Stellungnahme zu Flugblättern „Windkraftanlage“

In Rehdorf zirkulierten in den vergangenen Tagen anonyme Flugblätter mit der Behauptung, die grüne Stadtratsfraktion plane verdeckt und gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Diebenbusch eine ca. 290 m hohe Windkraftanlage. Diese Behauptung entbehrt jeder faktischen Grundlage.
Tatsache ist: Kürzlich hat eine private Initiative ein Gespräch mit der N-ERGIE, der Energiegenossenschaft EWERG und Grundstückseigentümern der Windvorbehaltsfläche geführt. Zu diesem Gespräch wurde der Erste Bürgermeister Thomas Diebenbusch eingeladen. Er erklärt dazu: „Ich habe das getan, was ich vor der Wahl versprochen habe. Ich habe zugehört, was die Eigentümer zu den Plänen der potenziellen Projektpartner zu sagen haben. Im Lauf der Veranstaltung wurden zahlreiche Sachfragen gestellt. Die Eigentümer können sich jetzt ihre Meinung bilden.“
Windvorbehaltsfläche existiert seit 25 Jahren
Seit mehr als 25 Jahren besteht eine Windvorbehaltsfläche südwestlich von Rehdorf. Das bedeutet, dass dort jederzeit ein Investor eine Windkraftanlage errichten kann - seit 2023 sogar ohne Bauleitverfahren. Weder der Stadtrat noch der Bürgermeister haben in diesem Fall ein Mitspracherecht.
In der Stadtratssitzung vom 29. September 2025 wurde ein Antrag auf Errichtung einer Windkraftanlage im Windgebiet Oberasbach beraten. Die N-ERGIE und die Energiegenossenschaft EWERG stellten damals ihre Projektabsicht vor. Die Sitzung war öffentlich; die Unterlagen sind für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich.
Stadtrat lehnte Info-Veranstaltung ab
Die ehemalige Bürgermeisterin Birgit Huber und die Verwaltung regten in dieser Sitzung eine von der Stadt organisierte Bürger-Info-Veranstaltung an. In dieser hätten die
N-ERGIE und die EWERG das Thema Windkraft vorstellen und umfassend Rede und Antwort stehen sollen.
Die Durchführung dieser Veranstaltung hat der Stadtrat mit seinem Beschluss vom 29. September 2025 mit 13 zu 9 Stimmen abgelehnt. Bürgermeister Thomas Diebenbusch rückblickend dazu: „Im Hinblick auf Transparenz und Bürgerbeteiligung halte ich es für extrem wichtig, mit den Menschen zu sprechen, ihre Fragen zuzulassen und zu hören, was sie über das Projekt denken. Im Moment geht es nicht darum, ob man für oder gegen eine Windkraftanlage ist.
Leider bin ich jedoch an den Stadtratsbeschluss von 2025 gebunden. Als Vertreter der Stadt darf ich nicht zu einer solchen Informationsveranstaltung einladen. Ich werde aber darauf hinwirken, dass eine Info-Veranstaltung mithilfe anderer Gruppen stattfinden kann.“