um Informationen zu aktuellen Entwicklungen rund um Haus und Garten und auch um geselliges Beisammensein.“ Die Mitglieder bekommen die Monatszeitschrift „Familienheim und Garten“, eine kostenlose Rechtsberatung z.B. bei Fragen zu Haus- und Grundbesitz oder Fragen zu Vermietung und Verpachtung (über die Bezirksgeschäftsstelle des Verbandes Wohneigentum). Im Mitgliedsbeitrag enthalten ist zudem eine Haus- und Grundstückshaftpflichtversicherung, eine Bauherrenhaftpflichtversicherung und weitere Zusatzversicherungen gibt es mit Ermäßigung. Das Angebot runden Vortragsveranstaltungen ab zu Themen rund um Haus und Garten, wie Energieverbrauch, Gebäude-Energie-Gesetz, Anpassung an Klimaänderungen und vieles mehr. Daneben sind die Dia- und Multimediashows z.B. zu Reisen oder die Ausflüge etwa in Botanische Gärten sehr beliebt.Ein besonders nachhaltiges Extra: Für Mitglieder gibt es die Möglichkeit, Gartengeräte auszuleihen, z.B. Rasenwalze, Dünge- und Säwagen, Bodenprobelanze, Hochdruckreiniger, Vertikutierer oder Hochentaster.
„Beim Einkaufen erhalten unsere Mitglieder außerdem den ‚Siedlerbonus‘ bei Öl, Strom oder Gas sowie in verschiedenen Baumärkten und Gärtnereien“, so die 2. Vorsitzende Brigitte Bachmeier. „Gerne genutzt wird auch die Möglichkeit, das Siedlerheim in der Frühlingsstraße 1b gegen Mietgebühr für private Feiern zu nutzen: Im Saal mit Küche und WC finden bis zu 64 Personen Platz.“
Kontakt: SVUnterasbach@mnet-mail.de, weitere Infos: www.verband-wohneigentum.de/unterasbach/
(aus “Infos für alle” 2024-31 vom 2. August 2024)
-
Aktionskreis Fairtrade
Der Aktionskreis Fairtrade rückt die Fairness in den Handelsbeziehungen mit den Ländern des globalen Südens in den Blickpunkt. Derzeit acht Aktive organisieren rund ums Jahr Vorträge, Filme und Ausstellungen zum Thema und sind mit Ständen bei Veranstaltungen präsent.
Ihr Engagement beschreibt Christa Bartsch, die Sprecherin des Kreises, so: „Für den fairen Handel setze ich mich ein, weil mir Gerechtigkeit wichtig ist und weil die Menschen, die für uns Lebensmittel erzeugen und Produkte fertigen, einen angemessenen Lohn sowie gute Lebens- und Arbeitsbedingungen verdient haben. Ich genieße gerne mit gutem Gewissen gegenüber Mensch, Tier und Natur. Außerdem macht es mir Spaß, mich mit netten Menschen für ein Ziel einzusetzen, Aktionen zu planen und durchzuführen.“ Damit spricht sie sicher allen Aktiven aus dem Herzen.Seit 2017 darf Oberasbach den Titel „Fairtrade-Stadt“ führen. Beim Aktionskreis laufen die Fäden zusammen, er fungiert als Bindeglied zwischen dem Handel, der Kommune und den Vereinen und Institutionen, die sich der Bewegung angeschlossen haben. Er hat die Zertifizierung initiiert und weist die Einhaltung der Bedingungen alle zwei Jahre im Rahmen der Rezertifizierung nach.
So ist z.B. die Beteiligung der Schulen wichtig, um schon Kinder und Jugendliche für weltweite Handelsgerechtigkeit zu sensibilisieren. In Oberasbach gibt es mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium eine zertifizierte Fairtrade-Schule. Die Grundschule Altenberg strebt ebenfalls die Zertifizierung an – der Aktionskreis hat eine Spende der Sparkasse Fürth dafür verwendet, Seminare zum Thema zu finanzieren. Beim diesjährigen Stadtfest unterstützten Schülerinnen, Mütter und Lehrerinnen der GS Altenberg den Stand des Aktionskreises und des Weltladens.
Auch in der Steuerungsgruppe des Landkreises Fürth ist Oberasbach vertreten und engagiert sich bei gemeinsamen Veranstaltungen. So gibt es z.B. jedes Jahr eine Filmvorführung im Rahmen des Agenda-2030-Kinos. Auch das Angebot von Fairen Lebkuchen in der Vorweihnachtszeit geht auf eine Initiative des Fairen Landkreises zurück.
Im September setzt die „Faire Woche“ (13. bis 27. September) ein Ausrufezeichen und bündelt Aktionen und Veranstaltungen. Dabei rückt das Motto „Fair. Und kein Grad mehr!“ die Klimagerechtigkeit in den Fokus.
Wie bereits 2023 beteiligen sich der Aktionskreis und der Weltladen mit einem Stand am Energie- und Nachhaltigkeitstag. Am 14. September von 10.00 bis 15.00 Uhr gibt es hier ein Klima-Quiz, eine Umfrage, Kostproben, faire Give-aways und Informationen. Kleine Künstler haben die Gelegenheit, Taschen aus Fairtrade-Baumwolle mit Textilmarkern zu gestalten.
Ab Mitte Oktober sind Karikaturen aus der Reihe „Mit Volldampf in die Katastrophe?“ von Renovabis in den Schaufenstern des KuBiZ am Rathaus 8 zu sehen. Die Ausstellung legt auf satirische Weise den Finger in die Wunde unserer heutigen Probleme.
Wer Lust hat, sich gemeinsam mit dem Aktionskreis für das Thema einzusetzen, kann sehr gerne per E-Mail an info@fairtrade-oberasbach.de Kontakt aufnehmen!
(aus “Infos für alle” 2024-32 vom 30. August 2024)
-
Die ADFC-Ortsgruppe
Gemeinsam für eine fahrradfreundliche Zukunft: Die ADFC-Ortsgruppe Oberasbach setzt sich aktiv für eine fahrradfreundlichere Infrastruktur in der Stadt ein.
Mit rund 80 Mitgliedern, davon etwa 15 besonders aktive, arbeiten wir eng mit der Stadt Oberasbach sowie dem ADFC-Kreisverband Fürth zusammen. Unsere Gruppe wurde 2019 gegründet und engagiert sich seitdem in verschiedenen städtischen Projekten, um Oberasbach auf dem Weg zur Fahrradfreundlichen Kommune zu begleiten. Unsere Ortsgruppensprecher sind Holger Schröder und Isabella Weber.Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Projektgruppen „Mobilität“ und „Klimaschutz“, in denen unsere Mitglieder regelmäßig ihre Expertise einbringen. Wir möchten, dass die Alltagsmobilität umweltfreundlicher, sicherer und für alle Verkehrsteilnehmenden angenehmer wird. Ein durchgehendes Radwegenetz, sichere Abstellmöglichkeiten und gut ausgebaute Wege sind zentrale Forderungen. So waren wir bereits an der Planung einer überdachten Fahrradabstellanlage an der Haltestelle Altenberg-West und der Asphaltierung von Geh- und Radwegen beteiligt.
Wir freuen uns, dass sich die Stadt Oberasbach auf den Weg gemacht hat, eine fahrradfreundliche Kommune zu werden. Der Weg zu sicheren, durchgehenden Routen für Radfahrer und Fußgänger ist jedoch noch lang. Mit unserer Ortskenntnis und Fachkompetenz tragen wir regelmäßig fundierte Vorschläge zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur bei.
Ein weiterer Meilenstein ist das von der Stadt beauftragte Radverkehrskonzept, das im Stadtrat beschlossen wurde. Uns ist es wichtig, dass die darin enthaltenen Maßnahmen auch langfristig umgesetzt werden.
Zu unseren regelmäßigen Aktivitäten gehören Fahrsicherheitstrainings, Fahrradflohmärkte und Informationsstände bei städtischen Veranstaltungen wie dem Stadtfest oder dem Nachhaltigkeitstag. Unser nächstes Fahrsicherheitstraining findet am 12. Oktober 2024 an der Pestalozzi-Grundschule statt und ist im vhs-Programm unter „Outdoorsport“, Kursnr. 24-2705 zu finden.
Möchten Sie mehr über unsere Arbeit erfahren oder sich selbst engagieren? Besuchen Sie uns bei einem unserer Treffen im Treffpunkt Alte Post (jeder zweite Mittwoch im Monat, 19.00 Uhr) oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf: kontakt@adfc-oberasbach.de
Gemeinsam können wir die Mobilität in Oberasbach nachhaltiger und sicherer gestalten!
Text: Isabella Weber(aus “Infos für alle” 2024-33 vom 4. Oktober 2024)
-
Das Oberasbacher Christkind
Passend zur Adventszeit erzählt uns Elise Roggendorf, das aktuelle Oberasbacher Christkind, im Interview von ihren Erfahrungen mit diesem ganz besonderen Ehrenamt.
Liebe Elise, was muss man Deiner Meinung nach als Christkind mitbringen?Als Christkind sollte man offen auf andere Menschen zugehen können und Spaß daran haben, vor großem Publikum zu sprechen. Auch ist es vorteilhaft, auf neue Situationen flexibel zu reagieren. Man sollte Freude am Umgang mit jungen und älteren Menschen haben, denn die Interaktion und das Miteinander ist das, was das Christkind ausmacht.
Was bedeutet es für Dich persönlich, dieses Ehrenamt auszufüllen?
Für mich bedeutet es, als Oberasbacher Christkind vielen Menschen eine magische Weihnachtszeit zu bescheren. Dabei darf ich selbst vielfältige Erfahrungen sammeln und kann an den Tätigkeiten des Christkindes wachsen. Jedem Mädchen, das Freude an den Aufgaben des Christkindes findet und die Weihnachtszeit in Oberasbach mitgestalten möchte, kann ich das Ehrenamt empfehlen.
Welche Deiner Aufgaben als Christkind haben Dir letztes Jahr besonders viel Spaß gemacht?
Meine persönlichen schönsten Momente als Christkind waren die Besuche in Alten- und Pflegeheimen – all die strahlenden Gesichter und die Freude in den Augen der Bewohner haben mir gezeigt, wie wichtig diese Tätigkeit ist.
Worauf freust Du Dich in Deiner zweiten Amtszeit besonders?
Ich freue mich auf die netten Begegnungen, die Gemeinschaft und den Austausch mit zahlreichen Menschen auf Weihnachtsfeiern, dem Oberasbacher Weihnachtsmarkt, in Kindergärten und in Alten- und Pflegeheimen, wo das Glück und der Zauber der Weihnachtszeit zu spüren sind.
Vielen Dank, liebe Elise!(aus “Infos für alle” 2024-35 vom 6. Dezember 2024)
-
CVJM Unterasbach e.V.
Der Christliche Verein Junger Menschen ist die weltweit größte Jugendorganisation und seit fast 170 Jahren in über 130 Ländern zu Hause. Die Mission: jungen Leuten eine sinnvolle Freizeitgestaltung bieten und zugleich ihren Glauben stärken. Der Landesverband Bayern hat 12.000 Mitglieder, darunter ca. hundert in Oberasbach. Im Folgenden lesen Sie ein Selbstportrait des Ortsvereins.
Seit 1970 gibt es uns in Oberasbach. Wir wollen junge Menschen mit ihren Fragen und ihrer Sehnsucht ernst nehmen, mit dem christlichen Glauben eine Lebensperspektive anbieten und auch Heimat geben. Die Mitte unseres Angebotes für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ist die Botschaft von Jesus Christus. Bei uns ist Jede und Jeder herzlich willkommen, was sich auch in den Angeboten zeigt. Vielleicht waren Sie früher auch auf einer der vielen (Ski-)Freizeiten u.a. in Schweden, Dänemark und Norwegen dabei? Sport ist uns wichtig, ganz vorn Indiaca und noch immer Tischtennis. Man heimst(e) viele Titel wie Deutscher Meister und YMCA Europameister ein. Im Tischtennis spielen wir auch aktuell weit oben mit und unsere Tischtennis-Jugend hat regen Zulauf. Man trifft uns am Oberasbacher Weihnachtsmarkt mit Plätzle, Figur-Topflappen und dem Kasperltheater oder an der Christbaumsammlung. Diese Aktionen haben viele treue Helfer und Unterstützer. Seit 2003 gibt es die Bibel- Entdecker-Nacht mit Übernachtung in der Stephanuskirche, ebenso lang schon läuft etwa achtmal im Jahr das Kinderkino. Aktionen wie Grill&Chill, Psalm-Brunch, Backaktion, Schwamm-Olympiade, Gruppenstunden, Osterbaum etc. bereichern die Oberasbacher Jugendarbeit ebenso wie der jährliche „etwas andere“ CVJM-Gottesdienst mit Band.
Für all das sind im Vorfeld Gedanken, Recherche, Treffen, Besorgungen nötig, für Auf- und Abbauen muss man früher da sein und länger bleiben – alles ehrenamtlich. Dies erfordert einiges an Zeit und Herzblut, aber: „Wenn man dann den Spaß der Kids sieht und merkt, dass sie gerne kommen, ist das ein toller Lohn“, so 1. Vorsitzender Uwe Zinner.Wer ehrenamtlich mitmachen möchte, kommt einfach mal vorbei oder meldet sich unter info@cvjm-unterasbach.de!
(aus “Infos für alle” 2024-36 vom 20. Dezember 2024)
-
„Film, Musik & mehr“ in St. Markus
Arthouse-Kino mit Rahmenprogramm, ungewöhnliche Konzerte, dazu Lesungen und Ausstellungen in St. Markus: Im November feierte das „Kultur unterm Kirchendach“-Team um Roland Geßl und seine Frau Ruth Jeskulke-Geßl 15-jähriges Jubiläum. Für 2025 stehen schon etliche Termine fest, wie etwa ein Valentinstagsspecial am 15. Februar.
Das vielfältige Kulturprogramm wird von bis zu 16 Ehrenamtlichen organisiert. „Alles Menschen, die sich gerne für andere engagieren“, so Roland Geßl. Einmal im Monat trifft sich das Kulturteam. Das ganze Jahr sind die Mitglieder beschäftigt, denn für die Veranstaltungsorganisation ist oft ein langer Vorlauf nötig. Bei der Auswahl der Filme gibt es jeweils ein Jahresmotto, dieses Jahr lautet es „Unerwartet“. Neben emotional bewegenden Streifen sind auch Filme mit sozial- und umweltpolitisch relevanten Themen zu sehen, als Verleiher fungiert die evangelische Medienzentrale. „Unsere Abende leben vom Besonderen und oft auch einer liebevollen, zum Film passenden Dekoration. So präsentieren wir im Vorfeld Gegenstände oder Charaktere der Geschichte – das kann auch mal ein Leichenwagen aus den Sechzigern sein, der vor unserem Gemeindehaus an der Kurt-Schuhmacher-Straße parkt. Wir nehmen für unsere Veranstaltungen keinen Eintritt, stellen aber eine Spendenbox auf – mit den Überschüssen daraus unterstützen wir z.B. die Bahnhofsmission Fürth, die Flüchtlingshilfe Zirndorf, Aktionen wie den Oberasbacher Weihnachtswunschbaum oder auch den Kindergarten von St. Markus,“ erläutert Roland Geßl.Die Filme werden im Gemeindehaus vorgeführt, die Konzerte finden in der Kirche St. Markus statt – ein bis zwei Veranstaltungen pro Monat stemmt das Team des Kulturprojekts, das mittlerweile über reichlich Expertise im Bereich Eventtechnik und -management verfügt. Im Sommer gibt es auch stimmungsvoll illuminierte Freiluftevents im Kirchhof. Auf über 200 Veranstaltungen können die Ehrenamtlichen schon zurückblicken – das Programm ist so attraktiv, dass auch Gäste z.B. aus Fürth und Nürnberg kommen. „Die besondere Atmosphäre, die allen immer wieder tolle Begegnungen ermöglich, sorgt dafür, dass auch die Künstlerinnen und Künstler gerne mehrmals bei uns auftreten und sich sogar von sich aus melden. Ohne unsere beiden Dauersponsoren – ein Bio-Bauernhof und eine Apotheke in Oberasbach – ginge es aber nicht. Wir sind für Zuwendungen aus der Wirtschaft und die Spenden unserer Zuschauer sehr dankbar. Und dafür, dass das Pfarrer-Ehepaar Berthold Kreile und Martina Hessenauer immer sehr offen für unsere Ideen abseits der gewohnten Kirchenkultur ist“, erzählt Ruth Jeskulke-Geßl. „Als nächstes freuen wir uns zum Valentinstag auf eine Hommage an den Abschied, das Loslassen und die Liebe, die nie vergeht mit Evelyne Schertlin (Texte), Ina Rösner, Christine Schaller, Alexa Härtlein (Vocals), Christoph Kuntz (Piano), Kristina Glücker (Handpan).“
Weitere Infos auf www.st-markus-oberasbach.de.(aus “Infos für alle” 2025-37 vom 31. Januar 2025)
-
Igelretterin Ingrid Plesch
Alles fing vor über 22 Jahren mit einem 210 Gramm leichten Igel an, der Ende Oktober durch ihren Vorgarten irrte: Ingrid Plesch päppelte das Tierchen auf, so dass es gut durch seinen Winterschlaf kam. Seitdem pflegt die heute 76-Jährige ehrenamtlich kranke, verletzte und unterernährte Igel und setzt sich mit viel Herzblut für die Erhaltung ihres Lebensraumes ein.
Mit "Igel-Beratung und -Hilfe Oberasbach" (früher: Igelstation Oberasbach) stellt Ingrid Plesch ihr Fachwissen zur Verfügung, u.a. an unserer Volkshochschule (s. „Igel in Not“). Bei WhatsApp ist sie im Kontakt mit rund 800 Igelfreunden, ihre Tipps anhand von Fotos und Videos sind sogar in Ungarn, Amerika oder Irland gefragt. Der Igel ist eines der ältesten Säugetiere der Erde, er gilt leider heute als potentiell gefährdet und steht unter Naturschutz. Hilfe wird daher dringend benötigt, etwa durch igelfreundliche Gärten. Auch ganzjährige Fütterung ist wegen des Insektensterbens nötig. Jungigel sollten 600 bis 650 Gramm wiegen, erwachsene Igel 900 bis 1200 Gramm.Bis zu 30 Tiere hatte Ingrid Plesch schon gleichzeitig in Pflege, derzeit überwintern acht in ihrem Garten in Kreutles. Etwa hundert Euro investiert die gebürtige Gummersbacherin pro Igel jeden Winter – so sind schon etliche tausende zusammengekommen. Sie finanziert alles selbst, freut sich aber über Spenden – Spendenquittungen kann sie allerdings nicht ausstellen. „Mir bringt es persönlich ganz viel, wenn ich Tieren, die keine Lobby haben, helfen kann. Meine Tierliebe ist auch der Grund, warum ich seit Jahren vegan lebe.“
Bei medizinischen Härtefällen kooperiert die ehemalige Intensivkrankenpflegerin, die auch lange ihren krebskranken Mann zuhause versorgt hat, eng mit einem igelerfahrenen Zirndorfer Tierarzt. „Ich bin ansonsten aber absolute Einzelkämpferin. Ich arbeite anders als andere private Igelhelfer, z.B. halte ich nicht viel von Chemie“, so Ingrid Plesch. Eine prophylaktische Entwurmung lehnt sie ab, der Aufbau mit Elektrolyten und Vitamin B sei anfangs hilfreicher. Dann gelte es „parasitenbezogen“ vorzugehen. Inzwischen hat Ingrid Plesch 30 bis 40 dicke Ordner mit Krankenblättern zu allen Pfleglingen, auf denen z.B. alle Symptome und verabreichten Medikamente dokumentiert sind.
Auf ihrer von ihrem Sohn betreuten Homepage igelgug.de bietet Ingrid Plesch viele Informationen rund um die schützenswerten Stacheltiere, darunter Tipps zur artgerechten Fütterung und Pflege. Auch Bauanleitungen für Igelburgen und selbstentwickelte Schlafhäuser und katzensichere Futterhäuser finden sich dort.
Wenn Sie den putzigen Tieren helfen möchten, bauen Sie ein Schlafhaus aus Vollholz, das Sie an einem trockenen, schattigen Platz aufstellen und mit weichem Stroh auslegen. „Nicht mit Laub, das kann wegen Pilzsporen und Milben Igeln das Leben schwer machen“, weiß Ingrid Plesch. Eine einfache Maßnahme: Nach dem Winter nicht zu bald den Garten aufräumen, denn in den Stängeln von abgestorbenen Pflanzen überwintern oft nahrhafte Insekten. Ab Ende März bis etwa Ende April erwachen die Igel aus dem Winterschlaf. Wer schon früher einen Stachler im Garten sichtet, sollte ihn vorsichtig durchchecken: Ist er lang und dünn mit markanter Halsfalte und kühler als 36 Grad, braucht er wahrscheinlich Hilfe. Die Igel freuen sich über Wasser und Hunde- oder Katzenfutter aus der Dose bzw. in Wasser eingeweichtes Trockenfutter, am besten in kleinen flachen Schälchen. Milch und Milchprodukte sind tabu. Kalte Igel müssen unbedingt vor dem Fressen aufgewärmt sein. Wenn man sich einem Igel nähern oder ihn berühren kann, ohne dass er sich zusammenrollt, ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit krank. Leisten Sie Erste Hilfe – auf igelgug.de/igelnothilfe hat Frau Plesch dazu viele Tipps zusammengestellt. Nehmen Sie dann Kontakt mit einer Igelpflegestelle oder -station oder einem igelerfahrenen Tierarzt auf.
Telefonische Unterstützung von Frau Plesch bekommen Sie unter 0911 99 60 60 (bitte eine Nachricht hinterlassen). Alternativ können Sie sich auch an die Igelstation Büttner in Roßtal unter 0176 212 556 61 oder 09127 594 35 08 wenden, oder an Jana Zwanziger von der Igelrettung Fürth unter 0177 897 48 52. Frau Plesch empfiehlt außerdem die Facebook-Gruppe "IGEL - Notfälle - Beratung und alles Drumherum", die bundesweit Pflegestellen vermittelt. Private „Päppler“, bei denen Igel betreut überwintern können, werden übrigens immer gesucht!
(aus “Infos für alle” 2025-38 vom 7. März 2025)
-
Die Siebener
Es ist das wohl älteste kommunale Ehrenamt in Bayern: Die „Feldgeschworenen“ oder „Siebener“ wachen seit Jahrhunderten über die Einhaltung von Grundstücksgrenzen. In Oberasbach gehören zu diesem ehrenwerten Kreis derzeit sieben aktive und fünf passive Mitglieder – sie alle tragen durch ihre Arbeit zum friedlichen Zusammenleben in unserer Stadt bei und genießen besonderes Vertrauen.
Feldgeschworene wirken bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen mit. Sie setzen Grenzsteine höher oder tiefer, wechseln beschädigte Grenzzeichen aus und entfernen sie. Als Hüter der Grenzen und Abmarkungen im Gemeindegebiet arbeiten sie seit Einführung der staatlichen Landvermessung 1801 eng mit Vermessungsbeamten zusammen. In Bayern kostet eine Vermessung dank der ehrenamtlich tätigen Siebener so wenig wie nirgends sonst in Deutschland. Von zentraler Bedeutung ist das nur den Feldgeschworenen bekannte „Siebenergeheimnis“, womit die Markierung der Grenzen durch geheime Zeichen aus Metall, Glas oder Ton gemeint ist. Es darf nur mündlich an den Nachfolger weitergegeben werden und muss zeitlebens bewahrt werden – darauf müssen die Feldgeschworenen auch heute noch einen Eid ablegen.„Ich empfinde es als Ehre, ein Amt mit soviel Tradition ausüben zu dürfen. Es macht Spaß, man kommt raus und unter Leute“, erzählt der neue Oberasbacher Siebener-Obmann Norbert Deubel (mehr dazu im Folgenden). Voraussetzung ist ein gewisses handwerkliches Geschick im Umgang mit Spaten, Stoßeisen, Flex und mit dem Setzgerät, mit dem die Grenzpunkte vor dem Anbringen von Grenzsteinen gesichert werden. Hierbei muss sehr genau gearbeitet werden. „Außerdem sollte man physisch in der Lage sein, bei jeder Witterung ein Loch zu graben, um die Grenzzeichen zu setzen. Es ist oft körperlich schwere Arbeit, denn ein Grenzstein ist häufig 60 Zentimeter tief in der Erde“, weiß Norbert Deubel. In Oberasbach werden die Siebener heute besonders oft bei der Teilung von Grundstücken gerufen, Stichwort Nachverdichtung.
Die Bezeichnung „Siebener“ entstand, weil i.d.R. sieben Feldgeschworene in einer Gemeinde bestellt wurden. Durch die ungerade Anzahl konnte bei Unstimmigkeiten eine eindeutige Entscheidung gefällt werden. Die etwa 24.000 Siebener in Bayern sind deutschlandweit eine Besonderheit, einige gibt es noch in Rheinland-Pfalz. Besondere Bedeutung erlangten sie in Franken mit seinen vielen kleinstrukturierten Grundstücksparzellen. Das Ehrenamt ist seit dem späten Mittelalter belegt und ging aus den früheren Mark- und Feldgerichten hervor. Das Feldgeschworenenwesen in Bayern wurde im Dezember 2016 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Wer die Siebener zur Sicherung einer Grundstücksgrenze bitten möchte, wendet sich an Uwe Zitzler im Tiefbauamt der Stadt Oberasbach: zitzler@oberasbach.de oder 0911 96 91-1512
(aus “Infos für alle” 2025-39 vom 4. April 2025)
-
Vorlese-Team der Stadtbücherei
Zum zweijährigen Geburtstag des beliebten Formats „Vorlese-Donnerstag für Kindergartenkinder“ kamen im April erstmals die ehrenamtlichen Vorleserinnen zu einem Erfahrungsaustausch in der Stadtbücherei zusammen.
Im Kleinkind- und Vorschulalter werden die Weichen gestellt für ein – oft lebenslanges – Interesse an Geschichten und Büchern. Dem Stadtbüchereiteam ist Leseförderung daher sehr wichtig. Neben dem erfolgreichen Angebot „Glori Globus“ für Vor- und Grundschulkinder gehört dazu in der Bücherei auch der „Vorlese-Donnerstag für Kindergartenkinder".Zum zweiten Geburtstag – die Reihe startete 2023 mit einem Osterbuch – trafen sich sechs von aktuell sieben festen Ehrenamtlichen erstmals zu einem runden Tisch. Das Feedback fiel sehr positiv aus. Die meisten der Ehrenamtlichen konnten bereits an anderer Stelle viel Routine im Vorlesen entwickeln, z.B. als Lesepatin an der Grundschule, beim Vorlesen im Kindergarten oder von Berufs wegen im pädagogischen Bereich.
Die Vorlese-Stunde findet i.d.R. am letzten Donnerstag im Monat von 15.00 bis ca.16.00 Uhr statt. Von Beginn an wurde das Angebot gut angenommen. Im Schnitt kommen 6 bis 15 kleine Gäste, meist mit einem Eltern- oder Großelternteil. Die Vorlese-Patinnen wechseln von Termin zu Termin und gestalten ihren Donnerstag sehr individuell, so dass auch der Ablauf immer variiert. „Die Veranstaltung war ohne viel Aufwand von Anfang an eine Erfolgsgeschichte“, freut sich Büchereileiterin Edith Backer. „Ich bedanke mich herzlich für das ehrenamtliche Engagement der Frauen, die mit viel Kreativität und Freude am Vorlesen den Kindern jeweils eine verzauberte Stunde ermöglichen."
Sie möchten auch ehrenamtlich Vorleserin oder Vorleser in der Stadtbücherei werden? Melden Sie sich gerne unter 0911 96 91-1169 oder direkt vor Ort beim Büchereiteam!
(aus “Infos für alle” 2024-41 vom 6. Juni 2025)
-
Stammtischgesellschaft Unterasbach e.V.
Zurzeit hat die seit 1952 bestehende Stammtischgesellschaft Unterasbach e.V. (StGU) rund 260 Mitglieder, darunter die beiden Gründungs- und mittlerweile Ehrenmitglieder Rudi Dollhäupl und Gerd Maier. Geführt wird der Verein von sechs Vorstands- und 13 Verwaltungsmitgliedern, 1. Vorsitzender ist seit 2007 Harald Patzelt.
Höhepunkte im Vereinsleben sind der „legendäre“ Kinderfasching und seit 1965 die über die Region hinaus beliebte Unterasbacher Kärwa. Fixtermin ist ebenso die Teilnahme am Oberasbacher Weihnachtsmarkt. Regelmäßig bereichert die Stammtischgesellschaft auch weitere Veranstaltungen der Stadt Oberasbach oder die anderer Vereine, z.B. mit dem Betreiben eines Getränke- oder Imbisswagens. Zur 73-jährigen Geschichte des Vereins gehören auch Faschingsbälle, Tanzveranstaltungen, Bockbierfeste und denkwürdige Ausflüge. 1962 organisierte die StGU den ersten Kärwa-Umzug durch Unterasbach. Ab 1980 gab es sogar über zehn Jahre lang eine eigene Theatergruppe mit Aufführungen in der Jahnturnhalle. Als dieses Jahr die Stadt aufgrund der Haushaltsperre das 2023 erstmals durchgeführte beliebte Faschingstreiben am Rathausbrunnen nicht anbieten konnte, sorgten kurzerhand die Stammtischgesellschaft, die KG Blau-Rot und die Siedlervereinigung für eine gelungene Ersatzveranstaltung in Unterasbach.„Seit Gründung unterstützen wir auch soziale Projekte, Kindergärten und Kirchengemeinden. Allein seit 2018 waren das immerhin fast 3.000 Euro. Hierzu kommen rund 7.000 Euro beim ToyRun zugunsten des Kinderklinikums Erlangen, der zusammen mit der Radsportabteilung des TSV Altenberg an den letzten beiden Kärwas stattfand. Mit dem TSV Altenberg sind wir stark verwurzelt, vor allem in den ersten Jahrzehnten nach der Gründung war man in beiden Vereinen Mitglied. Deshalb helfen wir auch Veranstaltungen und Projekten des TSV, besonders in der Jugendarbeit – sei es finanziell oder mit Leihgeräten“, erzählt Harald Patzelt.
Die Unterasbacher Kärwa ist wohl die einzige im Landkreis Fürth, die ein Bierzelt von 1.000 qm in Eigenregie stemmt. Der Zeltaufbau beginnt immer am Samstag vor der Kärwa, ab Montag kommen dann Zeltboden, Bestuhlung, Zelt- und Schankinventar, Imbisswagen, elektrische Arbeiten, Getränke- und Speisenanlieferung und noch vieles mehr hinzu. Am Donnerstag steht traditionell die Kärwa-Schlachtschüssel an, bei der es sich beispielsweise 2024 über 500 Gäste schmecken ließen – ein Rekord! Insgesamt sorgen rund hundert ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Stammtischgesellschaft Unterasbach für einen reibungslosen Ablauf der Kärwa. „Wir machen auch die Schänke mit ca. hundert Hektoliter Bier, die Küche, die Bar und den Grillwagen. Demgegenüber stehen hohe Kosten: Zelt und Musik je im unteren fünfstelligen Bereich, Security im mittleren vierstelligen Bereich, GEMA vierstellig, Kühlwägen und seit 2024 ein zweiter Toilettenwagen, dazu Wasser und Strom, bis zu zwölf Bedienungen usw. Dennoch liegen wir bei den Preisen immer wieder sehr deutlich unter dem, was bei Kärwas mit vergleichbar großem Bierzelt aufgerufen wird“, berichtet der 1. Vorsitzende stolz.
(aus “Infos für alle” 2025-42 vom 4. Juli 2025)
-
BUND Naturschutz-Ortsgruppe
Der BUND Naturschutz in Bayern besteht bereits seit 112 Jahren. Die Ortsgruppe Oberasbach wurde 1978 vom damaligen Stadtrat Walter Weichlein gegründet.
Seine Motivation und die seiner Mitstreiter war vor allem der geplante Bau der Verbindungsstraße West durch das heutige Naturschutzgebiet Hainberg sowie der schadstoffausstoßende Betrieb der Müllverbrennungsanlage an der Rothenburger Straße. Walter Weichlein rief 2007 zudem die nach ihm benannte Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes ins Leben.
Seit 2007 wird die Ortsgruppe von Ulla Lippmann geleitet. Ihr stehen weitere fünf regelmäßig aktive Mitglieder zur Seite. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt bei der Pflege der seit 1992 von der Stadt Oberasbach gepachteten artenreichen Streuobstwiese am Milbenweg in Alt-Oberasbach. Ein Aufenthalt dort ist bei Kindergärten und Grundschulklassen sehr begehrt. Seit einigen Jahren unterstützt der Landschaftspflegeverband Mittelfranken fachkundig bei der Pflege.Die BN-Ortsgruppe engagiert sich außerdem bei der Organisation der jährlichen Amphibienrettungsaktion nahe Rehdorf. Die Kröten laufen etwa ab Anfang März über die Rehdorfer Straße zu ihren Laichplätzen, beginnend auf Höhe des Biotops Rehdorf bis zum Bahndamm vor Anwanden. Letztes Jahr konnten so mit zahlreichen Helferinnen und Helfern ca. 1.000 Kröten und einige Bergmolche vor dem Straßentod bewahrt werden. In diesem Frühjahr waren insgesamt 14 Helferinnen und Helfer unterwegs – vielen Dank für das große Interesse! Auch bei vielen Veranstaltungen der Stadt Oberasbach ist die BUND Naturschutz-Ortsgruppe dabei, so am jährlichen Weihnachtsmarkt, bei der Aktion Saubere Landschaft oder beim Stadt- und Bürgerfest. Am Kirchweih-Sonntag im Altort am 13. Juli öffnete die Ortsgruppe die normalerweise unzugängliche Streuobstwiese am Milbenweg für große und kleine Gäste. Hier konnte man artenreiche Natur entdecken, Wissenswertes über Bäume und Wildpflanzen erfahren, selbstgemachte Kräuterlimonade verkosten und sich Tipps holen, wie man Wildpflanzen für Ernährung und Wohlbefinden verwenden kann. Kinder durften außerdem Schmetterlinge aus Papier falten, Kleinlebewesen im Asbach entdecken und an einer Schatzsuche teilnehmen.
Die Kindergruppenarbeit hat Tradition in Oberasbach: Seit 1989 werden – mit Unterbrechungen Kinder – an die Schönheit und Schutzwürdigkeit der Natur herangeführt. Ab September 2025 soll eine neue Kindergruppe unter der Leitung von Christine Garibasch starten (mehr dazu auf Seite xx). Die neue 2. Vorsitzende der Ortsgruppe bietet in Zusammenarbeit mit dem BUND Naturschutz Oberasbach außerdem Kräuterspaziergänge mit Workshops an – der nächste findet am 5. Oktober 2025 ab 13.30 Uhr statt. Mehr: fuerth-land.bund-naturschutz.de/ortsgruppen/oberasbach
Die BN-Ortsgruppe freut sich sehr über Menschen, die die wichtige Arbeit regelmäßig unterstützen. Die persönlichen Schwerpunkte können dabei beispielsweise bei der Biotoparbeit auf der wunderschönen Streuobstwiese, dem Artenschutz, der Umweltbildung oder der Mithilfe bei Veranstaltungen liegen. Einfach unverbindlich melden unter: oberasbach@bund-naturschutz.de
Text: Gudrun Reuß, Schriftführerin
(aus “Infos für alle” 2025-43 vom 1. August 2025)
-
„Lesekoch“ Siegbert Rudolph
„Kochrezepte“ zum Lesenlernen: Seit 15 Jahren verbessert der in Altenberg lebende Siegbert Rudolph mit seiner ehrenamtlichen Initiative „Der Lesekoch“ die Lese- und Rechtschreibfertigkeit von Kindern und unterstützt alle Menschen, die beim Erwerb dieser Basisfertigkeiten helfen.
Eigentlich wollte der ehemalige stellvertretende DATEV-Vorstandsvorsitzende mit Renteneintritt Kochen lernen. Doch dann begegnete der Top-Manager als Mitglied der AktivSenioren Bayern e.V. bei einem Bewerbungstraining einer 15-jährigen Legasthenikerin. In rund 200 Stunden brachte er ihr das Lesen bei, indem er den Schwierigkeitsgrad von Texten minimierte und zusätzlich einen PC und Übungen mit PowerPoint einsetzte – inzwischen hat sie Design an der Fachhochschule studiert. Nach diesem ersten Erfolg besuchte er Legasthenie-Kongresse, las bergeweise Fachliteratur und verfeinerte sein Konzept immer weiter.
„Jedes Kind kann lesen lernen. Aber nicht in der gleichen Zeit, mit der gleichen Methode und mit derselben Lehrperson“, so das Lesekoch-Credo.In den letzten 15 Jahren hat er über 120 Kindern, die teils als hoffnungslose Fälle galten, das Lesen beigebracht und 1.000 Übungen entwickelt, die alle kostenlos auf seiner Homepage zur Verfügung stehen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es inzwischen viele Eltern und Lesetrainer, die mit Siegbert Rudolphs „Rezepten“ arbeiten. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Trotz seiner inzwischen 81 Jahre gehen dem Kirchenmusik-Liebhaber die Ideen und der Elan nicht aus: Dank seiner genauen Beobachtungsgabe fand er heraus, dass einige Kinder eine andere Blickrichtung haben – von rechts nach links. Dieses Phänomen erschwere es ihnen, einen Text zu erfassen. „Oft lesen diese Kinder Wörter, die auf den Kopf stehen, besser als den normalen Text, weil ihre Blickspanne in dieser Richtung größer ist. Gerade habe ich eine neue Übungskategorie eingerichtet, nämlich Online-Leseübungen, die ohne eine Zusatzsoftware nutzbar sind. Dazu habe ich ein Vorleseprogramm implementiert. Und ich entwickle gerade noch eine Möglichkeit, den Text in diesen Online-Übungen auch buchstabenweise anzuzeigen, damit die Schüler die Blickrichtung üben können. PowerPoint-Übungen dazu habe ich schon lange, aber die Online-Übungen stehen immer und überall zur Verfügung.
Bei jedem Kind kann ein anderer Ansatz sinnvoll sein. Manche Kinder wollen schnell lesen und raten dann. Sie brauchen z.B. Quatschwörter zum Üben, die man nicht erraten kann.“
Mit der Arbeit als Lesekoch hat Siegbert Rudolph die zweite Aufgabe seines Lebens gefunden: „Mir macht es viel Freude, mit Kindern zu üben, und meine Erfahrungen weiterzugeben.
Das Lesekoch-Angebot an Übungen und Videos steht auf seiner Homepage kosten- und werbefrei zur Verfügung, Eltern berät er auch per zoom. Sein Buch „Praxisorientierte Leseförderung – Üben mit einfachen Witzen“ kann man in der Stadtbücherei Oberasbach ausleihen – und natürlich auch kaufen.
Weitere Infos auf www.der-lesekoch.de.
(aus “Infos für alle” 2025-44 vom 29. August 2025)
-
Zertifizierter Pilzsachverständiger Stefan Schneider
Wenn Kinder Pilze entdecken, stecken sie diese schon mal in den Mund. Meist geht alles gut. Sollte aber ein giftiges Exemplar darunter sein, klingelt Stefan Schneiders Telefon. Seit vielen Jahren ist der Oberasbacher Amtsbote als zertifizierter Pilzsachverständiger im Verzeichnis der Münchner Giftzentrale gelistet.
„Ich helfe gern mit meinem Wissen“, erklärt der 55-Jährige seine Motivation. „Besonders wenn Kinder betroffen sind, ist es mein Anliegen, schnell für Klarheit zu sorgen und die Eltern im Zweifel beruhigen zu können.“ Vor allem im Herbst, wenn die „Schwammerl“ besonders zahlreich wachsen, wird Stefan Schneider ein bis zwei Mal pro Woche kontaktiert. Dann bittet er zunächst um gute Fotos per WhatsApp oder – sofern vorhanden – um Pilzreste. Hier analysiert er unter dem Mikroskop die Sporen und Zellstrukturen. Handelt es sich um einen Röhrenpilz, kann er in den meisten Fällen Entwarnung geben, den hierzulande gibt es keine tödlich giftigen Varianten. Bei Lamellenpilzen ist der gefährlichste Vertreter der grüne Knollenblätterpilz, der auch weiß, gelblicher oder bräunlicher sein kann, jedoch immer mit weißen Lamellen und einem kleinen Häutchen um den Schaft. Hier besteht Verwechslungsgefahr mit dem essbaren Wiesenchampignon, der immer rosa oder braune Lamellen zeigt.
„Pilze haben mich immer fasziniert. Nach meiner aktiven Zeit als Fußballspieler begann ich 2005 mit Fortbildungen dazu“, sagt Stefan Schneider. Zunächst ging er mit Familie und Bekannten wie Sissi Stanek und ihrem inzwischen verstorbenen Mann Joachim – beide Pilzsachverständige im Landkreis Fürth – auf Pilzsuche und -bestimmung. Dann absolvierte er pilzkundliche Abende bei der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg und Fortbildungen im Pilzzentrum Hornberg. Dabei lernte er alles über den Lebenszyklus, den Speisewert und das Ökosystem der Pilze und eben auch Details der giftigen Exemplare. 2015 erhielt er von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) den Titel „zertifizierter Pilzsachverständiger“ und wurde als Notfallkontakt in der Giftnotrufzentrale München hinterlegt. Alle fünf Jahre muss er sich den Titel rezertifizieren lassen. Über die DGfM-Homepage www.dgfm-ev.de finden Sie Sachverständige in Ihrer Nähe.Die Giftnotrufzentrale vermittelt seine Nummer an Krankenhäuser, in denen Personen mit Vergiftungssymptomen eingeliefert wurden, ebenso wie an Privatpersonen. Stefan Schneider hat schon Ratsuchenden über den Landkreis Fürth hinaus geholfen –in Schwabach ebenso wie in der Notfallambulanz in Bamberg. Er fährt auch zu den Krankenhäusern, um Reste vor Ort zu analysieren. „Ich rate übrigens davon ab, sich nur auf eine App zur Pilzbestimmung zu verlassen.“
(aus “Infos für alle” 2025-45 vom 10. Oktober 2025)
-
Der "Techie" von der Taschengeldbörse
Der 21-jährige Jonas Messer engagiert sich seit 2018 für das Quartiersmanagement-Projekt Oberasbacher Taschengeldbörse und hilft hier Senioren v.a. bei Technikfragen. Inzwischen ist er Fachinformatiker für Systemintegration im First-Level-Support in einer Landesbehörde, unterstützt aber immer noch das Handy-ABC und das VR-Brillen-Format „Vom Sofa in die Welt“.
Hallo Jonas, wie sieht Dein Engagement für die Taschengeldbörse aus?Ein Auftrag erfolgt ja immer über Renate Schwarz vom Quartiersmanagement. Sie bekommt die Anfragen der Senioren und leitet diese an die Schüler weiter. Und dann kamen immer mehr Anfragen zu technischen Geschichten: E-Mails kommen nicht mehr an, Upgrade von Windows 7 auf Windows 10, Bilderausdrucken funktioniert nicht mehr, wie übertrage ich Bilder vom Handy auf den PC und so weiter. Dafür hab‘ ich mich immer gemeldet und meistens auch die Aufträge bekommen. Das erste Mal bei fremden Leuten im Haus zu sein und da einen Rechner wieder zum Laufen bringen zu sollen, war natürlich schon eine Überwindung. Sobald man aber gemerkt hatte, dass diese Senioren sich so freuen bei einem scheinbar wahnsinnig komplizierten Problem endlich Hilfe zu bekommen, sind eigentlich alle Zweifel verflogen. So fing alles eigentlich an. Dann kam ein neues Projekt von Frau Schwarz, das Handy-ABC. Hier trafen wir uns einmal im Monat in der Stadtbücherei und konnten dann eine 1:1-Hilfestellung geben. Willkommen war jeder mit Problemen am Handy. Das Projekt wurde sehr gut angenommen und auch wir Schüler hatten wirklich großen Spaß daran, jeder mit einem anderen Problem, kein Problem wie das andere. Während der Corona-Zeit musste das Handy-ABC teilweise pausieren und konnte dann erst nur unter sehr strengen Hygienemaßnahmen weitergeführt werden. Es läuft aber weiterhin sehr gut und ich bin selbst auch einmal im Monat dabei. Ich kümmere mich hauptsächlich um Spezialfälle, wenn mal ein etwas ausgefalleneres Problem auftaucht, und bin vor Ort Ansprechpartner für die weiteren Schüler, wenn sie nicht mehr weiterwissen – als gelernter Informatiker kennt man dann doch größtenteils die Probleme oder Ursachen.
Gibt es besondere Highlights, von denen Du erzählen kannst?
Ein Highlight ist für mich auf jeden Fall das Projekt „Vom Sofa in die Welt“. Renate hatte zwei VR-Brillen organisiert. Darauf befanden sich – lokal auf der Brille, geht alles ohne Internetverbindung – einige Kurzfilmchen, ganz unterschiedliche: Ausflug in den Zoo, Berglandschaften, Stadtrundgänge, Reise nach Usedom, an die Nordsee. Ganz viele Orte, die viele Senioren im Laufe ihres Lebens des Öfteren gesehen haben. Diese VR-Brillen haben wir einfach mal den Senioren aufgesetzt, mit vorheriger Erklärung was das ist, bei Übelkeit oder Schwindel bitte absetzen. Das war wirklich schon was Besonderes, die ein oder andere Träne ist tatsächlich auch geflossen, das hat echt viele Erinnerungen bei den Senioren wieder wachgerüttelt. Ohne sich vom Sofa wegbewegen zu müssen kann man sich hier also beispielsweise Berlin nochmal ansehen – bei vielen Senioren sind so weite Reisen sonst einfach nicht mehr möglich.
Warum machst Du das?
Mir persönlich hat das auch einiges gebracht, alleine sich um technische Schwierigkeiten zu kümmern, war schon immer in meinem Interessensgebiet. Es macht mir einfach Spaß nach Lösungen von Problemen zu suchen. Das kombiniert mit sozialer Interaktion finde ich einfach top! Ich kann jedem Schüler da draußen empfehlen: Engagiert euch sozial, es ist wirklich mehr als einfach. Was Frau Schwarz alles auf die Beine gestellt hat, ist beachtlich! Größten Respekt für ihre Kompetenz und Geduld, die man da oft mitbringen muss!
Vielen Dank für Dein Engagement, Jonas!(aus “Infos für alle” 2025-46 vom 31. Oktober 2025)
-
Irene Huber
Irene Huber setzt sich seit über 50 Jahren als Gymnastikübungsleiterin für die Gesundheit unzähliger Menschen ein – nicht nur vor Ort, sondern auch in verschiedenen Ämtern beim Bayerischen Landes-Sportverband. Zehn Jahre war die Altenbergerin zudem als Mitglied des Kirchenvorstands in der evangelischen Kirchengemeinde St. Markus aktiv. Am 31. Oktober erhielt sie das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt. Die Verleihung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg übernahm Innenminister Joachim Herrmann.
Es gibt Menschen, für die ein Tag mehr als 24 Stunden zu haben scheint: Irene Huber gehört dazu. „Meine Mutter hat große Teile ihres Lebens dem Ehrenamt, insbesondere im Sportbereich, gewidmet. Sie ist sehr energiegeladen und eignet sich das erforderliche Wissen eigenständig und mit viel Akribie selbst an. Sie packt sehr tatkräftig immer dort an, wo es einen Bedarf gibt“, verrät Birgit Huber.
Irene Huber begann 1974 als Übungsleiterin bei SpVgg Nürnberg e.V. und wurde dann zusätzlich Abteilungsleiterin in der Damen-Gymnastik. Weiter agierte die zweifache Mutter als Prüferin für Sportabzeichen – das sie auch dem jungen Markus Söder abnahm. Sie leitete eine Gruppe für Senioren-Gymnastik, unterstützte beim Kinderturnen und war Schatzmeisterin im Vorstand. Mit heute 76 Jahren fungiert sie als Abteilungsleiterin Gymnastik und Turnen im Erwachsenenbereich. Bei DJK Sparta Nürnberg führte die Powerfrau aus Oberasbach als Übungsleiterin 16 Jahre lang eine Herzsportgruppe.
Die ehemalige Augenarzthelferin gründete in der Oberasbacher Kirchengemeinde St. Markus 1994 eine Männersportgruppe, die sie bis 2019 leitete. Sie war maßgeblich an der Gestaltung von monatlichen Busausflügen für die Gemeinde gemeinsam mit dem Pfarrer verantwortlich. Ab 2011 war sie zudem zehn Jahre lang Mitglied im Kirchenvorstand, hier engagierte sie sich v.a. bei der Öffentlichkeitsarbeit und im Bauausschuss sowie der Kindergartenbetreuung. Sie brachte sich stark ein bei der Errichtung der Krippe „Weltentdecker“ und bei der Sanierung des Kindergartens St. Markus. Im Heimatverein Oberasbach kümmert sich Irene Huber seit 2018 zusammen mit ihrem Mann Werner um die Öffentlichkeitsarbeit und war Beisitzerin der Vorstandschaft; auch den Kulturverein Oberasbach unterstützte sie in Sachen PR.
Im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) war Irene Huber für den Sportkreis Nürnberg-Stadt von 1999-2016 in mehreren Rollen aktiv, u.a. als Schriftführerin und Vorsitzende des BLSV-Ausschusses „Kirche und Sport“. Als Frauenvertreterin des BLSV-Sportbezirks Mittelfranken organisierte sie 1999 den ersten Deutschen Seniorentag in Nürnberg mit. Ihr Engagement auf Kreisebene führte zur Berufung in das Präsidium des BLSV in München. Hier wirkte sie in verschiedenen Ausschüssen und gestaltete das Sportgeschehen in Bayern aktiv mit.
Damit nicht genug: Die Musikbegeisterte hat 25 Jahre im Kirchenchor St. Stephanus Gebersdorf gesungen, später im Markus-Chor. Vor einigen Jahren hat sie Posaune gelernt und lebt diese Leidenschaft nun in zwei Oberasbacher Posaunenchören und einem überregionalen Chor. Eine liebevolle Großmutter für ihre drei Enkelkinder ist Irene Huber natürlich obendrein auch.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann händigte am 31. Oktober 2025 in Nürnberg das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt an insgesamt 60 Personen aus ganz Bayern aus, die alle seit mindestens 15 Jahren ein Ehrenamt ausüben. Fast jeder Zweite über 14 Jahre, also knapp fünf Millionen Menschen in Bayern, engagieren sich aktuell ehrenamtlich. „Geschätzt leisten sie etwa 710 Millionen Stunden an ehrenamtlicher Arbeit pro Jahr. Dass unterstreicht eindrucksvoll: Bayern ist und bleibt ein Ehrenamtsland“, so Herrmann.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser sehr verdienten Auszeichnung, liebe Frau Huber, und herzlichen Dank für Ihr Engagement!
(aus “Infos für alle” 2025-47 vom 05. Dezember 2025)