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WBG Oberasbach Zirndorf

Timo Schäfer (Geschäftsführer der WBG Zirndorf) und Erste Bürgermeisterin Birgit Huber im Büro der Ersten Bürgermeisterin
WBG Pressetermin Birgit Huber und Timo SchäferFoto: (c) Stadt Oberasbach

Auch im Landkreis Fürth ist der Wohnungsmarkt angespannt. Die Kommunen haben dringenden Handlungsbedarf, um die Lage zu entspannen und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Vor diesem Hintergrund hat die WBG Zirndorf den Kommunen im Landkreis ihre Zusammenarbeit angeboten und in jedem Stadt- und Gemeinderat ihr Konzept vorgestellt. In Oberasbach hat man die Chancen einer Kooperation erkannt und ergriffen. So kam es 2018 schnell zu konstruktiven und zielführenden Gesprächen mit klar formulierten Zielen: Schaffung adäquaten Wohnraums zu günstigen Bedingungen.

Die Stadt Oberasbach verfügt über ca. 80 Wohnungen im Stadtgebiet – eine Größenordnung, die für ein professionelles Wohnungsmanagement zu klein, aber für eine optimale Bewirtschaftung innerhalb der Stadtverwaltung zu umfangreich ist.

Also wurden im Frühjahr 2018 erste Gespräche mit potentiellen Partnern aufgenommen, um gemeinsam ein praktikables Konzept zu entwickeln wie ein optimales Wohnungsmanagement aussehen könnte.

Mehrfamilienhaus mit Etagenwohnungen und Balkonen mit blauem Sichtschutz
Städtische Wohnungen im Anwesen Steiner Straße

„Für die Stadt Oberasbach war es wichtig“, so Erste Bürgermeisterin Birgit Huber, „dass die Stadt die Kontrolle über die Wohnungen behält und gleichzeitig das Bauamt entlasten kann.“

Zwei Partner kristallisierten sich heraus: die Wohnungsbaugesellschaft Zirndorf und die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth.

Die Wohnungsbaugesellschaft Fürth bot ein offenes Gesellschafterkonzept an, zu dem auch andere Kommunen des Landkreises beitreten konnten, um eine größere Schlagkraft zu haben. Gleichzeit bedeutete das aber auch, dass andere Kommunen entsprechend mitbestimmen - auch über die Wohnungen der Stadt Oberasbach.

Die WBG Zirndorf setzte auf eine gemeinsame Kommanditgesellschaft, in der die Stadt Oberasbach der alleinige Anteilseigner und die WBG Zirndorf mit der Leitung des operativen Geschäfts betraut wird. Mit dieser Lösung bleibt die Stadt Oberasbach Herr über die eingebrachten Wohnungen und nutzt gleichzeitig mit dem Branchen-Know-How die Kernkompetenz der WBG Zirndorf in der Immobilienverwaltung.

„Für die WBG Zirndorf besteht der Reiz der Zusammenarbeit in der Ausweitung seines Immobilienportfolios", erläutert WBG-Geschäftsführer Timo Schäfer. „Das ermöglicht eine effizientere Verwaltung und Entwicklung."

Eine klassische Win-Win-Situation, der der Stadtrat zugestimmt hat. So konnte die neue Gesellschaft am 3. Dezember 2019 ins Handelsregister eingetragen und handlungsfähig werden.

Städtische Wohnungen im Anwesen NelkenstraßeFoto: (c) WBG Oberasbach / Zirndorf

Sehr guter Wohnungsbestand

Der Wohnungsbestand der Stadt Oberasbach ist in einem sehr guten und marktgerechten Zustand. Die Immobilien verfügen über moderne Gasheizungen, teilweise Photovoltaik und Solarthermie. Es gibt derzeit einen fluktuationsbedingten Leerstand von 17 Wohnungen, die während der laufenden Verhandlungen zunächst nicht wieder vermietet wurden, nun nach Gründung der neuen Gesellschaft aber kurzfristig wieder vermietet werden sollen.

Der erforderliche Renovierungsaufwand hält sich im üblichen Rahmen, Sanierungsmaßnahmen sind nicht erforderlich, so dass eine Vermietung ab Frühjahr/Frühsommer realistisch erscheint. Die Vermietung soll, darauf legt die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber wert, vornehmlich an Oberasbacher Bürgerinnen und Bürger erfolgen.

Die Mieter brauchen sich übrigens keine Sorgen zu machen. Die Mietverhältnisse bleiben bestehen, nur die Ansprechpartner ändern sich. Die WBG Zirndorf ist hier ein kompetenter Ansprechpartner. Über diese Änderungen wurden die Mieter auch bereits frühzeitig im September 2019 informiert.

Neuen Wohnraum schaffen

Auch der Wohnungsneubau soll nun gemeinsam in Angriff genommen werden. Die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber möchte dazu ein städtisches Grundstück in der Plauener Straße nutzen und erste Konzepte dem Stadtrat kurzfristig vorstellen. Für die weitere Umsetzung hat man dann mit der WBG Zirndorf einen kompetenten und erfahrenen Partner  im Boot.

Für die neue Gesellschaft heißt es jetzt eine Geschäftsordnung und einen Wirtschaftsplan zu erstellen. Beides muss der Stadtrat genehmigen.

Für die Stadtverwaltung, insbesondere das sich personell am Limit befindende Bauamt, bedeutet diese Kooperation eine Entlastung, um sich gleichzeitig besser den anderen entstehenden Projekten zuzuwenden:  den Kindertagesstätten Storchennest in Rehdorf und der Interimseinrichtung an der Langenäckerstraße, der Sanierung der Jahnturnhalle und dem Neubau der Dreifachturnhalle sowie dem Umbau der alten Post als neue Heimat des B-I-T.

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