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Kommunen am Limit - Oberasbach stellt sich hinter Forderungen

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Bürgermeister im Anzug halt Uhr, die auf 5 vor 12 steht vor dem Rathauseingang
Bürgermeister Thomas Diebenbusch und die Stadt Oberasbach stellen sich am Aktionstag "Kommunen am Limit" hinter die Forderungen der drei kommunalen Spitzenverbände.

Bundesweit beteiligen sich heute Städte, Landkreise und Gemeinden am Aktionstag „Kommunen am Limit“, um auf die dramatische kommunale Finanzsituation aufmerksam zu machen. Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – haben gemeinsam zu diesem Aktionstag aufgerufen und fordern von Bund und Ländern, endlich entschlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen.

Die Finanzlage der Städte, Landkreise und Gemeinden ist dramatisch: Das kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchststand, Tendenz steigend. Eine Hauptursache sind steigende Sozialausgaben, die die Kommunen bundesgesetzlich leisten müssen, und bei denen in der Vergangenheit der Umfang und die Standards immer weiter erhöht wurden.

Für die Bürgerinnen und Bürger wird die kommunale Finanzkrise direkt spürbar. Und sie betrifft viele kommunale Aufgaben wie z. B. die Instandhaltung von Schulen, Bibliotheken, Schwimmbäder, Kultur- und Sportangebote, den ÖPNV, die Krankenhausversorgung, die Wirtschaftsförderung und viele soziale Angebote.

„Die Aufgaben, die wir übernehmen sollen, wollen und werden wir gern in hoher Qualität erfüllen“, betont Erster Bürgermeister Thomas Diebenbusch. „Allerdings haben wir momentan nicht genügend Mittel. Ein aktuelles Beispiel ist der Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Zum Beispiel hatten wir schon vor einiger Zeit und aus eigenem Antrieb den Umbau der Pestalozzi-Grundschule geplant. Das Tempo und der Umfang der geforderten Umsetzung ist momentan aber schlicht nicht machbar. Daher schließen wir uns heute dem Appell der kommunalen Spitzenverbände an.“

Die Kommunen und ihre drei kommunalen Spitzenverbände fordern deshalb von Bund und Ländern:

  • Das kommunale Finanzierungsdefizit muss vollständig beseitigt werden. Dies kann über eine jährliche Soforthilfe, eine Erhöhung des kommunalen Anteils an den Gemeinschaftssteuern sowie notwendige Reformen in den sozialen Sicherungssystemen geschehen.
  • Der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt auch“ muss sofort für jede Aufgabenübertragung oder 
    -ausweitung von Bund und Ländern gelten – mit einem vollständigen finanziellen und dynamisierten Ausgleich für alle Aufgaben, die den Kommunen von Bund und Ländern übertragen werden.

Die kommunale Finanzkrise ist nicht abstrakt. Sie ist sehr konkret vor Ort spürbar. Bund und Länder müssen handeln, damit der Staat vor Ort für seine Bürgerinnen und Bürger handlungsfähig bleibt.

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