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100 Jahre Einsatz für die Gemeinschaft

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Ehrensache seit 1925: Das diesjährige Jubiläum „100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Altenberg“ wurde am 25. Oktober mit einem genussvollen Weinfest in der Oberasbacher Jahnhalle mit über 300 Gästen gebührend gefeiert. Bevor die Band Golden Hearings mit mitreißenden Coversongs auf die Tanzfläche lockte, gab es drei Ehrungen.

„Ein Jahrhundert Feuerwehr – das bedeutet hundert Jahre Einsatz für die Gemeinschaft, hundert Jahre ehrenamtliches Engagement und hundert Jahre gelebter Zusammenhalt“, eröffnete Nico Fontana den Abend. Der Vorsitzende der FF Altenberg dankte außerdem dem Organisationsteam dieser besonderen Jubiläumsveranstaltung – für die rund zwei Jahre Planung nötig waren und deren Erlös dem Verein zugutekommt – und den Sponsoren.

Das Stichwort „Gemeinschaft“ war auch für Landrat Bernd Obst zentral: „1925 gab es noch kein Social Media, da ging man zur Freiwilligen Feuerwehr, um Gemeinschaft zu erleben!“ Erste Bürgermeisterin Birgit Huber blickte in ihrem Grußwort auf die Anfänge der am 13. August 1025 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Altenberg zurück und bat Kommandant Stefan Hessel auf die Bühne, um ihm ein kleines Geschenk zu überreichen. „Die letzten 17 der 100 Jahre Feuerwehr Altenberg habe ich aus nächster Nähe miterlebt. Die physischen und psychischen Anforderungen sind bei Euren Einsätzen oft hoch – ich habe großen Respekt vor Eurem Engagement und danke Euch herzlich dafür! Besonders freue ich mich, dass in den letzten Jahren auch einige Frauen zur aktiven Truppe dazugekommen sind. Euch zeichnet ein besonderer Gemeinschaftssinn aus. Ich kann nur hoffen, dass den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Altenberg diese Verbundenheit auch in Zukunft erhalten bleibt.“

Kreisbrandrat Frank Bauer, der in Vertretung von Kreisbrandinspektor Rainer Harreuther gekommen war, schlug nachdenkliche Töne an: „Wir leben in unruhigen Zeiten. Die Herausforderungen an die Freiwillige Feuerwehr haben sich sehr geändert, heute geht es überwiegend um technische Hilfeleistung, wie z.B. Unterstützung des Rettungsdienstes. Wenn die Resilienz in der Bevölkerung höher wäre, müsste die Feuerwehr nicht so oft ausrücken!“ Federführender Kommandant Christian Kürthy von der Freiwilligen Feuerwehr Oberasbach bekam im Anschluss viel Applaus für seinen kraftvollen Redebeitrag: „Seit 36.599 Tagen stehen die Aktiven der Feuerwehr Altenberg ununterbrochen freiwillig im Dienst der Gemeinschaft, Eure Leistung verdient höchsten Respekt! Wir sind Menschen, die bereit sind alles zu geben – ich erinnere hier nur an besonders denkwürdige gemeinsame Einsätze wie den Sonnenstudiobrand 2017 oder den Brand in einem Seniorenheim im Juli 2019. Mut, Kameradschaft, Fachwissen und der Wille jederzeit zu helfen – Ihr seid ein Vorbild für Engagement und Zusammenhalt. Im Namen aller Kameraden sage ich Danke! Ihr seid ein starkes Stück Oberasbach!" Christian Kürthy übergab dann zusammen mit seinem Vereinsvorsitzenden Johann Peter und Marco Haas, Vereinsvorsitzender der FF Rehdorf, einen Geschenkkorb an die Altenberger Kameraden – verbunden mit dem Vorschlag, sich doch nach einer gemeinsamen Übung auch einmal in geselliger Runde zusammenzusetzen.

Höhepunkt des offiziellen Teils des Abends waren drei Ehrungen, die Vereinsvorsitzender Nico Fontana, sein Stellvertreter Quirin Brüchert, 1. Kommandant Stefan Hessel und 2. Kommandant Patrick Haumer vornahmen: Herbert Beck wurde für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft gewürdigt (Stand 2022), Manfred Ruzicka für 10 Jahre, und Stephan Haberland für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst.

Bis zum Schankschluss um 23.00 Uhr flossen dann reichlich Weißwein von Weinbau Dehm, Rotwein vom Winzerhof Hofmann und Weine aus Oberasbachs französischer Partnerregion – die Freunde aus dem Limousin wollten auch vor Ort dabei sein, waren aber leider kurzfristig verhindert. Bereits ab 17.00 Uhr fanden die Leckereien aus der Küche wie Flamm- und Zwiebelkuchen, Bratwürste oder Vesperplatte reißenden Absatz. Familie Haberland, Christine Chini, Christian Stichert und Bastian Ott von der aktiven Wehr der FF Altenberg leisteten hier Schwerstarbeit. Letzterer hatte sich zudem um die Erstellung des Jubiläumslogos und aller Flyer und Banner rund um „100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Altenberg“ gekümmert. Alle Gäste zeigten sich darüber hinaus begeistert von der originellen und stimmungsvollen Dekoration der Jahnhalle, in die v.a. Stephan Haberland von der FF Altenberg zusammen mit seiner Familie rund drei Wochen Arbeit gesteckt hatte: Da wurden z.B. Bühnenelemente mit Reben und Weinlaub gezaubert, leere Weinflaschen mit Lichterketten befüllt, körbeweise Kastanien für die Tische gesammelt, aus Birkenholz und Kürbissen Hingucker gebastelt sowie zwei Marktstände und viel Grün herbeigeschafft.

Auf den Hundertsten anstoßen können Sie übrigens voraussichtlich auch mit dem traditionellen Sliwowitz am Stand der Altenberger Brandschützer auf dem Oberasbacher Weihnachtsmarkt am 6. und 7. Dezember.

Wer zwischen 18 und 65 Jahren alt ist, in Oberasbach wohnt oder arbeitet, auf der Suche nach einer sinnstiftenden ehrenamtlichen Tätigkeit ist, Freude am Helfen und technisches Interesse hat und eine ganz besondere Form von Gemeinschaft erleben möchte, ist bei der Freiwilligen Feuerwehr herzlich willkommen!

Weitere Infos auf www.ffw-altenberg.de.



Hintergrundinfos Freiwillige Feuerwehr Altenberg
 

•    Die Freiwillige Feuerwehr Altenberg wurde am 13. August 1925 gegründet. Ihr Gerätehaus stand damals im Garten der Altenberger Schule auf dem Grundstück der heutigen Sparkasse.

•    Der erste Kommandant hieß Martin Gumpert, sein Adjutant Hans Schmidt. Bis Ende des Jahres sollten sich 60 Gründungsmitglieder zusammenfinden.

•    Heute hat die Wehr 37 aktive Mitglieder zwischen 18 bis 65 Jahren, neun Jugendliche von 12 bis 17 Jahren bilden zudem den seit 1992 existierenden Altenberger Feuerwehrnachwuchs.

•    Die Ausrüstung bestand zu Anfang nur aus einer Handdruckspritze mit Zubehör, einer Leiter mit zwei Stützstangen und 250 Meter Schläuchen.

•    1925 gab es noch keine Trennung zwischen Feuerwehrverein und der technischen Einrichtung Feuerwehr, weshalb der Verein für die komplette Mittelbeschaffung zuständig war und die Gemeinde lediglich durch Spenden und Zuschüsse unterstützte. Für notwendige Ausrüstungsgegenstände wurde daher u.a. ein Vereinsbeitrag von 20 Pfennig pro Monat erhoben, ebenso wurden private Haussammlungen durchgeführt.

•    Seit 1987 und bis heute hat die FF Altenberg ihr Gerätehaus in der Kurt-Schumacher-Straße, das das städtische Bauamt von September 2015 bis Juni 2016 umfassend modernisierte: Neben der energetischen Sanierung wurden hierbei auch Räume vergrößert sowie Duschen und ein Büro angebaut.

•    Die Führung besteht aktuell aus Kommandant Stefan Hessel und seinem Stellvertreter Patrick Haumer, Jugendwart ist Stephan Fütterer. Dem Verein steht Nico Fontana vor, der von Quirin Brüchert vertreten wird.

•    Ungefähr hundertmal pro Jahr rücken die Altenberger Floriansjünger aus, von 2020 bis 2024 waren es insgesamt 503 Einsätze. Neben der Brandbekämpfung geht es dabei um Notfalltüröffnungen, Unterstützung des Rettungsdienstes, Sicherheitswachen bei Veranstaltungen, die Beseitigung von Ölspuren, First Responder-Einsätze, unter Wasser stehende Keller oder Wasserrohrbrüche, Fahrzeugöffnungen, Unwettereinsätze oder auch mal um eine Kleintierrettung. Von den vielen Einsätzen der letzten Jahre sind z.B. der mitternächtliche Brand auf dem Gelände einer Verpackungsfirma am Hainberg mit einem Sachschaden von 50.000 Euro im Juli 2006 stärker in Erinnerung geblieben, ebenso der Brand eines Sonnenstudios 2016 und der Flächenbrand 2018 an der Rothenburger Straße, bei dem 30 Einsatzkräfte aller drei Oberasbacher Wehren mit bis zu acht C-Rohren stundenlang auf einer 25.000 qm großen Wiese löschten.

•    Zusammen mit der FF Oberasbach und der FF Rehdorf sichert die FF Altenberg ein Einsatzgebiet von ca. zwölf Quadratkilometern ab. Dafür braucht es regelmäßige theoretische und praktische Aus- und Weiterbildungen, auch im Bereich Erste Hilfe oder Fahrzeugkunde.

•    Am 15. September 2021 konnte nach über 2,5 Jahren Planung das neue Löschgruppenfahrzeug der FF Altenberg in Dienst gestellt werden. Die Beladung des modernen Einsatzfahrzeugs wurde in aufwändiger Abstimmungsarbeit individuell festgelegt. Das ausgediente LF 8/6 von 1996 wurde an die Ukraine gespendet und im Bevölkerungsschutz eingesetzt.

Mehr zur Chronik der FF Altenberg lesen Sie hier.

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